Bäume fällen wird schwieriger - Was laut Baumschutzsatzung ab nächste Woche in Chemnitz gilt

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Genehmigungen, Schutzvorschriften, Stammumfänge: Ab dem 1. März wird es schwieriger, Bäume zu fällen.

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1717 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    lupus
    14.03.2021

    nachgelesen
    Eichelhähers Nachbarn reißen gesunde Bäume aus.
    Unglaublich! Was müssen das für Hünen sein.

  • 4
    5
    MuellerF
    01.03.2021

    " Man wird sich als Grundstücksbesitzer zukünftig überlegen, ob man einen Baum so groß werden lässt, das er unter die Satzung fällt."

    Es gibt ja auch Bäume, die gar nicht so hoch & dick werden, dass sie unter die Satzung fallen. Da muss man sich halt überlegen, was man pflanzt.
    Dass die Art der nachzupflanzenden Bäume vorgeschrieben ist, wird hier zumindest nicht erwähnt. Bei Obstbäumen zB gibt es mittlerweile Züchtungen, die nur wenig verzweigt & auch nicht so hoch wachsen wie frühere Varianten.

  • 5
    10
    Steuerzahler
    28.02.2021

    @Lexisdark: ich wusste gar nicht, dass das ein Kriterium für gesetzliches Handeln der öffentlichen Verwaltung ist! Aber oftmals könnte man subjektive Beweggründe sehr stark vermuten, was im Übrigen auch problemlos zu beweisen ist. Der Beispiele gibt es genug. Und wie kommen Sie darauf, dass ich ungebührlich in den Wald der Verwaltung rufe? Oder gehören Sie zu denen, bei welchen das Einfordern der Rechte schon Renitenz ist?

  • 9
    6
    Lexisdark
    28.02.2021

    @steuerzahler da steht übrigens nicht pauschal 5 neue Bäume, sondern bis zu. Wir hatten vor der ab morgen auslaufenden Regelung eine Fällgenemigung für zwei Fichten, die zu dicht neben Abwasserschächten gewachsen sind. Da wurde sogar auf Neupflanzung verzichtet. Wer natürlich auf Krawall gebürstet ist, kann Pech haben.

  • 29
    9
    Steech
    28.02.2021

    2016 sind bei mir alle Bäume gefallen... Faul, gefährlich für die Öffentlichkeit, bis zu 23m hoch... Insgesamt waren es 13/14 Bäume. Die hatten ausgedient. Lediglich 8 neue sind dazu gekommen. Davon 4 Nordmanntannen. Und eine Streuobstwiese und dazu noch eine Wildblumenwiese.

    Und wenn ich eins nicht habe, dann ist es schlechtes Gewissen... Bäume haben ihren Zyklus und gut. Für alles weitere ist der Forst zuständig. Und die Satzungen behalte ich immer im Blick. Bis auf die Blutbuche fliegt hier alles wieder um bevor die Kommune wieder ihre Hand drauf hat. Frag mich was das hier werden soll. Auf den paar Quadratmetern rette ich die Welt nicht. Der Garten ist naturnah angelegt und das langt. Alles andere ist Aktionismus oder einfach der persönliche Geschmack oder Wille der Eigentümer. Und das ist auch richtig so.

    Manchmal hab ich das Gefühl dass gerade die, die am wenigsten mit Bäumen zu tun haben das größte Palaver hier präsentieren.

  • 37
    8
    ah88985
    28.02.2021

    Die Regelung wird vor allem eines bewirken: Man wird sich als Grundstücksbesitzer zukünftig überlegen, ob man einen Baum so groß werden lässt, das er unter die Satzung fällt. Unsere 3 Silberfichten mit jeweils 40cm Stammdurchmesser, gepflanzt von Vorbesitzer, liegen jedenfalls seit letzter Woche in der Horizontalen. War so nicht geplant, aber bevor ich zukünftig den halben Garten als Ausgleich aufforsten muss, bitteschön Herr Umweltminister.

  • 32
    9
    1371270
    28.02.2021

    Bürokratiemonster und reine Schikane für den Normalbürger. Wer ohne ideologische Scheuklappen durch die Siedlungen, Kleingärten und Parks gegangen ist, kann doch wirklich nicht erkennen, dass dort in den letzten Jahren Kettensägen-Massaker stattgefunden haben. Jeder Grundstückseigentümer und Kleingärtner ist doch schon aus eigenem Interesse bestrebt, sein Grundstück in Ordnung zu halten.
    In meiner Siedlung, die vor 25 Jahren angelegt wurde, sind inzwischen einige Bäume bereits so groß, dass sie stören und auch entfernt werden müssen. Das heißt doch nicht, dass alles platt gemacht wird. Es wächst auch immer wieder genügend nach. Aber nun braucht man für jeden abgeschnittenen Ast (etwas übertrieben) eine extra Genehmigung. Es lebe die Bürokratie!
    Kein Wunder, dass die Stadt Chemnitz 4500 Angestellte braucht!

  • 19
    7
    Lisa13
    28.02.2021

    @eichelhäher65
    Ich lache mich gleich schlapp , hier den Essigbaum zu nennen ...wenn Sie ein Grundstück haben ...ich kann Ihnen sicher , kostenlos 50 junge Bäume, der Marke , Essigbaum geben ...denn woher die Bäume kommen, keine Ahnung ...aber es wuchert den Garten zu ... und bei Tannen , Sie meinen sicher Fichten , ja da ist der Käfer drin ...die müssen so schnell als möglich gefällt und entsorgt werden ...

  • 27
    3
    Steuerzahler
    28.02.2021

    @Lexisdark: Sie können beruhigt sein! Ich habe für jeden Baum, den ich aus triftigen Grund und manchmal auf städt. Anordnung fällen musste, eine Nachpflanzung vorgenommen. Allerdings nicht 5 für einen Baum, sondern so, dass das Grundstück sowohl grün als auch wohnlich und ansehnlich war. Im Übrigen ist die Zahl 5 eh nur festgelegt, um die Grundstücksbesitzer abzukassieren, weil es auf den meisten Grundstücken gar nicht möglich ist, für 3 gefällte 15 Neue anzupflanzen. Da entwickelt sich die angeblich Kostenfreiheit der Genehmigung durch die Hintertür zur Abzocke. Im Übrigen darf ich Ihnen noch verraten, dass ich Jahr für Jahr von vielen städtischen, schlecht gepflegten Bäumen viele Kubikmeter Laub und abgebrochene Äste auf meine Kosten entfernen darf, die zudem auf Grund des Zustandes mein Eigentum bedrohen. Wie war das doch? Eigentum verpflichtet, aber nur bei manchen Privaten!

  • 63
    14
    Auriga
    27.02.2021

    Gibt es auch Grundstücksbesitzer die diese Reglementierung begrüßen? Oder ist das nur wieder so an Anliegen von Leuten, die keinen einzigen Baum ihr eigen nennen, aber anderen unbedingt Vorschriften auferlegen wollen, um ihr eigenes Umweltgewissen zu beruhigen. Kauft euch bitte selber ein Grundstück und pflanzt Bäume!

  • 42
    16
    Lexisdark
    27.02.2021

    @eichelhäher65 Das Spiel kenne ich seitens meiner Nachbarn. Zur selben Zeit eingezogen, nach einem Jahr schon das erste Mal meckern wegen Nadeln. Von Bäumen, die dort schon 50 Jahre stehen. Und die frisch gepflanzte Koniferenhecke wächst da auch nicht wie erwartet, das ging - erfolglos - vor Gericht. Zum Glück darf niemand fremdes Eigentum entfernen oder beschädigen. Schützen zum Glück schon.

  • 44
    39
    Eichelhäher65
    27.02.2021

    Sehr gut, unsere Nachbarn reißen gesunde Bäume heraus, Tanne, Essigbaum ect., einfach - aus unserer Sicht- aus Langeweile ! Auch von uns verlangten sie schon Bäume herauszureißen, gesunde bzw. welche, die wir wieder aufgepäppeln konnten. Manchen ist die Natur, die Vögel, die Insekten einfach egal !

  • 20
    6
    Dackel
    27.02.2021

    In diesem Artikel wird davon berichtet, dass Chemnitz eine neue Baumschutzverordnung hat. Mich würde interessieren, gilt diese nur für Chemnitz oder hat wieder jede Gemeinde seine eigenen Vorschriften.

  • 47
    12
    Lexisdark
    27.02.2021

    @steuerzahler Ich habe nur dann einen Baum fällen oder beschneiden lassen, wenn es Sturm oder Schnee erforderlich gemacht haben. Oder ein Baum abgestorben ist. Und dann wurde auch mindestens ein Baum nachgepflanzt, keine Blaufichte wie ursprünglich, aber Weißtanne, Blutbuche, Lärche oder Hainbuche. Dazu als Sträucher Kornelkirsche, Schlehen und Salweide. Und Sie so?

  • 54
    10
    fnor
    27.02.2021

    Mich würde interessieren wie viele Bäume vorsorglich gefällt wurden, um der Satzung zuvor zu kommen. Es gab einige, die lieber jetzt noch schnell gefällt wurden, weil es unter der Satzung eventuell nicht mehr möglich wäre. Man hat lieber noch etwas mehr beseitigt, obwohl der Baum aktuell nicht stört aber später ggf. Genehmigungs-Probleme bereitet. Neupflanzungen hemmt es auch, weil man ggf. sich ein Problem in den Garten pflanzt. Mit der neuen Satzung sind Fällungrn "vorallem bei genehmigten Bauvorhaben weiter erlaubt". Das war und bleibt also der Hauptgrund für das Verschwinden der Bäume. Wie solche Ersatzpflanzungen aussehen, hat man zuletzt am ACC gesehen. Tausche großen Baum gegen kleinen heißt dabei das Motto und bringt nichts. Vorallem bei Baumaßnahmen sollte man kritisch hinterfragen, ob Fällungen nötig sind. Z.B. beim Wohnbauprojekt "Gärten an der Neefestraße" steht kaum noch ein Baum. Die Satzung verfehlt das Ziel. Bauen mit und um alte Bäume, sieht besser aus und bringt mehr.

  • 70
    26
    Steuerzahler
    27.02.2021

    @ Lexisdark: Dann wäre es doch Zeit, dass Sie auf Ihrem eigenen Grundstück Bäume pflanzen! Oder geht es nur darum, dass andere Pflichten haben? Aber immerhin verhindert das den Stellenabbau im Grünflächenamt, aber leider nicht bei denen, die das eigene städtische Grün bewirtschaften, was entsprechend aussieht!

  • 50
    70
    Lexisdark
    27.02.2021

    "Unmut hatte vor allem der Haus- und Grundbesitzerverein geäußert. "Da wird so getan, als ob die Eigentümer in den vergangenen Jahren massenweise Bäume umgelegt hätten", kritisiert Christian Westerhausen, der im Vorstand der Chemnitzer Ortsgruppe des Verbandes sitzt. "
    Ich konnte mir das live ansehen, früher habe ich durch die Bäume meiner Nachbarn keine Aussicht gehabt. Inzwischen ist alles an Nadelbäumen, Koniferen und Birken weg. Allein im Umkreis von 500 Metern sind mehrere Dutzend gefällt worden, wenige waren krank. Und ebenso selten wurde nachgepflanzt. Insofern begrüße ich die neue Regelung.