City-Gastronom streicht Zigeunersoße von der Speisekarte

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Zunächst hielt der Turmbrauhaus-Betreiber am klassischen DDR-Gericht fest. Doch nach zahllosen Kommentaren auf Facebook änderte sich das. Andere Restaurants bieten die Mahlzeit ebenfalls an - und wollen dabei bleiben.

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7272 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    3
    Malleo
    25.08.2020

    From...
    Mir kommen die Tränen.
    Wo bitte habe ich Sie beleidigt?

  • 4
    9
    FromtheWastelands
    24.08.2020

    @Malleo
    Ihr kläglicher Versuch mich zu beleidigen ist so peinlich und vorhersehbar das man nur darüber lachen kann.
    Aber nur weiter so, Sie schaffen immer wieder sich selbst zu blamieren.

  • 6
    5
    Malleo
    24.08.2020

    Gut, dass es auch keine Umfaller gibt!
    Danke dafür!

  • 7
    6
    Malleo
    24.08.2020

    From..
    Sie lesen auch?

  • 5
    12
    FromtheWastelands
    24.08.2020

    Die Verteidiger der abendländischen Soßenkultur wird es sowieso nicht interessieren, genauso wenig wie jedes andere Argument sie interessiert, aber vielleicht ist der Eine oder Andere emphatisch genug um zu mal darüber nachzudenken warum man auf dieses Wort verzichten sollte.

    https://www.spiegel.de/familie/sinti-und-rassismus-deutscher-name-deutscher-pass-diskriminiert-a-9a5c2795-45e6-4931-8766-9ddd2e987e4b?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/sinti-und-roma-das-stereotyp-zigeuner-trifft-uns-alle-a-1296741.html

    Übrigens, das Wort "Zigeuner" habe ich auch vorher nicht benutzt, nicht weil ich politisch superkorrekt sein will, glaube mich eine Ideologie beugen zu müssen und erst recht nicht weil ich vom Meinungsmainstream gehirngewaschen bin, sondern aus dem einfachen Grund der den Verteidigern des Abendlandes nicht einfällt, nämlich Anstand.

  • 16
    5
    Deluxe
    20.08.2020

    Ich finde es sehr bedauerlich dass sowohl Herr Müller als auch Herr Donath vor dem politischen Druck (bei Herrn Müller womöglich aus den eigenen Reihen?) eingeknickt sind.
    Sehr bedauerlich.

    Denn ich hoffe, dass Herr Donath (und seine Kollegen in der Gastronomie) bei Beibehaltung der Zigeunersoße keine Nachteile zu befürchten gehabt hätte. Falls doch, wäre das ein schlimmes Zeugnis für unsere politische Kultur und unsere Gesellschaft.

    Wohin wir geraten, wenn der Begriff Zigeuner zukünftig überall herauszensiert wird, mag ich mir gar nicht vorstellen. Liedtexte, Musiktheater, Bücher - vieles von dem, was zu unserer kulturellen Identität gehört, müßte bei konsequent enger Auslegung grundlegend verändert werden. Wohin soll das auf Dauer führen?

    Kaliningrader Fleischbällchen (um das Beispiel von Herrn Müller aufzugreifen) wären als Übersetzung der Königsberger Klopse wahrscheinlich noch harmlos dagegen...

    Die Debatte und die Kraft, die Durchschlagswirkung solcher politischer Initiativen machen mich sprachlos...
    Hier würde ich mir mehr Standhaftigkeit wünschen. Von denen, die kritisch hinterfragen.

  • 8
    17
    SimpleMan
    20.08.2020

    @vonVorn "wenn man Essensbezeichnungen ändert. ..." Genau, um mehr geht es nicht. Aber warum macht man einen Kulturkampf aus der Änderung einer Essensbezeichnung? Es gibt kein Recht auf die Bezeichnung "Zigeunersoße" oder ähnliches. Das ist so sinnlos, immer und immer wieder igendwelche Argumente herbei zu konstrurieren, warum es so schlimm ist, Paprikasoße zu schreiben. Der Begriff "Zigeuner" wird in der deutschen Sprache als Beleidigung gebraucht. Das reicht aus, um auf ihn zu verzichten. Außerdem beschreibt Paprikasoße viel besser, um was es sich handelt.

  • 16
    10
    1005
    20.08.2020

    Prima Herr Donath für die Streichung aus der Speisekarte, ich streiche mich aus der
    Gästekarte.

  • 18
    6
    vonVorn
    20.08.2020

    @From..., und Sie scheitern beim Fragen beatworten. Rassismus in den Köpfen ändert man nun mal nicht wenn man Essensbezeichnungen ändert.

  • 30
    9
    censor
    19.08.2020

    Was wird eigentlich mit dem "Zigeunerjunge" von Alexandra ?
    Und mit "Zigeunerskat" von InEx?

    Kommen die jetzt auf den Index?

  • 22
    4
    censor
    19.08.2020

    @Steuerzahler - Volle Zustimmung. Und die letzten beiden Sätze in Ihrem Kommentar sind der Hammer. Habe herzlich gelacht.

  • 6
    32
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @Steuerzahler
    Sie scheitern sowohl im Verstehen wie auch im Ironisieren.

  • 20
    7
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Also, liebe Mitstreiter (wenn ich das Mal so ausdrücken darf), wie wir hier sehen ist es notwendig seine Meinung im Rahmen der Netiquette offen zum Ausdruck zu bringen, sich nicht einschüchtern zu lassen, Ideologen Gegenwind spüren zu lassen. Das gilt nicht nur bei diesem einen Thema. Die Vogel-Strauß-Taktik ist in solchen Fällen die Schlechteste. Nur eigene Schwäche macht die Gegenspieler stark.

  • 28
    7
    Steuerzahler
    19.08.2020

    @ Fromthe..: Also ein Kuss ist doch etwas ausgesprochen Schönes, Romantisches und Inniges. Und nur weil er von einer Person kommt, die für sie nicht ideologisch und politisch korrekt als Ne... bezeichnet wird, soll das was Schlechtes sein? Das ist doch ausgesprochen diskriminierend und rassistisch. Und welche Rolle hat der Ne...Kuss bei der Unterjochung des afrikanischen Erdteils gespielt, die Sie anführen? Gibt es da historische Studien?
    Im Übrigen frage ich mich, wie es in Hessen immer noch die „Grüne Soße“ geben kann! Fühlen sich Habeck und seine Freunde nicht beleidigt? (Ironie aus)

  • 31
    8
    censor
    19.08.2020

    @Sterntaler - Ich habe mal ein Video mit einem afrikanischen Gastwirt gesehen. Der wurde gefragt, wie er zum N-Wort steht.
    Die Antwort lautete: "Niger" ist lateinisch und heißt schwarz. Ich bin schwarz. Wo ist das Problem?"
    Da hatte der Betroffene mehr Durchblick als die, welche glauben, ihn vor Rassismus schützen zu müssen.

  • 37
    12
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Also @from...ich finde sowohl Zigeunersosse als auch den für Sie unaussprechlichen Negerkuss ausgesprochen lecker. Die Begriffe haben sich nun mal so eingebürgert. Wir sind dazu niemandem Rechenschaft schuldig. Und die Bezeichnung von Speisen mit der Ausbeutung eines Kontinents in Verbindung zu setzen ist schon mehr als oberflaechlich.

  • 32
    12
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    @paral, ich erlaube mir Ihren Kommentar aufzugreifen zu ergänzen: Die Sosse hat deshalb einen Kulturkampf ausgelöst, weil das nur ein Puzzlestück dieses ganzen Irrsinns um eine ideologisch geprägte Sprachneuordnung um angeblichen Rassismus, Gender usw. und dies wiederum nur ein Teil der zwangsweisen Umgestaltung der Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen, genannt "Grosse Transformation der Gesellschaft", ist. Irgendwann ist das Maß halt voll und das Fass läuft über.

  • 11
    36
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @censor
    Sehr interessante Logik, die Sie da haben.
    Trifft das auch auf den N....kuss zu? Ist also der Name eines Schaumgebäcks tatsächlich der Ausdruck von Zuneigung und Verehrung für die afrikanischen Völker seitens der Europäer? Müsste es wohl laut Ihrer Logik.
    Demzufolge war die blutrünstige Unterjochung eines ganzen Kontinents im Zuge der Kolonialpolitik des 19. Jahrhunderts also ein Zeichen der Liebe? Wirklich erstaunlich, diese Logik.

  • 8
    16
    Albatros
    19.08.2020

    Fritz: "Aber hat dein Bundesverband nicht 20xx gesagt, dass Berndsoße für sie voll okay ist?"

    Klaus: "Naja, also vor drei Tagen hat der Verband die Entscheidung begrüßt, dass eine große Handelsmarke die Berndsoße umbenennen will."

    Fritz: "Aber wir lieben Berndsoße und damit doch auch alle Bernds."

    Klaus: "Der Verband beobachtet da eine wachsende Feindlichkeit und das macht ihm Sorgen, gerade wenn in Fußballstadien der Name in beleidigender Absicht gerufen wird. Deswegen ist die Umbenennung der Sauce schon okay, der Kampf gegen Diskriminierung aber noch wichtiger."

  • 35
    14
    ArndtBremen
    19.08.2020

    Die überwätigende Mehrheit spricht sich hier für die Zigeunersoße aus. Die Leser, die halt keine mögen, können doch ab sofort eine andere Soße wählen. Ich esse auch in Zukunft Zigeunerschnitzel und Mohrenköpfe. Vielleicht trifft man sich demnächst mal im City Pup.

  • 20
    5
    524989
    19.08.2020

    Vor allem wenn man nach dem Umbenennen zu dem logischen Schluss kommen sollte, Ungarn = Zigeuner...

  • 34
    9
    Malleo
    19.08.2020

    Zaun um dieses Land und Deckel drauf!
    Geschlossene Anstalt!!

  • 37
    10
    censor
    19.08.2020

    Albatros - Sie haben eines missachtet: Wer sogar eine leckere Sauce nach einem Volk benennt, kann es doch nicht gleichzeitig böse mit ihm meinen.

    Sollte man nicht auf der Sachebene bleiben. Hier wird etwas an die Rassismusglocke gehängt, das dort nicht hingehört.

  • 37
    6
    paral
    19.08.2020

    Guten Tag. Die Soße hat einen regelrechten Kulturkampf ausgelöst. Die Benennung in "Paprikasoße Ungarischer Art" ist aber auch keine Lösung. Wegen dem Orban nämlich, das weckt Assoziationen, die gehen gaaaaar nicht! D.F. 1733

  • 12
    26
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @ Albatros
    Wow, das nenn ich mal eloquent auf den Punkt gebracht!
    Wer will schon denselben Vornamen tragen wie Bernd Höcke.

  • 17
    18
    cn3boj00
    19.08.2020

    Erstens ist das kein DDR Gericht. Die erste Zigeunersoße kam 1903 auf den Tisch (bzw. zum Krämer). Zweitens haben bereits 2013 sowohl der deutsche Zentralverband der Sinti und Roma als auch der Bundesverband der deutschen Jenischen erklärt, dass sie kein Problem mit Zigeunersoße oder -schnitzel haben. Damit könnte alles gut sein. Doch offenbar hat die political correctness in Deutschland schon wieder mal ein Problem erkoren wo es gar keins gibt.
    Dessenungeachtet gibt es - entgegen der Beiträge wie von @censor - kein Verbot. Zigeunerschnitzel steht auch noch im neuen Duden. Es geht hier also um einen freiwilligen Verzicht auf diesen Namen. Irgendwann verschwindet er auf diese Weise oder auch nicht. Deshalb solche abscheulichen Kommentare wie die von Arndt loszulassen ist unterste Schublade.

  • 16
    9
    mops0106
    19.08.2020

    @From: "Ein solches Thema reizt nun mal zu blöden Witzen, aber manche Menschen gehen halt zum Lachen in den Keller. Und manche nehmen noch eine Schaufel mit."

    "Vorsicht, nicht dass Sie neben mir auf der Liste derjenigen landen die nach der Machtergreifung von Kalbitz freundschaftlich geknufft werden."

    Das hat nichts mit Witzen, nicht mal blöden zu tun. Wer sollte Sie (von uns) auf eine solche Liste/ überhaupt irgendeine Liste setzen lassen?

  • 16
    19
    Albatros
    19.08.2020

    DIE BERNDSOßE

    Klaus: „Hallo Leute.“

    Fritz: „Hallo Bernd.“

    Klaus: „Ich heiße nicht Bernd, ich heiße Klaus.“

    Fritz: „Nein, wir haben dich schon immer Bernd genannt und auch deine Vorfahren waren für uns Bernds.“

    Klaus: „Ich möchte aber bitte Klaus genannt werden, weil ich nun mal diesen Namen für mich gewählt habe. Bernds war schon immer eine Fremdbezeichnung.“

    Fritz: „Na und? Was hast du denn gegen den Namen Bernd?“

    Klaus: „Naja, eure Vorfahren haben versucht, meine Vorfahren komplett auszurotten. Bis heute sind wir Diskriminierungen ausgesetzt. Reicht das vielleicht?“

    Fritz: „Nagut, vielleicht. Auch wenn du mal einen Schlussstrich ziehen solltest, Bernd. Schau mal hier, leckere Berndsoße, genauso feurig wie du.“

    Klaus: „Nicht jeder von uns möchte als feurig beschrieben werden. Fremdbezeichnung, verstehst du? Kannst du die Soße vielleicht umbenennen? Das wäre wirklich nett von dir.“

    Fritz: „Umbenennen?! Schon in der DDR haben wir die Soße Berndsoße genannt! Eingriff von oben! Das ist NATÜRLICH gewachsen!“

    Klaus: „Mag ja sein, aber wäre es nicht schön, einfach einen mich beleidigenden Namen zu ändern? Tut doch nicht weh.“

    Fritz: „Das machen nur systemtreue Mitläufer! Ich werde mich gegen die politische Sprachpolizei wehren. Das ist Cancel Culture. Du spaltest damit die Gesellschaft!!!11!!“

    Klaus: „OK Boomer, da fällt mir jetzt auch nichts mehr ein. Es ist wohl sinnlos, mit dir zu diskutieren.“

  • 36
    9
    Franziskamarcus
    19.08.2020

    Und ich frag mich, warum man ne Sauce umbenennt, wenns ne Lapalie ist und so einen Bohei veranstaltet, das es sogar in den Medien steht.
    BTW: Hab mal in der Küche geguckt, teilweise hornalte Kochbücher von der Muddi gewälzt, verschiedene, überall wird die Sauce als Zigeunersauce benannt. Also bleibts auch dabei, bei Zigeunersauce (und -Schnitzel".) Und wird auch weiterhin so benannt und gesagt.

  • 6
    27
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @ArndtBremen
    Gar nix. Mops hat gefragt, ich hab geantwortet. Lesen Sie die Diskussion am besten mal vollständig.

  • 16
    29
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @mops Ich finds eher geschmacklos wegen so einer Lappalie wie einer Soßenumbenennung einen derartigen Bohei loszulassen und so zu tun als werde die gesamte kulinarische Welt einer politisch superkorrekten Rosskur unterzogen, wo es doch nur um die Verwendung eines als diskriminierend empfundenen Wortes geht.

    Was die Toleranzfähigkeit diverser Diskussionsteilnehmer gegenüber anderer Meinungen angeht, darüber sind wir wohl geteilter Meinung. Die Unfähigkeit Einiger, zu begreifen das Widerspruch nicht gleichbedeutend ist mit Redeverbot und persönlichem Angriff wird mir hier wieder und wieder vor Augen geführt.

    Und was meine Posts betriffts, Sie sind weder verpflichtet sie zu mögen noch sie nicht geschmackslos zu finden. Ein solches Thema reizt nun mal zu blöden Witzen, aber manche Menschen gehen halt zum Lachen in den Keller. Und manche nehmen noch eine Schaufel mit.

  • 14
    40
    KarlChemnitz
    19.08.2020

    Ja, das Abendland steht kurz vor dem Abgrund: Da hat sich doch ein Gastronom erdreistet, Zigeunersoße nicht mehr Zigeunersoße zu nennen. Was folgt ist ein Aufschrei derer, die hier seit Jahren im Forum nichts anderes zu tun haben, als vor dem Untergang der Leitkultur zu warnen. Ich sehe die Sache so: Fragt doch mal die Betroffenen, ob sie sich mit dem Wort Zigeuner gekränkt fühlen, oder ob sie kein Problem damit haben, dass dieses Wort im Sprachgebrauch bleibt. Ich habe das im übrigen getan, mit dem Ergebnis: Diese Bezeichnung wird tatsächlich als Kränkung empfunden, also wo ist da das Problem, in Zukunft darauf zu verzichten? Das hat einfach etwas mit gegenseitigen Respekt zu tun.

  • 21
    6
    Maresch
    19.08.2020

    Ein zivilisatorischer Fortschritt im spießbürgerlichen Dickicht!

  • 20
    8
    ArndtBremen
    19.08.2020

    @From...: was hat das mit der Zigeunersosse zu tun?

  • 25
    6
    mops0106
    19.08.2020

    @From: Danke für die Links. Aber den Sachverhalt und die Artikel kenne ich.

    Viele (auch ich) finden Ihre Bemerkung im Rahmen unserer friedlichen und offenen Diskussion geschmacklos. Die meisten von uns tolerieren andere Meinungen; mögen müssen wir sie nicht.

  • 7
    26
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    @mops bitte sehr:

    https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/kalbitz-tritt-als-fraktionsvorsitzender-endgueltig-zurueck-artikel11021829

    Ziemlich allgemein gehaltener Artikel, ich empfehle die Artikel bei Spiegel, Zeit und Tagesspiegel zu lesen, da gibt's mehr Hintergrundinfos dazu.

  • 30
    3
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Stryczek, dem offenbar Entschuldigungen für "falsche Begriffe" nicht ausreichen, sondern schon von der Säuberung der Partei von "Falschdenkern" träumt, halte ich für viel gefährlicher als Leute, die Zigeunersoße sagen.

  • 50
    6
    censor
    19.08.2020

    Wikipedia weiß, dass der Volksbegriff der "Zigeuner" sich aus alten Stammesbezeichnungen ableitet (kann jeder nachgoogeln) und schon im Mittelalter der Name „Cigäwnär“ gebräuchlich war. Im Ungarischen heißen sie "cigany"

    Was also Hunderte von Jahren so hieß , soll heute nicht mehr so heißen dürfen, denn das diskriminiert einen Teil der Menschheitsfamilie. So weit, so gut.
    Aber gilt das auch für Soßen und Fleischgerichte?

    Wenn die betreffenden Menschen Sinti und Roma heißen und auch so genannt werden, wieso diskriminiert man sie dann damit einem Soßenname? Es heißt ja nicht "Romaspieß" oder "Sintisuppe". (Das wäre wirklich unpassend).

    Wenn Sinti und Roma nichts mit Zigeunern zu tun haben, dürfte sie auch die Z-Soße nicht stören.

    Es geht doch darum, Rassismus zu vermeiden. Durch Namensschleifung?

    Findet Rassismus nicht eher auf der Ebene des Denkens und Handelns statt? Wer diskriminieren will, der wird es auch schaffen, neuen Bezeichnungen mit der Zeit einen üblen Beigeruch anzuhängen, der wiederum dazu führt, dass man andere Namen suchen muss. Namen sind doch Schall und Rauch.

    Weiteres Beispiel sind die "Mohren". Der Name stammt von dem frühchristlichen
    Heiligen St. Mauritius, der ein "man of color" war.

    Von ihm leitet sich nicht nur der Begriff "Mohr) ab, sondern auch die Jungennamen Moritz und Maurice. Was machen wir da nur? Umbenennung aller Moritze?

    Das Wintersportparadies der Reichen und Schönen, St. Moritz - umbennen?
    Die Moritzburg bei Dresden? Umbennen?
    Es werden Vorschläge entgegen genommen.

  • 27
    7
    NeuErzgebirger
    19.08.2020

    @OlafF. Ein Bienchen für diesen Kommentar! ))

  • 26
    8
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Ja @olaf, genau so rum wird ein Schuh draus und jedem Argument der Sprachveraenderer der Boden entzogen!

  • 19
    6
    mops0106
    19.08.2020

    "@DS91 Vorsicht, nicht das Sie neben mir auf der Liste derjenigen landen die nach der Machtergreifung von Kalbitz freundschaftlich geknufft werden."

    Interessant, haben Sie die Informationen?

  • 51
    8
    NeuErzgebirger
    19.08.2020

    Mit solchen trivialen Dingen wie einer Zigeunersosse verbinde ich u.a. schöne Erinnerungen an Restaurantbesuche zu DDR-Zeiten. Oder als Kind eine Tafel Schokolade mit dem Sarotti-Mohren aus dem Intershop. Nicht mehr und nicht weniger. Genauso gehören Straßennamen, Bücher und Filme auch zur GESCHICHTE eines Landes. Die nun einmal so und nicht anders gewesen ist, auch wenn es einige gern so hätten. Und die, um die es eigentlich geht, interessieren sich meistens am wenigsten dafür.

  • 31
    7
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    @from... Was ich denk und tu, traue ich auch andern zu ?

  • 36
    9
    Steuerzahler
    19.08.2020

    @Fromthe..: In jeder Zigeunersoße war und ist mehr Substanz als in Ihrem Kommentar! Käme dieser Unsinn von rechts, würde man es als Hetze bezeichnen und der Kommentar würde der Zensur anheim fallen.

  • 24
    8
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    @mops, Schade nur, das er davor einknickt. Nur dadurch wird Solches überhaupt ermöglicht. Es liegt daher nicht an einer nur vermeintlichen Stärke der Sprachveraenderer. Im Übrigen Zustimmung zu @censor, der den Nagel wieder auf den Kopf getroffen hat. Allerdings muss ich auch gerade an das Ende der "raufutterfressenden Grossvieheinheit" und der "Jahresendflügelpuppe" denken. Also einfach standhaft bleiben und nicht mitmachen.

  • 30
    8
    NeuErzgebirger
    19.08.2020

    @censor Danke! Dem ist nichts hinzuzufügen!

  • 38
    11
    Interessierte
    19.08.2020

    Schon auffällig , wie man sich heute bevormunden lassen muß ...

  • 61
    9
    OlafF
    19.08.2020

    Ein Zigeunersteak ruft für mich Assoziationen hervor. Nicht sich als etwas besseres zu fühlen oder andere als minderwertig. Es steht für südländisches Temperament und feuriger Schärfe, für positives. Sie können und wollen den Kontext dazu nicht verstehen, bleiben lieber in ihrem Dogmatismus verfangen. Dann esst doch eure politisch korrekte Soße und verderbt nicht anderen den Geschmack.

  • 15
    55
    FromtheWastelands
    19.08.2020

    Die Verteidiger der Zigeunersoße schlagen wieder zu!
    Wie wär's mit einer Demo vor dem Lokal unter dem Motto: "Keine Macht den Soßenschändern!"

    @DS91 Vorsicht, nicht das Sie neben mir auf der Liste derjenigen landen die nach der Machtergreifung von Kalbitz freundschaftlich geknufft werden.

  • 51
    13
    mops0106
    19.08.2020

    "Für mich war die Soße immer ein bisschen DDR-Kultur, aber heute muss man aufpassen, was man sagt, sonst wird man in die falsche Ecke gestellt", sagte der Brauhaus-Besitzer."

    Es ist schon wieder so weit.

  • 59
    14
    censor
    19.08.2020

    Wenn uralte Begriffe plötzlich verboten oder für unsagbar erklärt werden, wo die Sprache "gesäubert" wird - ist es eine Frage der Zeit, bis sich diese Verbote auch gegen die Menschen wenden, die sie benutzt haben oder benutzen.

    Normalerweise reinigt sich eine Sprache selbst - alte Redewendungen und Begriffe verschwinden in der Vergessenheit, weil die Gegenstände dazu nicht mehr existieren oder weil die Umgangssprache andere Begriffe dafür findet.

    Das ist normalerweise ein natürlicher Vorgang, der aus der Gesellschaft heraus wirkt und keinerlei Eingriffs oder Verbotes von oben oder außen bedarf.

    Immer dort, wo dies aber geschieht - ist Ideologie im Spiel und sollten unsere Alarmglocken klingen.

    Heute sind es verbotene Worte, morgen verbotene Bücher und übermorgen ....?

  • 16
    36
    DS91
    19.08.2020

    @ArndtBreme

    Wer gibt Ihnen den das Recht zu bestimmen was Systemtreu ist und was nicht? Die Unfähigkeit andere Meinungen zu akzeptieren scheint stark ausgeprägt zu sein.

    Zitat:
    "@DS91: Auch sie haben sich bereits als systemtreu geoutet. Mich wundert daher an ihren Sprüchen gar nichts mehr."


    Solche Argumentationen und unsachlichkeiten sind einfach nur unreif und kindisch. Ich gewinne den Eindruck das Sie keine dabette sachlich und ohne persönliche Angriffe führen können.

    Zitat: ArndtBremen
    "Man muss ja Gott sei Dank nicht im Turmbrauhaus essen. Der geschmacklich besseren Konkurenz sei Dank."

  • 27
    10
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    @DS91, falsch - eine Debatte mit den Verfechtern solcher Ideologien war noch nie möglich. Erwartete 100%-Zustimmungen sind keine Debatten.

  • 27
    17
    ArndtBremen
    19.08.2020

    @DS91: Auch sie haben sich bereits als systemtreu geoutet. Mich wundert daher an ihren Sprüchen gar nichts mehr.

  • 15
    20
    MuellerF
    19.08.2020

    @Sterntaler: Ich vermute hinter der Aktion des Herrn Müller ein wahlkampftaktisches Manöver...ein bisschen einschmeicheln bei denen, die kein Verständnis für kulturelle Sensibilität haben, dann zurückrudern für Stammklientel & Parteifrieden.

  • 44
    14
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Herr Müller ist auch nicht zu verstehen, sich so treiben zu lassen, statt Kreuz zu zeigen. Und das sage ich als ehemaliger SPD-Waehler, mit Betonung auf ehemaliger, früher, nie wieder.

  • 61
    15
    gelöschter Nutzer
    19.08.2020

    Haben die keine anderen Sorgen? Unglaublich. Satire an* Was ist eigentlich mit dem Kinderdoener? Meine Kinder fühlen sich diskriminiert. *Satire aus.

  • 71
    14
    NeuErzgebirger
    19.08.2020

    Es ist beruhigend zu wissen, dass ich nicht der Einzige bin, der sich an den Kopf fässt und sich fragt, was in dieser Zeit vor sich geht. Es macht einem eher Angst, was da noch alles kommt.....

  • 31
    34
    Kaßberger85
    19.08.2020

    "Hat sich im Osten etabliert", ist doch viel mehr das Kernproblem, anstatt einer Rechtfertigung für die Beibehaltung.

    Können wir doch bei der nächsten Tarifverhandlung der IG Metall auch mal rufen "die 38h Woche hat sich in Ostdeutschland einfach etabliert. Warum also ändern".

  • 29
    55
    DS91
    19.08.2020

    Beschämende Kommentare der üblichen Verdächtigen. Eine Debatte ist so nicht mehr möglich.

    Die Krönung ist dieses Kommentar:


    "ArndtBremen

    Damit hat sich Herr Donath als systemtreuer Mitläufer geoutet."

  • 25
    87
    KulturJoseph
    19.08.2020

    Ich finde es gut und richtig, dass er den Namen ändert - richtige Entscheidung!

  • 82
    24
    grigi
    19.08.2020

    Ich bin ja gespannt was als nächstes kommt, gehts vielleicht dem Bauernfrühstück an den Kragen? Einfach nur lächerlich was die politische Sprachpolizei abzieht. Die Spaltung der Gesellschaft funktioniert gut, wenn der Wirt einknickt weil er " aufpassen muss was man sagt"........

  • 42
    45
    ArndtBremen
    19.08.2020

    Damit hat sich Herr Donath als systemtreuer Mitläufer geoutet.

  • 20
    23
    524989
    19.08.2020

    @Lexisdark: Der Eiserne Kanzler steht unter anderem für die Sozialistengesetze mithin also die Unterdrückung der Sozialdemokratie und der Arbeiterklasse. Und auch der Kolonialismus in Afrika und Ost-Asien bietet sicher hinreichend Möglichkeiten, Bismarck negativ zu konnotieren. Zum Beispiel der Umgang mit den Herero in Deutsch-Südwest (auch wenn der bekannte Aufstand später war). So ausgemacht ist das also längst nicht...

  • 62
    22
    AliceAndreas
    19.08.2020

    @Lexisdark

    Bismarck ist sicher als nächstes dran. Im Laufe der B-L-M Bewegung wurden Straßennamen beklebt, Statuen mit Farbe beschmiert.

    Man muß es nur oft genug wiederholen, hat die Politik und Medien auf seiner Seite - und zack - braucht auch der Hering einen neuen Namen!

  • 91
    18
    524989
    19.08.2020

    Und der 'Zigeunerbaron' von Strauss sollte wohl auch besser nicht mehr aufgeführt werden. Es sei denn er wird als 'Sinti und Roma-Baron' oder als 'Paprika-Baron' dargeboten. ;-)

  • 105
    20
    Progress
    19.08.2020

    Einfach nur noch l ä c h e r l i c h. Mehr ist zu dieser politischen Pseudokorrektheit nicht zu sagen.

  • 72
    19
    1371270
    19.08.2020

    Ich bitte darum, dass sämtliche Bücher, in denen der Name "Zigeuner" vorkommt (das sind eine ganze Menge, auch Weltliteratur!) umgeschrieben werden. Herr Stryczek kann ja schon mal anfangen. Ach ja, auch das Musiktheater nicht vergessen!

  • 27
    61
    Lexisdark
    19.08.2020

    @Hinternfragt Es geht nicht um die Nennung eines Namens in einem Essen, sondern um die negative Bedeutung des Wortes Zigeuner. Bismarck wird niemand als Beleidigung verwenden.

  • 95
    27
    Hinterfragt
    19.08.2020

    Mal sehen, wenn die ersten Heringe vor Gericht ziehen, weil diese mit Bismarck in Verbindung gebracht werden ...

  • 34
    63
    MuellerF
    19.08.2020

    " es geht um Essen und nicht um Rassen"

    Wenn das so ist, kann man ja auch andere Begriffe als "Zigeuner" verwenden !?
    Zumal die "Zigeunersoße" gar nicht aus der Küche der Sinti & Roma stammt, der Name also sogar eine Art Etikettenschwindel ist.

  • 50
    58
    ArndtBremen
    19.08.2020

    Man muss ja Gott sei Dank nicht im Turmbrauhaus essen. Der geschmacklich besseren Konkurenz sei Dank.