Corona: Siemens-Mitarbeiter in Chemnitz positiv getestet - Betrieb läuft weiter

In der Chemnitzer Siemens-Niederlassung gibt es einen bestätigten Fall einer Covid-19-Erkrankung. Wie Siemens-Pressesprecher Bernhard Lott auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigte, sei davon eine Person betroffen, die im Büro des Siemens-Werkes an der Leipziger Straße beschäftigt ist. Ob es sich bei der Person um einen Mann oder eine Frau handelte, sagte Lott nicht. Auch zur Frage des möglichen Ansteckungsweges machte der Siemens-Sprecher keine Angaben. Lott fügte hinzu, dass sich die Person bereits auf dem Weg der Besserung befinde.

Wegen der Erkrankung sei das betroffene Büro zeitweise gesperrt und nach Absprache mit dem städtischen Gesundheitsamt desinfiziert worden, so Lott. Alle Kontaktpersonen seien zudem identifiziert und anschließend in häusliche Quarantäne geschickt worden. Die Produktion bei Siemens in Chemnitz laufe indes weiter - unter Beachtung und Einhaltung aller entsprechenden Vorschriften, wie der Unternehmenssprecher betonte. Alle Besprechungen sind nach seinen Angaben kontaktfrei, die Sitzabstände in den Pausenräumen wurden vergrößert, die Kantine vorsorglich geschlossen. Siemens produziert am Standort im Chemnitzer Norden Schaltschränke für die Industrie. In dem Werk sind derzeit annähernd 1000 Mitarbeiter beschäftigt. (su)


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10Kommentare
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  • 1
    1
    ChWtr
    26.03.2020

    Schweinehirt ist ein achtsamer und wertschätzender Beruf.

  • 2
    1
    Eichelhäher65
    26.03.2020

    Also Langeweile kommt nicht auf wenn man diverse Kommentare liest. Es ist vor allem interessant wieviele sich als Experten fühlen und andere belehren möchten. Dazu erfährt man die tolle Neuigkeit, wer noch nicht mit wem Schweine gehütet hat. Sensationell ! Gesunder Menschenverstand ist hier glaube ich nicht mehr gefragt.

  • 3
    1
    Freigeist14
    24.03.2020

    heangel@ ich weiß nicht ,wann wir zwei zusammen Schweine gehütet haben .Selbstverständlich ist Corona nicht zu bagatellisieren . Aber die Verstorbenen nach einer Grippe - Infektion in Deutschland 2017/18 betrug ca. 25.000 Menschen . Ich habe weder solche Schlagzeilen , noch die Warnungen vor Neu-Infektionen in Sachsen in Erinnerung .

  • 1
    5
    heangel
    24.03.2020

    @freigeist
    Du scheinst dich sehr gut "auszukennen" und vor allem auch "viel" über Viren und deren Vermehrung und Verbreitung zu wissen...halb halt...
    Die Influenza ist sehr wohl auch recht bedrohlich, aber die Menschen bzw. der menschl. Organismus und sein Abwehrsystem kennt es seit Generation. Deshalb werden daran keine Unmengen und alle Kontaktpersonen mit Infizierten erkranken und die Krankheit / den Virus ungehemmt weiterverteilen.
    Anders beim Coronavirus: Kein Mensch / menschlicher Organismus auf dieser Erde und somit auch menschliches Immunsystem kennt es bisher. Jeder der mit Infizierten in Kontakt kommt wird erkranken, mit aber auch ohne Symptome und wird somit ein Viren"nährboden", der wiederum Kontaktpersonen ansteckt.
    Deshalb ist die einzige und vollkommen richtige Maßnahme, diese Ketten durch Kontakt"verbot" zu durchbrechen.
    Es werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die 80% der Weltbevölkerung betroffen sein, wenn der Virus weiter Lebewesen, halt auch menschliche, als Wirt präsentiert bekommt.
    Hoffentlich triffst nicht dich und jemand aus deinem Umfeld...
    Sicher wird nichts mehr so sein, wie es Mal war ... Wollen wir alle hoffen, das es sachliche, rationale und weitsichtige Entscheidungen gibt, die auch die Kleinen Leute nicht durchs wirtschaftliche Hilfsraster fallen lassen .... Achtsamkeit und ein bisschen solidarisches Handeln, auch beim Einkaufen sind Gebot der Stunde...zu nichts, was du nicht willst, dass es dir getan wird, zu und sage nichts, was du irgendwann bereuen musst...in dem Sinne, blieb sauber und bleib gesund...

  • 13
    4
    612115
    24.03.2020

    Also ich kann genau sagen, mit wem ich Kontakt auf der Arbeit habe, der Rest ist Humbug:
    - Arbeitsweg: Zu dem Siemens-Werk fährt fast jeder mit dem eigenen Auto.
    - Zigarettenpause: Selbst wenn der Mitarbeiter einer der wenigen Raucher wäre, stellt sich mittlerweile niemand mehr in Gruppen in die Raucherecke.
    - Toilette: Es gibt in dem Werk garantiert sehr viele Toiletten, und man kann auch fragen, wer die selbe genutzt hat. Diese wenigen Personen dürften dann die in der häuslichen Quarantäne sein.
    - Dienstwege: In meinem Bürojob mache ich kaum "Dienstwege", und jetzt erst recht nicht mehr.

    Und verdammt, die Großaktionäre haben nichts damit zu tun, dass Unternehmen keinen grundlosen Selbstmord begehen. Das Virus wird noch Monate und Jahre in Deutschland sein. Wenn solange alle Unternehmen dichtmachen, würde das zu Masenarbeitslosigkeit, dem Zusammenbruch des Staates und einer Verelendung breiter Bevölkerungsschichten führen. Deshalb hat Siemens hier genau die richtigen Maßnahmen getroffen, indem die Infektionsketten durch die Quarantäne für die Kontaktpersonen unterbrochen werden, ohne überzureagieren.

    Man kann ja gerne mal die Siemens-Mitarbeiter fragen, ob die jetzt deswegen auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden wollen. Sollte jemand Bedenken haben, bekommt derjenige sicher sofort einen längeren Urlaub genehmigt.

  • 13
    17
    remarcel
    23.03.2020

    @612115: Es kann keiner mit letzter Bestimmtheit sagen, zu wem die Person Kontakt hatte oder nicht. Auch ein Büromitarbeiter hat einen Arbeitsweg, macht eine Zigarettenpause, geht auf Toilette, erledigt Dienstwege. Die Produktion kann man natürlich nicht stoppen, sonst würden die Großaktionäre weniger Dividende erhalten.

  • 15
    30
    Freigeist14
    23.03.2020

    Gab es bei einem Influenza - Fall 2018 auch solche Schlagzeilen ? Die Panik ist die größte Gefahr . Fragt mal einer , ob die WHO auch so hyperventiliert ?

  • 5
    28
    Urlaub2020
    23.03.2020

    .Und?was machen wir jetzt?das ist eine Schande? Was macht jetzt die Politik???

  • 28
    16
    612115
    23.03.2020

    @remarcel: Bitte erst denken, dann schreiben. Bei einem Büromitarbeiter ist es sehr einfach, die Kontaktpersonen zu identifizieren, zumal ja auch die Kantine geschlossen ist und wie in den meisten Großbetrieben schon länger auf die Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten geachtet wurde. Es steht übrigens auch im Artikel, dass diese Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne sind. Es wäre eine schwachsinnige Panikreaktion, jetzt deswegen 1.000 gesunde Mitarbeiter nach Hause zu schicken und die ganze Produktion wochenlang zu stoppen.

  • 27
    29
    remarcel
    23.03.2020

    Hoch lebe der Turbo-Kapitalismus! Die Quote muss stimmen! Ein Unternehmenssprecher weiß natürlich, wer sich bei 1000 Mitarbeitern alles angesteckt hat und wer nicht oder wer vielleicht nur als Überträger gilt und bei wem die Krankheit garnicht erst ausbricht. Unverantwortlich ist das!