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An der Montessori-Schule organisieren die Mädchen und Jungen das Reinigen der Klassenräume selbstständig. Das eingesparte Geld kommt den jeweiligen Klassenkassen zugute.

Foto: Katharina Kästel-Sasse/Montessori-Schule

So sauber kann Schule sein

Die Schülerfirma zweier Montessori-Klassen ist mit einem Bildungspreis geehrt worden. Die Idee für das Projekt war eher aus der Not geboren.

Von Denny Mayer
erschienen am 21.04.2017

Yorckgebiet. Als vor fast sechs Jahren die Schülerfirma der Montessori-Mittelschule gegründet wurde, hätte sich vermutlich niemand der mittlerweile 50 Mitglieder vorstellen können, dass ihre Unternehmensidee einmal einen Preis gewinnen wird. Diese Woche wurde es dann aber Realität: Die Schülerfirma mit dem Namen "Holunder" ist Primus-Preisträger des Monats April und erhält 1000€Euro. Dabei hat sie sich gegen 22 andere Bewerber aus ganz Deutschland durchgesetzt. Der Reinigungsservice, den die 10- bis 15-jährigen Schüler betreiben, entstand vor sechs Jahren allerdings mit ganz anderen Absichten.

In der damals fünften Klasse der Schule gab es ein Müllproblem: "Die Schüler haben Unordnung gemacht, und danach wurde das Problem thematisiert", erinnert sich Lehrerin Katharina Kästel-Sasse, die heute zugleich Betreuerin der Schülerfirma ist. Schnell sei die Frage aufgekommen, ob man das Müllproblem nicht selbst lösen könne. "Ein damals 12-jähriger Schüler war es, der den Anstoß für die Schülerfirma gab", so Kästel-Sasse. Schnell fanden sich weitere Helfer - und Holunder war geboren. Mit 24 Mädchen und Jungen startete die Firma dann ihr Vorhaben, alle Räume der Schule selbst zu säubern. Organisiert wird die kleine Reinigungsfirma großteils von den Schülern selbst. Sie teilen sich in Gruppen ein und sind verantwortlich für die Säuberung der Fach- und Klassenräume der Schule. "Selbstständigkeit und Organisationstalent sind wichtige Werte, die den Schülern vermittelt werden sollen", erklärt die Firmenbetreuerin. Für die Jugendlichen sei es dabei eine "Selbstverständlichkeit, diese Arbeiten zu übernehmen". Die Älteren leiteten die Jüngeren an, berichtete die Lehrerin. Mit den Erlösen - die Schulleitung bezahlt die Schülerfirma - wird die Klassenkasse aufgestockt, damit neue Lehrmaterialien gekauft werden können oder als Unterstützung für finanziell schlecht gestellte Familien bei Jugendherbergsfahrten.

Der Primus-Preis wird seit 2013 von der Berliner Stiftung Bildung und Gesellschaft vergeben. Träger der Stiftung ist ein Verband, der 3000 Mitglieder vertritt - Konzerne, mittelständische Unternehmen und Privatpersonen. Der Primus-Preis wird monatlich an Initiativen vergeben, die sich um die Lösung eines Problems im Bildungssystem bemühen. Jedes Projekt, das einen Preis erhält, qualifiziert sich automatisch für den mit 5000 Euro dotierten "Primus des Jahres".

 
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