Die CFC-Abstiegsangst und die Stadionfrage

Dem Drittliga-Team des Chemnitzer FC droht der Absturz in die Regionalliga. Was würde das für die neue Arena bedeuten?

Nach den beiden Niederlagen des Chemnitzer FC in der dritten Liga am Samstag im westfälischen Lotte sowie am Dienstag im Nachhol-Heimspiel gegen Wiesbaden droht dem Profi-Team die Rückkehr in die vierte Liga. Der Rückstand des CFC auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt derzeit sieben Punkte bei noch sieben ausstehenden Spielen. Dass der Verein ab Sommer dieses Jahres gegen Teams aus Meuselwitz und Luckenwalde antreten muss, wird damit wahrscheinlicher. Doch was wird im Falle des Abstiegs aus dem neuen, erst vor eineinhalb Jahren eröffneten Stadion?

Eigentümer ist nach wie vor die Stadt Chemnitz, die die Arena von Januar 2014 bis Juli 2016 für insgesamt 27,2 Millionen Euro umbauen ließ. Die Kommune hatte mit der CFC Marketing und Stadionbetrieb-Gesellschaft, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen des Vereins, einen Pachtvertrag geschlossen, der eine Laufzeit von 20 Jahren vorsieht. Zwar wird der Stadt in diesem Vertrag ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, das gilt aber erst nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren. In jedem Fall aber ist der Vertrag über die Stadionnutzung unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit des ersten CFC-Teams - er gilt damit also auch, sollte die Profi-Mannschaft in die vierte oder gar fünfte Klasse absteigen.

Die vertragliche Regelung zwischen CFC-Tochtergesellschaft und Kommune sieht dabei allerdings differenzierte Pachthöhen im Falle unterschiedlicher Liga-Zugehörigkeiten vor. In der ersten Liga wären beispielsweise 500.000 Euro Pacht pro Jahr fällig, in der zweiten 250.000 und in der dritten 180.000 Euro. Diese Summe gilt allerdings auch in niedrigeren Ligen: Sollte der CFC also tatsächlich absteigen, würde sich für Verein und Kommune zumindest im Hinblick auf die Stadionnutzung wenig ändern: Der Vertrag bliebe bestehen, und auch an der Höhe der jährlichen Pacht ändert sich zunächst einmal nichts.

Fraglich ist, ob der CFC im Fall des Abstiegs finanziell in der Lage wäre, die Pacht aufzubringen. Im Rathaus weiß man, dass ein Abstieg Konsequenzen für die Stadt als Stadioneigentümerin hätte, "die dann in der Verwaltung und den zuständigen Gremien zu besprechen wären". Es sei jedoch nicht angezeigt, so ein Rathaussprecher gestern, "derzeit darüber zu spekulieren".

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
17Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    3
    cn3boj00
    29.03.2018

    @malm: das klingt ja nun zumindestens etwas entgegenkommender. Bis dahin hatten Sie so getan als hätte das Stadion mit den Finanzen der Stadt nichts zu tun. Man muss es mal so sehen: das Stadion steht nun da. Aber ein Investitionsobjekt soll ja perspektivisch Einnahmen generieren. Und das hat es schon in der aktuellen Drittligazeit nicht in dem Maße getan wie erwartet. Stattdessen wurden weitere Kredite ausgereicht an einen Verein, der eigentlaich Einnahmen generieren soll. Ein Investitionsobjekt, das eine negative Bilanz aufweist, würde man in der Privatwirtschaft abstoßen. Es geht ja nicht bloß um die ausfallenden Pachteinnahmen (ob die ausfallen werden ist ja wirklich Spekulation), sondern um die Gesamtbilanz, welche im Verlustfall der Steuerzahler trägt, egal ob ihn Fußball interessiert oder nicht.
    @Pedaleur: gebe Ihnen in vielen Aussagen recht. Eine Stadt muss mehr tun als ihre Pflichtaufgaben. Das Beispiel Kunst finde ich sehr gut, oder eben Vereine, Nachwuchssport, Kulturveranstaltungen usw., wo kaum Einnahmen generiert werden. Hier muss man den Steuerzahler einfach beteiligen, denn sonst stirbt eine Stadt. Aber ob es tatsächlich sinnvoll war, in den Profifußball zu investieren? Das was hier passiert trifft ja auch in anderen Städten zu, Erfurt, Magdebugrg usw. Wenn so etwas wie der DFB, eine mafiaartige Organisation, die Millionen an Einnahmen generiert, meint sie braucht 3 Profiligen, aber die Vereine in den Ruin treibt statt sie zu unterstützen, will ich damit nichts zu tun haben.

  • 5
    2
    malm
    29.03.2018

    ? Brechen der Stadt Chemnitz Einnahmen weg, kann sie das Geld nicht für z.B. Turnhallensanierungen ausgeben?

    In dieser Formulierung ist das für mich selbstredend in Ordnung.

    Allerdings steht ihr Kommentar unter einem Artikel zum Thema Stadion. In selbigen wir zunächst auch nur die Möglichkeit des Abstiegs erwähnt sowie die Bedingungen aus dem Pachtvertrag dargestellt. Ich finde hier keine Information, geschweige denn handfeste Fakten, die besagen, dass der Verein sich nicht mehr an den Vetrag halten kann oder will. Trotzdem bringen Sie direkt den Rückschluss auf die Turnhallensituation. Passt natürlich gut und gefällt auch dem geneigten Leser. Ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Kausalität vorhanden. Im Gegenteil, selbst die Behauptung , an der Turnhallensanierung müsse gespart werden, wird durch nichts belegt. Dieser behauptete, konkrete Zusammenhang ist vollkommen willkürlich konstruiert.

    Und damit Sie mich nicht falsch verstehen, auch ich sehe, dass Fehler bei der Planung vor allem des Stadionbetriebs gemacht wurden. Etliche andere Punkte rund um den Verein sind auch diskussionswürdig.

    Ich bin auch offen für Diskussionen um Schulen, Turnhallen, Brücken, Kulturförderung oder was auch immer wichtig ist in der Stadt.

    Was mich stört ist, wenn versucht wird verschiedene Interessen gegeneinander auszuspielen. Das passiert viel zu oft, und meistens muss das Stadion dabei herhalten. Das meine ich dann mit Einseitigkeit.

  • 7
    2
    587977
    29.03.2018

    @malm: Fakt ist das Geld ist weg. Ich gebe Ihnen Recht, dass das Stadion noch steht, auch das regionale Firmen dort gewerkelt haben. Fakt ist aber auch, dass der Nutzen für die Stadt nur als sehr gering eingeschätzt werden kann. In der freien Wirtschaft müsste man das Objekt nun einer Sonderabschreibung unterziehen., wobei die Pacht das Stadion am Sankt Nimmerleinstag nicht finanziert hätte - egal in welcher Liga (selbst bei 500 T? gem. Vertrag in der 1. Liga hätte die Amortisation >50 J. gedauert) und da sind horrende Unterhaltskosten (schauen Sie nach Magdeburg mit 12 Jahre altem Stadion) nicht einkalkuliert. Fazit: ein Fass ohne Boden, aber Hauptsache Profisport alimentieren. Ob der Club in der 2./3./4. Liga spielt ist für die Außenwirkung der Stadt unerheblich.
    Im Übrigen passen die Dinge ganz gut zusammen - die Stadt kann das Geld nur einmal ausgeben und dringend Renovierungsbedürftige Objekte an Ausfallstraßen (da ist das Viadukt nur ein Beispiel) tragen mehr zum Stadtbild und er Reputation der Stadt bei denen bei, die sie besuchen. Ein Stadion im letzten Winkel der Stadt (Stichwort: Problem-Viertel) mit Sicherheit nicht.

    Schöne Ostern!

  • 4
    2
    Pedaleur
    29.03.2018

    Lieber ascals, ich meine, wir hatten über diese Thematik Pflichtaufgaben schon einmal diskutiert. Sicherlich alles richtig, was Sie schreiben. Ich für meinen Teil möchte aber nicht in einer Stadt leben, die sich nur noch Pflichtaufgaben leisten kann und will. Wenn das die Argumentation ist, kann man auch alle Ausgaben für Freizeitangebote für Senioren oder freie Kultur in Frage stellen. Weil das Geld ja vermeintlich genauso an anderer Stelle fehlt. Die Breite der Bürger kann sicherlich auf experimentelle Kunst verzichten, deshalb nicht unterstützenswert? Finde ich nicht. Eine moderne und interessante Stadt braucht einen finanziellen Spielraum und besondere Angebote ohne gleich zu sagen, da liegt was brach, das hat Vorrang.

    587977: Ich hatte das in einem anderen Artikel schon kommentiert. Ich sehe nicht, dass das Geld ohne Nutzen weg ist. Zum einen ist das Stadion eine Investition, auch im Sinne der Stadtentwicklung. Zum anderen haben zahlreiche Firmen vom Bau profitiert oder profitieren immernoch. Handwerker, Dienstleister etc.. Und es ist auch eine Aufwertung des Umfelds. Noch dazu wird jetzt der ehem. Eschestift saniert, hat sich nur bedingt was damit zu tun, ist aber eine Entwicklung am Standort.

    Dass die Minusgeschäfte des CFC mit Steuermitteln ausgeglichen werden, halte ich ebenfalls für nicht sachgerecht. Ich sehe es auch so, dass die wirtschaftliche Schieflage hausgemacht ist.
    Mit dem neuen Stadion kamen höhere Eintrittspreise, was wirtschaftlich notwendig ist. Aber: Es sind nicht alle Bereiche nutzbar, siehe die geschlossene Nordkurve. Und es ist eben schon preislich ganz schön knackig, wenn man nicht in der Süd stehen will. Vielleicht sind deshalb die Besucherzahlen konstant niedrig. Naja, und dass die sportliche Situation momentan nicht attraktiv ist...
    Der Familienblock ist genau so irrwitzig, wenn man dort in Kombi Papa- 2 Kinder mit 50 - 60?, unter Berücksichtigung von Essen und Getränken, dabei ist. Kann man denn hier keine attraktiven Angebote schaffen?

  • 5
    2
    HHCL
    29.03.2018

    @malm: Sie tun ja so, als hätte ich behauptet, dass der ICE in Chemnitz nicht fährt, weil auf dem Schlossteich Tretboote fahren.

    Natürlich gibt es den Zusammenhang, den ich angedeutet habe: Brechen der Stadt Chemnitz Einnahmen weg, kann sie das Geld nicht für z.B. Turnhallensanierungen ausgeben. Dabei ist es erstmal egal, ob es kleinere Steuereinnahmen sind oder eben mögliche Ausfälle bei der Stadionpacht. Das Szenario Abstieg hätte man einkalkulieren müssen und eben auch, dass dann evtl. viel weniger Pacht gezahlt werden kann. Man hat sich hier meiner Meinung nach extrem blauäugig in den Stadionbau gestürzt. Es ist ja nicht nur die (beim CFC nicht so unwahrscheinliche) Abstiegsgefahr, sondern auch die Probleme mit der Bewirtschaftung über die immer wieder zu lesen war. Wenn man fast 30 Mio. in die Hand nimmt, Steuergelder wohlgemerkt, muss man auch einen Plan haben, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt und wie man damit umgehen will. So alt ist das Stadion noch nicht und schon gibt es erneut Probleme. Sehr lange kann man da nicht drüber nachgedacht haben. Ich habe hier das Gefühl man stolpert von einer Krise zur anderen ohne überhaupt einen groben Überblick zu haben. Das betrifft nicht nur das Stadion sondern auch die Vorgänge um die abgewendete Pleite und die anschließende Rücktrittswelle. Das macht alles keinen souveränen Eindruck.

    Eine Einseitigkeit kann ich da auch nicht erkennen, wenn man die Probleme, die es mit dem CFC und dem Stadion zuhauf gibt, mal beim Namen nennt.

  • 5
    5
    malm
    29.03.2018

    Ja 587977, eine aufgeregte Diskussion das stimmt. Allerdings geben sie selbst ja das beste Beispiel für die fehlende Argumentationskultur.

    27-28 Mio Euro sind also weg? Klingt beeindruckend, stimmt aber nicht. Richtig wäre, dass für diesen Betrag an der Gellertstraße in Chemnitz ein Stadion als Investitionsobjekt errrichtet wurde, welches dort auch heute noch steht und immer noch im Besitz der Stadt Chemnitz ist. Nur nebenbei, der Großteil der Bauleistungen wurde durch in der Region ansässige Firmen erbracht, wodurch auch die heimische Wirschaft von der Investition profitieren konnte.

    Welches Budget ein Fussballverein in der Regionalliga realistisch aufbringen kann ist pure Spekulation, aber geschenkt.

    Ja und der Verweis auf das Viadukt in Rabenstein ist wieder mal nur der geschickte und durchsichtige Versuch, Dinge miteinander zu verknüpfen, die nichts miteinander zu tu haben. (auch "lächerlich"!)

  • 11
    3
    587977
    29.03.2018

    Die Gemüter sind erregt. Warum?

    Ich denke die 180 T? hin oder her sind "Peanuts" aus Sicht der Stadt. Die 27-28 Mio. Euro sind weg, ohne Nutzen. Das Stadion ist gerade mal so groß, dass es für eine hypothetische 2. Liga reichen würde, der Zuschauerschnitt ist auch nicht signifikant hoch gegangen. Jahrelang erzählt man was, dass das Stadion allein Leute anlockt und man es braucht - jetzt steht der Verein kurz vor der Pleite und kann sich keine 180 TEuro leisten, versteh wer will. Das ist doch für einen Verein, der einen Etat mit gechätzten 4 Mio. Euro hat kein Geld. Stellen Sie sich mal vor, sie würden nur 3% ihres Budgets für die Kaltmiete/Pacht ausgeben - welches Unternehmen oder Privatperson hat das schon?

    Alles hausgemacht.

    Aber die Stadt hat keine 100 TEuro für das Viadukt in Rabenstein. Lächerlich. Danke für Ihren Einsatz Frau Ludwig....

  • 7
    4
    Blackadder
    29.03.2018

    @malm: Würden die Spieler des CFC so gute Leistungen zeigen, wie man es bei Vertragsabschluss über das Stadion versprochen hat, würde kein Mensch mehr darüber reden.

  • 5
    4
    malm
    29.03.2018

    Die Ausgaben für den Stadionbau und die zugehörigen Pachteinnahmen sind nur ein Teil des kommunalen Haushalts, und im Vergleich zu anderen Positionen nicht mal ein großer.

    Es ist bei Durchsicht entsprechender FP Artikel ebenso leicht zu recherchieren, dass bei Budget- oder Ausgabendiskussionen fast ausschließlich auf das Stadion verwiesen wird. Damit ist auch leicht Stimmung zu machen. Dabei gäbe es ebenso eine Reihe weiterer Ansatzpunkte, die aber fast nie thematisiert werden.

  • 3
    2
    cn3boj00
    29.03.2018

    @acals: man muss hier nicht in Gesetze schauen oder die Stadtreinigung bemühen. Das Thema, um was es geht, ist doch die Frage, warum sich die Stadtverwaltung keine Gedanken macht, wie die Finanzierung weitergehen soll, wenn das eher wahrscheinliche eintritt, nach dem Motto: Augen zu! Man kann eben Geld nur einmal ausgeben. Das sei auch jenen Stadträten gesagt, die damals die Verantwortung übernommen haben und jetzt wohl abducken.

  • 5
    5
    malm
    29.03.2018

    Ich finde es nicht in Ordnung, Zusammenhänge zu behaupten, die so garnicht gegeben sind. Zumal dies regelmäßig in sehr einseitiger Richtung erfolgt.

  • 3
    6
    acals
    29.03.2018

    Zur Klaerung der Frage ob wegen kommunaler Ausgaben auf der einen Seite Ausgaben auf anderer Seite
    nicht zur Verfuegung stehen
    kann hier keine vollumfassende Klarheit hergestellt werden.

    Ein paar Fragen moegen helfen:

    Wer ist hoheitlich fuer Schulen verantwortlich?
    Hier hilft ein Blick in $22 Saechsisches Schulgesetz, welcher festlegt ...

    Wer bezahlt/investiert in Schulen?
    Auch das eine leicht zu recherchierende Faktenfrage: Eine Mischfinanzierung aus Land und Kommune.
    Das Rathaus traegt ja immer gerne wieder
    stolz das Banner vor sich her wieviel es in Schulen investiert. Na aber - das ist ja auch die Pflichtaufgabe.

    Zaehlen Turnhallen zu Schulen?

    Was ist keine kommunale Pflichtaufgabe?

    Kommt Chemnitz seinen kommunalen Pflichtaufgaben nach?
    Hier hilft das Stichwort Beraeumung von Strassen bei Schneefall und die Einigung von Stadtverwaltung, ASR
    und Grossvermietern. Leicht in der FO recherchierbar.

    Kann die Kommune beliebig viel Geld ausgeben?
    Nun ja, da wuerde ich sagen Nein, zumal eine LD darueber sitzt.

    Ich meine das hilft bei der Klaerung der Frage ob 30 Mio fuer den CFC einen nachhaltigen Nutzeffekt
    auf die Erhaltung der Turnhallenstruktur in Chemnitz hatten.

  • 5
    5
    Blackadder
    29.03.2018

    @malm: Bitte den Text von HHCL richtig lesen: es geht darum, dass der Stadt beim Abstieg des CFC Einnahmen durch Mietzahlungen verloren gehen können und dann kann es durchaus passieren, dass das Geld für die Sanierung von Schulturnhallen fehlt.

  • 9
    5
    cn3boj00
    29.03.2018

    @malm: das hat HHCL auch nicht behauptet. Er hat nur auf den Umstand hingewiesen, dass es eben unglich schwerer ist, in dieser Stadt Geld für den Turnhallenumbau bereitzustellen als für ein tolles Stadion eines Viertligavereins.
    Und es ist tatsächlich so: die Damen und Herren, die das Geldausgeben verantworten, tun so, als würde es noch ein Wunder geben, statt sich ernsthaft Gedanken zu machen wie es weitergehen soll. Und da bleibt zu eben wirklich zu befürchten, dass die Kommune weiteres Geld locker machen muss, welches dann irgendwo anders fehlt. Oder wird das einfach gedruckt?
    Traurig ist, dass wie immer Planlosigkeit herrscht, denn etwas anderes kann der Artikel mir nicht vermitteln. Dank der Euphorie des Bäckermeisters vor 5 Jahren hat man wohl nur an Aufstieg gedacht, und die Realität ausgeblendet, und das tut man heute noch.

  • 6
    10
    malm
    29.03.2018

    Lieber HHCL, es ist unwahr, dass wegen dem Stadionbau an der Sanierung von Schilturnhallen gespart wird.

  • 9
    7
    HHCL
    29.03.2018

    Es sei jedoch nicht angezeigt, so ein Rathaussprecher gestern, "derzeit darüber zu spekulieren".

    Doch! Es wäre sogar angezeigt gewesen vor dem Bau auch diesen Fall detailliert zu besprechen. Regionalliga ist beim CFC nun nicht so unwahrscheinlich, dass man darüber nicht hätte nachdenken müssen. Irgendwelche Einnahmen in Verträge zu schreiben, von denen es absehbar ist, dass diese im Fall X nicht gezahlt werden, kann sich auch nur ein steuerfinanzierter Eigentümer erlauben.

    Macht ja nix, dann vergammeln eben ein paar Schulturnhallen ein paar Jahre länger (https://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/In-welche-Schulturnhallen-das-meiste-Geld-fliessen-muesste-artikel10166890.php).

  • 4
    5
    acals
    29.03.2018

    Was soll dem werten und zahlenden Leser mit diesem Artikel gesagt werden?

    Zahlen: Sind bislang bekannt gewesen, soweit diese 2.-abwaerts Liga betrafen. Das in diesem Vertrag dann tatsaechlich eine Zahlung fuer die 1. Liga vereinbart wurde - darauf waere auch ein Kabarettist in kuehnsten Traeumen nicht verfallen. Insofern 100 Punkte von 100, denn so herzlich habe ich lange nicht mehr ueber Groessenwahnsin lachen koennen.

    Baumassnahmen: Herr Uhlig, Sie haben doch selber darueber berichtet, dass das alte Stadion in Stuecken verkauft wurde. Besonderes highlight war der Elfmeter- bzw. Anstosspunkt. Da der CFC auch damals nur Paechter war ging dieses Geld - ordnungsgemaess verbucht - natuerlich nicht an die Kommune/Steuerzahler als Eigentuemer sondern in die Kassen des CFC. Geblieben ist vom alten Stadion ... eh ... die schlecht funktionierende Rasenheizung. Insofern waere es zutreffender nicht als Umbau an sich, sondern als Erneuerung des Umbaus ueber die einzige Rasenheizung in kommunalen Besitz zu sprechen. Alternative: Neubau. Das haette ich geschrieben.

    Ligaklassigkeit: Das finde ich toll, denn es wird einfach nur notiert das nach einem Abstieg in die 4. Liga auch ein Abstieg in die 5. Liga erfolgen kann ... 100 Punkte

    Stadtverwaltung: Die wird sehr wohlwollen widergegeben ..."Lasst doch den CFC erstmal in Ruhe absteigen, dann schaun wir weiter ..." 100 Punkte

    Da aber ein Vertrag ein Vertrag ist, ist es muessig sich oeffentlich darueber gedanken zu machen. Es sei denn, man bereitet den Stuerzahler so langsam darauf vor, dass die letzte Unterstuetzungsmillionen fuer den CFC noch lange nicht geflossen ist.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...