Chemnitzer OB Ludwig: "Eine gespaltene Stadt sehe ich nicht"

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Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig spricht im Interview mit "Freie Presse" über ihre 14-jährige Amtszeit, ihren holprigen Start, erfolgreiche Projekte, die größte Niederlage und über ihre anstehende Auszeit.

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2828 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    3
    ArndtBremen
    26.10.2020

    @lax123: Es gibt integrierte und nichtintegrierte Menschen in dieser Stadt. Es gibt in dieser Stadt auch respektlose Menschen. Sie zum Beispiel.

  • 7
    9
    lax123
    26.10.2020

    Franzudo - Staatsversagen, ich bitte Sie. Das einzige Versagen ist es, Sie und ihresgleichen bisher nicht genügend belehrt und integriert zu haben. In einer toleranten und weltoffenen Kultur sind vor dem Gesetz alle gleich.
    Nur sie begreifen nicht, dass die Unterscheidung zw. Deutschen und Nichtdeutschen hinfällig ist. Absurd!
    Protestieren sie auch in dieser Form, wenn wieder mal ein Deutscher ein Verbrechen begeht? Bei allem Respekt vor dem Opfer - genau solche Einstellungen wir Ihre nützen niemanden.
    Her mit dem roten Daumen, ihr nichtintegrierten N. :)

  • 8
    7
    ArndtBremen
    26.10.2020

    @Moleman: Die Kanzlerin höchst selbst sprach von Mord. Ist die jetzt auch ein Nazi?

  • 6
    8
    Moleman
    25.10.2020

    Ich bin zwar gerührt ob der Aufmerksamkeit, denn die ist der peerage des kleinen Mannes, jedoch verstehe ich nicht was die Einlassungen des berliner Innensenator mit mir zu tun haben. Ich sehs jedenfalls genauso wie dargelegt. Bezogen auf den konkreten Fall. Zur interviewenden Zeitung und deren Niveau hülle ich mich an der Stelle besser in schweigen.
    Mit Marginalien wie dem qualitativ unterscheidbaren Verhältnis Gewaltaffine/Demokraten oder dem demoaufruf der, in nur einem der Fälle, eine klare Abgrenzung zu Antidemokraten enthält, sowie dem Fakt das eine demo von einem kriminellen Faschisten angemeldet, die andere von breitem bürgerschaftlichen Engagement getragen wurde(welche welche war überlasse ich ihrem detektivischen Spürsinn) möchte ich Sie zu so später Stunde ungern behelligen. Dürfte eh nicht in die blaune bubble vordringen.
    Befremdet bin ich jedoch, das wir uns in Sachen Textverständnis auf dem 5. Klasse level zu bewegen scheinen

  • 6
    5
    gelöschter Nutzer
    25.10.2020

    Danke für die Vertiefung. Aus meiner Sicht liegt genau da das Missverständnis. Das deutsche Grundgesetz gilt für deutsche Staatsbürger. Asyl gibt es für Asylbeduerftige, aber nicht für Migranten und nicht für Fluechtlinge. Da gelten andere Regeln.
    Der Fall D.H. ist ein Symbol für das Staatsversagen. Ein Mensch, der weder hier sein dürfte noch hier bleiben dürfte, ersticht einen Deutschen. Abgesehen von allen kulturellen Differenzen, die Schuld trägt hier ein Staat, der nichts regelt, weder das Aufenthaltsrecht, noch Einwanderung/ Migration, noch Integration.
    Am Ende gibt es einen Toten und diesen Staat, der alles und vor allem seine Unfähigkeit unter den Teppich kehren will.
    Das kann nicht sein. Das darf nicht sein. Denn der Staat sind wir alle.

  • 8
    10
    Moleman
    25.10.2020

    Wäre ganz schön wenn sie mir nichts in den Mund legten. Danke. Und ich stehe zumindest nicht aufs Kriegsfuß mit der Ordnung "für die ich vor 30 jahren auf die Straße gegangen bin". Ein Totschlag ist für mich genau das, kein grund für eine Demo und auch kein Mord. Stichwort Rechtsstaat usw. Über die Gründe für diese Aussage unseres geschätzten MP's kann ich nur spekulieren. Mir würden auf Anhieb 2 einfallen die gleichzeitig das Auftreten einer Hetzjagd nicht ausschließen.
    Was ich an der Stelle allerdings nicht verstehe: Eingriffe in eigene Grundrechte nehme ich unter konkreter Inkaufnahme, der gefährdung vulnerabler Personen nicht hin. Gleichzeitig fordere ich die Aussetzung des Grundgesetzes für Geflüchtete und einer abstrakten Gefahr zu begegnen. Ich glaube eher dieses Weltbild is fragwürdig in seinem Mangel an rudimentärer Konsistenz.
    Wobei ich dabei weniger Sie konkret im Sinn habe, ermangels Wissen zu Ihren Positionen

  • 7
    8
    mops0106
    25.10.2020

    @Moleman: Zu Ihrer Demo-"Logik":

    https://www.morgenpost.de/berlin/article215598253/Geisel-Kein-Problem-mit-Radikalen-zu-demonstrieren.html

    "Bei der Berliner #Unteilbar-Demo liefen auch Linksradikale und Mitglieder der Grauen Wölfe mit. Der Innensenator bleibt gelassen.

    Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht kein Problem darin, an Straßendemonstrationen teilzunehmen, bei denen auch Extremisten mitlaufen. Das sagte er im Rahmen der Fragestunde der Plenardebatte im Abgeordnetenhaus mit Blick auf die „Unteilbar“-Demo vom vergangenen Sonnabend. „Wenn ich als Demokrat gefordert bin, gehe ich auf die Straße“, sagte Geisel. „Und ich lasse mich nicht davon hindern, dass auch Ex­tremisten die Möglichkeit nutzen, dort ihre Meinung zu sagen.“

  • 9
    7
    ArndtBremen
    25.10.2020

    @Moleman: Ihrer Logik folgend, müsste der sächsische Ministerpräsident also auch ein Nazi sein, da er die "Verfolgungsjagden" leugnet? Ihr Weltbild ist schon bissel fragwürdig.

  • 14
    19
    Moleman
    25.10.2020

    Das sich die überwiegende Mehrheit, selbst in Chemnitz, nicht mit dem mob verbunden fühlt den ich damals auf der Strasse bewundern durfte haben einige immer noch nicht gerallt. Ich würde sogar sagen Frau Ludwig hätte das Problem das Chemnitz(backstreet noise, nsu, hoonara etc.) mit Rechtsextremen hat gern noch deutlicher benennen dürfen um sich hinter die Mehrheit der Stadtgesellschaft zu Stellen. Die meisten von uns kennen doch 1-2 derartige Jungs. Wer da von hetzjagdlüge spricht stellt sich wenigstens dümmer als er ist. Sollte er derartiges nicht sogar gutheißen.
    Wenn ich außerdem bei einer Demo von Faschisten und Rassisten mitlaufe und die Medien genau das berichten sind natürlich die pösen Medien schuld. Eventuell is das fp forum der falsche Ort. Dann sind Sie bei ruptly und Konsorten besser aufgehoben.
    Dieselbe realitätsverweigerung wie bei potus#45, und das nach durchlaufen unseres schulsystems 'kopfschüttel'

  • 21
    17
    ArndtBremen
    25.10.2020

    @Kaßberger: Die Trostlosigkeit der Innenstadt hat sich tatsächlich verändert. Sie ist noch trostloser geworden. Bei Ihren Kommentaren frage ich mich, ob Sie wirklich in Chemnitz wohnen.

  • 20
    24
    gelöschter Nutzer
    25.10.2020

    Aha, alle die 2018 schockiert, erschüttert waren und sich durch die Hetzjagdluege verraten gefühlt haben, sind selbst die Nazis und schuld am Image der Stadt. Steile These.
    Na zum Glück hat Frau Ludwig gemeinsam mit Herrn Steinmeier das Image wieder aufpoliert.
    Zum Glück kann es ja nicht mehr passieren, das Illegale auf freiem Fuß sind und mit Messern hantieren.

  • 21
    26
    lax123
    25.10.2020

    Kassberger, sie schreiben vom selben Chemnitz? Falls ja leiden sie unter Realitätsverlust. Ich sehe schlechte Straßen, ein nahezu leeres Zentrum, ein überflüssiges leeres Stadion, unfähige Verwaltung und eine breite Spaltung der Stadtgesellschaft. So etwas, sorry, hätte es mit einem männlichen kommunikativen und durchsetzungsstarken OB nicht gegeben. So wie Fr. Ludwig erlaubt hat dass Chemnitz von außen verallgemeinernd schlecht gestellt wird - das muss man erstmal zulassen.

  • 24
    24
    Kaßberger85
    25.10.2020

    Diejenigen, die sich 2018 verraten gefühlt haben, sind oft diejenigen die eben dazu geführt haben, dass Chemnitz weltweit in die Schlagzeilen geriet. Diesen rechtsextremen Aufmarsch damals richtig zu bewerten fiel niemandem leicht. Der OB aber vorzuwerfen, dass sie daran Schuld sei und die Menschen, die mit Rechtsextremen aus der ganzen Republik folgten und mir Naziparolen durch die Stadt zogen, nicht unterstützt hat, ist eine Farce.

    Ansonsten bleibt mir aus ihrer Amtszeit vorallem die Förderung des Breitensports, die enorme Verbesserung der Schulbedingungen, eine weitere Verbesserung der trostlosen Innenstadt, die mittlerweile sehr belebt ist, die stärkere Vernetzung in die Wirtschaft inkl Ansiedlung von großen Arbeitgebern wie Thyssen Krupp zB, die Etablierung von Chemnitz als Start-Up Stadt, den Ausbau der innerstädtischen Infrastruktur (nicht nur Chemnitzer Modell).

    Ich danke Frau Ludwig sehr für die Jahre, denen sie sich Chemnitz gewidmet hat und werde sie als OB missen.

  • 16
    12
    Maschinenbauer
    25.10.2020

    @Konda: Von meiner Seite war es so gemeint, dass 2028 viele Journalisten und Politiker über Chemnitz und die Chemnitzer gesprochen haben, meist sehr pauschalisiert. Die Erwartung wäre, dass sich Frau Ludwig vor die Kameras gestellt hätte (Gelegenheit wäre genug gegeben) und die Chemnitzer verteidigt hätte. Z.B. indem man deutlich gemacht hätte, dass die Auswüchse mit Hitlergruß und bestimmten Symbolen nicht das wirkliche Bild von Chemnitz zeigen, wir aber sehr wohl unterschiedliche Meinungen in dieser Stadt akzeptieren und tolerieren. Das wäre nicht schwer, aber wirkungsvoll. Aber insgesamt geht es ja hier in der Diskussion nicht um das Kleinklein ala "Wenn ich über den Brühl gehe, bin ich auch stolz", sondern dass sich die Welt in den 14 Jahren deutlich verändert und entwickelt hat und Chemnitz unter Frau Ludwig hier nicht annähernd mithalten konnte. Gut, sie hat die Verantwortung für Chemnitz übernommen, war ihr aber nicht gewachsen.

  • 17
    16
    vonVorn
    25.10.2020

    @Konda, als Frau Merkel in diesem Fall den Demonstranten Hetzjagden unterstellte war das pure Verleumdung. In diesem Kontext wurde Chemnitz als "rechte Hochburg" dargestellt. Das mit dem Konzert gegen rechts auch noch Linksextremismus gefördert wurde hat auch keinen interessiert. Hier hätte Sie sich entschieden und deutlich auf die Seite der demonstrierenden Bürger stellen müssen und nicht nur den Mainstream nachplappern.
    Meine Meinung über das Gerichtsurteil dürfte Ihnen klar sein, allerdings macht auch für das Opfer das Urteil keinen Unterschied, tot ist tot.

  • 13
    12
    OlafF
    24.10.2020

    Wenn auch nur wenige von uns imstande sind, eine Politik zu entwerfen oder durchzuführen, so sind wir doch alle imstande, eine Politik zu beurteilen."
    Entscheidungen müssen getroffen werden. Die Stadt im August 2018 den Akteuren in Berlin mit ihrer "Hofberichterstattung" zu überlassen war ein gravierender Fehler in ihrer Amtsperiode, welcher andere Aktivitäten übertünchte. Das hat mit Frau Ludwig als Person nichts zu tun, sondern mit dem Vertrauen, welches ihr die Bürger dieser Stadt mit diesem Amt entgegenbrachten. Das Vertrauen die Sicherheit und Ordnung jederzeit zu gewährleisten und an alle Bewohner und die Pressevertreter zu appellieren sachlich und objektiv zu bleiben. Dies habe ich derzeit leider bei ihr vermisst.

  • 28
    26
    Konda
    24.10.2020

    Ich hänge noch an dem Punkt, dass sich die OB nach den 2018er Ereignissen (es war übrigens laut Gericht Totschlag und nicht Mord) hätte hinter die Bürgerinnen und Bürger stellen sollen. Ich hab mich in dem Moment nicht von ihr im Stich gelassen, verraten, oder irgendwas dergleichen gefühlt. Ich würde gerne verstehen, woher diese Forderung kommt. Wie hätte sie in der Situation konkret handeln sollen? Wenn ich an die Fronten bei den Demos denke und wir hier über eine Spaltung der Gesellschaft diskutieren - hinter welchen Teil der Bürgerschaft hätte sie sich stellen sollen? Oder hätte sie sich hinter alle Gruppierungen stellen können - wie? Und hätte sie sich wirklich hinter alle stellen sollen?

  • 25
    17
    Konda
    24.10.2020

    Es geht nicht darum, ob Frauen gute oder schlechte Arbeit leisten. Es geht darum, ob Frauen die gleichen Chancen wie Männer haben, um in bestimmte Positionen zu kommen und da auch gleich ernst genommen werden wie Männer.

  • 33
    27
    vonVorn
    24.10.2020

    @RingsofSaturn, auch Frauen können schlechte Arbeit leisten wie man an Frau Ludwig, Frau von der Leyen und und und sieht.

  • 29
    19
    RingsOfSaturn
    24.10.2020

    "Eine Position, die mit Macht verbunden ist, ist in der Kultur eine männliche Position. Es gibt noch kein Selbstverständnis, dass Frauen in Führungspositionen gehören."

    Man kann über sie sagen was man möchte, aber hier hat sie (leider) vollkommen recht.

    "Der Anteil der Oberbürgermeisterinnen ist nach wie vor unter zehn Prozent. Und da gibt es auch keine Entwicklung nach oben."

    Es gibt mehr Oberbürgermeister, die Thomas heißen, als welche die Frauen sind:

    https://mobile.katapult-magazin.de/?mpage=a&l=0&artID=1287

  • 41
    30
    vonVorn
    24.10.2020

    Bei den Geschehnisse als der Mord passiert ist, hat Sie die Bürger der eigenen Stadt verraten anstatt sich hinter die Bürger zu stellen. Deshalb finde ich diese ganze Schönfärberei völlig überflüssig, Frau Ludwig war keine gute Bürgermeisterin.

  • 42
    31
    898188
    24.10.2020

    @dfre0ke
    Es kommt nicht darauf an, ob man es besser kann oder nicht.
    Sie können sicher auch beurteilen, ob ein Ei gut oder schlecht ist, ohne selbst Eier legen zu können...

  • 63
    33
    defr0ke
    24.10.2020

    Dann frag ich mich, warum die Kommentatoren hier sich nicht zur Wahl gestellt hatten...? Die können es ja offensichtlich besser...

  • 35
    50
    Hinterfragt
    24.10.2020

    Frau OB, wenn Sie das nicht sehen, dann empfehle ich ihnen mal schräg gegenüber bei Fielmann reinzuschauen und weiterhin ab und an mal nen Blick auf den Neumarkt..

  • 23
    32
    Pixelghost
    24.10.2020

    Und Nachtreten? Wessen Stärke ist das?

  • 43
    26
    gelöschter Nutzer
    24.10.2020

    Eine gespaltene Stadt und Gesellschaft sehe ich schon. Jedoch den Grund hierfür allein an radikalen Positionen fest zu verknüpfen, derjenige macht es sich dann doch etwas zu leicht. ...und sorgt somit für weitere Spaltung.

  • 47
    50
    Maschinenbauer
    24.10.2020

    Es ist erstaunlich wie verklärt Frau Ludwig auf ihre Amtszeit schaut. Wenn die Reporterfrage nicht "Welche Projekte bleiben aus Ihrer Sicht über Ihre Amtszeit hinaus im Bewusstsein?" sondern "Welche Meilensteine bleiben in Chemnitz, die Sie bewirkt haben?" heißen würde, wären da deutlich weniger Punkte. Was hat sie wirklich bewegt? Und ich empfinde es als sehr erstaunlich, wie sie ihr Verhalten um den August 2018 interpretiert. Wo war sie, als jeden Abend in den Hauptnachrichten über Chemnitz spekuliert wurde? Von einer Oberbürgermeisterin erwarte ich, dass sie sich offensiv hinter ihre Einwohner stellt. Das wäre eine gute Gelegenheit, Chemnitz stark zu machen, anstatt jetzt wieder mit dem Finger nach Berlin zu zeigen. Leider war es eine Amtszeit, in der aus meiner Sicht außer dem Chemnitzer Modell keine entscheidenden Meilensteine für die Zukunft bleiben.

  • 53
    62
    ArndtBremen
    24.10.2020

    Realistische Einschätzungen sind nicht ihre Stärke.