Interview zur Innenstadtbebauung: "Da passiert nichts mehr"

Stadtumbau-Kritiker Sandro Schmalfuß über die Innenstadt-Entwicklung und die Rathaus-Pläne für den Brühl

8Kommentare
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    Interessierte
    14.05.2014

    Im Rathaus heißt es, die Bebauung des Innenstadt-Kerns ist abgeschlossen ...

    Ich sehe im Innenstadtbereich eigentlich immer noch ´fast alle` gleichen offenen Flecken , die es zu DDR-Zeiten auch schon gab und es sind sogar noch welche hinzu gekommen ...
    Es ist also keine ´großartige` Veränderung eingetreten bis auf die Häuser , die auf `schon bebaute` Grundstücke gebaut wurden , indem das dort Vorhandene weggerissen wurde ...
    Ist das vielleicht etwas schief gelaufen ?

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    Exilant
    14.03.2014

    Herr Schmalfuß hat vollkommen recht. Das kann es doch nicht mit der Innenstadtentwicklung gewesen sein. Da gibt es noch viel zu tun. Natürlich hat sich nach der Wende viel verbessert, aber bis zu einer richtigen Innenstadt, wie in anderen europäischen Städten, ist noch ein langer Weg. Es ist die Aufgabe der Stadtverwaltung und der städtischen GGG daran intensiv zu arbeiten.

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    Schwerhiorgleibleede
    13.03.2014

    Was heißt hier „offen bebaute Innenstadt „? Was hat Herr Schmalfuß am Zentrum auszusetzen? Ich finde man hat es seit der Wiedervereinigung ganz schön aufgebaut.
    Das fehlt noch, dass man den großen Parkplatz neben dem Tietz bebaut oder den am Getreidemarkt! Es ist sowieso schon furchtbar in Chemnitz einen Parkplatz zu kriegen.Es reicht, was wir an Zentrum haben! Man darf aus dieser Stadt nicht das machen, was sie nicht ist! Wir sind eben keine Metropole wie Leipzig oder Dresden!
    Immer wieder redet er davon Plattenbauten abzureißen.
    Geht´s noch?! Die Plattenbauten in der Stadt sind wunderbar saniert und bieten vielen Menschen ein zu Hause. Außerdem sind es Zeitzeugen einer Epoche, in der man den vielen Menschen, die Chemnitz damals noch hatte, einen dringenden, zeitgemäßen Ersatz für ihre zerbombten Häuser geben wollte. Sie stehen seit nunmehr fast 50 Jahren, und ich persönlich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ohne sie wäre. Sie gehören einfach zum Stadtbild!
    Außerdem: Herr Schmalfuß redet hier von „historischer Bebauung“. Kaum ein Chemnitzer kann sich heute noch an die historische Bebauung vorm Krieg erinnern. Für uns hat doch all das, was nach der Bombardierung ´45 aufgebaut wurde eine ganz eigene Geschichte. Das ist seit über 60 Jahren unser Chemnitz, unsre Heimat!
    Zu Karl-Marx-Stadt-Zeiten wurde andauernd irgendwas weggerissen und durch was Neues ersetzt.
    Jetzt wo all die DDR-Bauten, welche seit 40/50 Jahren das Zentrum prägen und ca. 70% der Innenstadt ausmachen, soll alles plattgemacht werden und durch „zeitgemäße“ Neubebauung ersetzt werden? Wenn wir alle 20 Jahre unsere Stadt runderneuern, werden wir nie eine historische Innenstadt haben. Die Bebauung des 19. Jahrhunderts und älter ist weg! Der größte Fehler, den wir jetzt machen können, ist das was zu DDR-Zeiten gebaut wurde einzustampfen!

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    Property
    13.03.2014

    Grundsätzlich stimme ich Herrn Schmalfuß in seiner Analyse zur Haltung der Stadt bei der Innenstadtentwicklung zu. Dennoch halte ich es für übereilt vorzeitig zu urteilen, ohne nicht wenigstens einen Blick auf die Rahmenbedingungen, mit denen sich die Stadt auseinanderzusetzen hat (Demographischer Wandel, Fachkräftemigration, schlechte Bonität bei der Kreditvergabe), zu werfen. Die von Herrn Schmalfuß aufgegriffenen Szenarien sind gegenwärtig und wohl auch zukünftig nicht realiserbar, auch nicht durch teure Marketingaktionen. Wo es keine Nachfrage gibt, kann keine künstlich erzeugt werden. Was mich aber am meisten bei der Debatte um die Innenstadtentwichlung stört ist, dass immerzu der Eindruck erweckt wird, als gäbe es nur das Instrument des Städtebaus um Urbanität zu erzeugen. Dabei vergessen die meisten, dass auch soziokulturelle Faktoren eine gewichtige Rolle spielen. Jeder der Universitätstädte wie Freiburg, Heidelberg oder Tübingen kennt weiß, was damit gemeint ist. Aber auch andere Potentiale wie Experimentierfreudigkeit, Kreativität oder Tradition u.a. können zu einer lebendigen Innenstadt und darüber hinaus auch für die gesamte Stadt beitragen. Hier hat die Stadt meines Erachtens viel mehr noch nachzuholen.

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    Ickerbocker
    12.03.2014

    Herrn Schmalfuß kann man nur zustimmen. Die Stadt hat sich sukzessive von einer Entwicklung des Zentrums verabschiedet, traurig aber wahr.

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    Schwerhiorgleibleede
    12.03.2014

    Also mal ehrlich! Was heißt hier „offen bebauten Innenstadt „? Was hat Herr Schmalfuß am Zentrum auszusetzen? Ich finde man hat es seit der Wiedervereinigung ganz schön aufgebaut.
    Das fehlt noch, dass man den großen Parkplatz neben dem Tietz bebaut oder den am Getreidemarkt! Es ist sowieso schon furchtbar in Chemnitz einen Parkplatz zu kriegen. Am besten wohl noch den riesigen Parkplatz an der Augustusburger Straße mit einem geschmacklosem Neubaukomplex vollstopfen, wie? Es reicht, was wir an Zentrum haben! Wir sind hier keine Metropole wie Leipzig oder Dresden!
    Immer wieder redet der selbsternannte Chemnitz-Experte davon Plattenbauten abzureißen.
    Geht´s noch?! Die Plattenbauten in der Stadt sind wunderbar saniert und bieten vielen Menschen ein zu Hause. Außerdem sind es Zeitzeugen einer Epoche, in der man den vielen Menschen, die Chemnitz damals noch hatte, einen dringenden, zeitgemäßen Ersatz für ihre von den Amis zerbombten Häuser geben wollte. Sie stehen seit nunmehr fast 50 Jahren, und ich persönlich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ohne sie wäre. Sie gehören einfach zum Stadtbild!
    Außerdem: Herr Schmalfuß redet hier von „historischer Bebauung“. Kaum ein Chemnitzer kann sich heute noch an die historische Bebauung vorm Krieg erinnern. Für uns hat doch all das, was nach der Bombardierung ´45 aufgebaut wurde eine ganz eigene Geschichte. Das ist seit über 60 Jahren unser Chemnitz, unsre Heimat! Und es ist mittlerweile ebenfalls historisch!
    Zu Karl-Marx-Stadt-Zeiten wurde andauernd irgendwas weggerissen und durch was Neues ersetzt.
    Jetzt wo all die DDR-Bauten, welche seit 40/50 Jahren das Zentrum prägen und ca. 70% der Innenstadt ausmachen, soll am besten alles plattgemacht werden und durch „zeitgemäße“ Neubebauung ersetzt werden. Wenn wir alle 20 Jahre unsere Stadt runderneuern, werden wir nie eine historische Innenstadt haben. Die Bebauung des 19. Jahrhunderts und älter ist weg! Der größte Fehler, den wir jetzt machen können, ist das was zu DDR-Zeiten gebaut wurde einzustampfen!

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    Pixelghost
    12.03.2014

    Und da wird es bald einen 2. geben, an der Ecke Wolgograder Allee/ Chemnitzer Straße :-)
    Man kann nur hoffen, dass dann auch der Asphalt in Richtung Fritz-Fritzsche-Str. und darüber hinaus erneuert wird und die Pausenhuggl mal weg gemacht werden.

    Der Kreisverkehr ist doch lustig. Vor allem dann, wenn Fußgänger die Zebrastreifen nutzen...

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    gelöschter Nutzer
    12.03.2014

    Es reicht.
    In der Innenstadt sind genügend sinnlose Protzbauten und häßliche Parkhäuser entstanden. Die Straße der Nationen wurde zum x-ten Male neu gepflastert.
    In den Wohngebieten verkommt und verdreckt alles.
    Wenn es doch einmal eine überfällige Aktivität gibt, kommt ein Kreisverkehr a la Schreiter-Straße heraus.



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