Amerika-Tierpark schafft Platz für Mähnenwölfe

Mit einem Arbeitseinsatz bereitet der Förderverein der Einrichtung den Bau eines Geheges vor. Nicht nur alte Gartenlauben müssen dafür weichen.

Limbach-Oberfrohna.

Am heutigen Samstag lädt der Tierparkförderverein zu einem Arbeitseinsatz in die Anlage am Stadtpark ein. Ab 8.30 Uhr steht dabei ein Frühjahrsputz auf dem Programm. Die Teilnehmer jäten Unkraut, schneiden Pflanzen zurück, entfernen Wildwuchs und reinigen Geländer. Die Watvögel im Pinguinland sollen künftig ihrem Namen alle Ehre machen und durch ein Schlammgemisch waten können. Dazu soll am Samstag ein Badebecken in die Anlage gesetzt werden, erklärt Klaus Eulenberger, der Vorsitzende des Fördervereins, der beim Arbeitseinsatz selbst mit Hand anlegt.

Kraft und Ausdauer wird ein neues Großprojekt fordern, das am Wochenende seinen Anfang nimmt. Als weiteres Element des Amerika-Tierparks soll es künftig eine Mähnenwolfanlage geben. Das insgesamt etwa 500 Quadratmeter große Areal soll teilweise auf einem Gelände errichtet werden, auf dem sich bis jetzt noch eine Handvoll verfallene Gartenlauben befindet. "Die müssen am Samstag abgerissen und abtransportiert werden", informiert Klaus Eulenberger. Zusätzlich zum Abriss der Hütten müssen wertvolle Eiben ausgegraben und an anderer Stelle neu verpflanzt werden, um Baufreiheit zu schaffen, ergänzt er.

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Wenn alles nach Plan läuft, soll in diesem Jahr noch die Bodenplatte für das Wolfsgehege gelegt werden. Vorgesehen ist ein Holzhaus mit zwei Abteilen und einem Vorgehege für insgesamt zwei Tiere - entweder zwei Männchen oder zwei Weibchen. Eine Zucht sei im Limbacher Tierpark vorerst nicht geplant, so Eulenberger, dafür bräuchte es eine größere Anlage. Im Unterschied zu Wölfen leben und jagen Mähnenwölfe nicht im Rudel. Männchen und Weibchen teilen sich zwar ein Revier, halten aber außerhalb der Paarungszeit meist Abstand voneinander.

Woher die Wölfe für den Amerika-Tierpark kommen, sei noch nicht ganz klar. "Fest steht, dass sie aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm stammen und wir damit einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leisten", erläutert der Tierarzt und Vereinsvorsitzende. Ihre Heimat haben die hochbeinigen und schlanken Mähnenwölfe in den mittleren südamerikanischen Regionen um Brasilien, Paraguay und Argentinien. Sowohl den Abriss der Gartenlauben als auch den Neubau der Mähnenwolfsanlage realisiert der Tierparkförderverein aus eigenen finanziellen Mitteln. Etwa 35.000 Euro soll das Ganze kosten.

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