Wasserpfeifenduft auf dem Adventsmarkt

Orientalische Angebote bereicherten erstmals die Veranstaltung im Rittergut Niederfrohna. Das Ambiente regte Politiker zum Nachdenken an.

Niederfrohna.

Ein Vierseithof mit einer großen Kastanie in der Mitte, ein gutes Dutzend Stände und Buden, Lagerfeuer flackern, Turmbläser spielen, eine orientalische Höhle lädt zum Wasserpfeiferauchen ein, alles ist hübsch geschmückt - kurzum: Es ist idyllisch. Dieses Ambiente ist es, das den Adventsmarkt im Rittergut Niederfrohna ausmacht.

"Das gibt es sonst einfach nirgendwo. Alle anderen Märkte sind groß und anonym", sagte Besucher Hartmut Meier. "Es ist einfach mal etwas anderes und man merkt, dass hier Menschen Hand angelegt haben, die für die Sache brennen und dem Ort etwas Gutes tun wollen", fügte Besucherin Ina Döring hinzu.

Auch das gemeinsame Weihnachtsliedersingen kam bei den Gästen gut an. "Es ist schön, dass noch Veranstaltungen stattfinden, wo es nicht nur Musik aus der Dose gibt", kommentierte Knut Förster. Der Oberfrohnaer war das erste Mal zum Adventsmarkt in Niederfrohna und begeistert vom Ambiente. "So etwas bräuchte Limbach auch", sagte er. Und spontan fiel ihm der passende Ort dafür ein: der Rathaushof.

Der würde sich dazu auch durchaus eignen, entgegnete Limbach-Oberfrohnas Oberbürgermeister Jesko Vogel, der am Samstag ebenfalls zu den Gästen in Niederfrohna zählte. "Doch dann müsste man den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt weglassen, sonst wäre der Aufwand einfach zu groß", erklärte er. Beim letzten Adventsmarkt im Rittergut 2013 gehörte Vogel selbst zu den Organisatoren - er verkaufte an einem Stand Crêpes und selbst gemachtes Quittengelee.

Auch Niederfrohnas Bürgermeister Klaus Kertzscher schwärmte am Samstag vom Ambiente des Marktes. "So etwas ist nur in kleinen Orten möglich. In Großstädten kommt selten ein derartiges Flair auf", sagte er. Das sei ein Grund mehr für ihn, Gemeinden wie Niederfrohna zu erhalten. "Natürlich ist auch eine rege Vereinstätigkeit für so ein Spektakel notwendig. Aber die gibt es bei uns", betonte Kertzscher.

Neu waren in diesem Jahr die Öffnungszeiten - bereits am Freitag ging der Markt los - und eine gemütliche Höhle, in der es orientalisches Essen und Shishas gab. An beiden Tagen zählte der Kulturverein, der das Ganze organisierte, insgesamt etwa 2000 Besucher. "Wir sind glücklich über die gute Resonanz und die tolle Stimmung", sagte Claudia Elsner vom Verein. 2019 soll es den nächsten Adventsmarkt im Rittergut geben.

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