Parkeisenbahn: Ein Vorhaben steht auf dem Abstellgleis

Nächste Woche beginnt die Saison. Während eine Idee nicht mehr verfolgt wird, soll mit einem neuen Projekt den Gästen die Fahrt erleichtert werden.

Schloßchemnitz.

Ab 22. März rollen die Loks der Chemnitzer Parkeisenbahn wieder durch den Küchwald. Am Tag der Saisoneröffnung können alle Gäste kostenlos mit der Lok fahren, verspricht der kaufmännische Geschäftsführer, Dietmar Holz. Bereits diesen Samstag bittet er die Chemnitzer ab 9 Uhr zum Frühjahrsputz. Aus den Gleisen müsse Laub entfernt und die Eisenbahnen auf Hochglanz poliert werden, sagt der 58-Jährige. Alle Helfer sollen mit einer Mahlzeit vom Grill und einer Freikarte belohnt werden.

Neben altbewährten Veranstaltungen wie dem Osterhasenkinderfest am Karfreitag, dem 14. Ballonfest, das am Himmelfahrtswochenende auf der Küchwaldwiese stattfinden wird, und dem Maskottchentreffen am 3. Oktober steht bei Holz noch ein größeres Projekt auf dem Programm: Er will die 2,3 Kilometer lange Strecke der Parkeisenbahn um 250 Meter bis zur Leipziger Straße erweitern. Vom Chemnitzer Modell, das eine Straßenbahnlinie über die Leipziger Straße nach Limbach-Oberfrohna vorsieht, sollen auch seine Fahrgäste profitieren, sagt er. Er wünsche sich eine Haltestelle in Höhe des Wasserturms, die Straßenbahnen und Parkeisenbahn gemeinsam nutzen können.

Gleichzeitig sei das schon seit Jahrzehnten bestehende Vorhaben, die Parkbahnstrecke bis zum Parkplatz am Eisstadion auszubauen, kein Thema mehr. "Auf uns wären Kosten zugekommen, die wir nicht hätten stemmen können", sagt Dietmar Holz. "Die Strecke hätte zweigleisig um 1,4Kilometer erweitert werden müssen", ergänzt der technische Geschäftsführer, Matthias Dietel. "Je nach Bodenbeschaffenheit kostet ein Meter Gleis um die 1000 Euro." Zur nun geplanten kürzeren Streckenerweiterung, die mit rund 500.000 Euro veranschlagt werde, habe Holz bereits mit dem Grünflächen- und Tiefbauamt gesprochen. "Noch ist aber nichts in Sack und Tüten", ergänzt er.

Auch der Umbau des Bahnhofsgebäudes stehe auf dem Plan, sagt Dietmar Holz. "Wir haben alle Genehmigungen und eine Fördermittelzusage." Wann mit dem Bau begonnen werden könne - ursprünglich war der vergangene Herbst geplant -, wisse er jedoch nicht. "Die Stadt hat jetzt erst einmal einen Architekten beauftragt", ergänzt er.

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