Autofahrer unter Drogen gestoppt

Den Betroffenen drohen Bußgeld und Fahrverbot

Eine Geldstrafe von jeweils bis zu 1500 Euro und ein Fahrverbot zwischen einem Monat und drei Monate drohen den sechs Autofahrern, die die Polizei am Sonntag in Chemnitz kontrollierte, und die offenbar unter Drogeneinfluss unterwegs waren. Als unmittelbare Konsequenzen wurden für sie eine Blutentnahme angeordnet und Anzeige wegen Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel erstattet.

Zunächst hatten Polizisten gegen Mittag auf der Augustusburger Straße den 37-jährigen Fahrer eines VW kontrolliert. Ein Drogenvortest bei dem Mann reagierte positiv auf Amphetamine. Das gleiche Ergebnis zeigte der Vortest bei einem 38-Jährigen, der am Nachmittag mit einem Opel auf der Clausstraße angehalten wurde. An der Uhlandstraße stoppten Polizisten gegen 16 Uhr einen Toyota. Dessen 22-jähriger Fahrer stand offenbar unter dem Einfluss von Cannabis. Bei einem kurz darauf auf der Wittgensdorfer Straße kontrollierten 44-jährigen Audi-Fahrer schlug der Drogenvortest positiv auf Metamphetamine an. Am Abend zogen Polizisten auf der Lessingstraße einen VW aus dem Verkehr, dessen 25-jähriger Fahrer laut Vortest offenbar unter dem Einfluss von Cannabis und Kokain stand. Schließlich kontrollierten Beamte gegen 22 Uhr auf der Adelsbergstraße noch einen Trabant. Ein mit dem 23-jährigen Fahrer durchgeführter Drogenvortest verlief positiv auf Amphetamine.

Das Feststellen und Unterbinden derartiger "Drogenfahrten" ist nach Polizeiangaben ein wesentlicher Bestandteil zur Bekämpfung der Unfallursache "Fahren unter Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss". Die Einnahme von Betäubungsmitteln hat demnach Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit, insbesondere auf das Reaktions- und Konzentrationsvermögen. "Verkehrssituationen werden folglich möglicherweise falsch eingeschätzt oder auch das eigene Fahrvermögen überschätzt. Unfälle mit schweren Schäden für den Fahrer selbst sowie andere Verkehrsteilnehmer können die Folge sein", so die Polizei. (gp)

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