Einwohner produzieren mehr Müll

Behörde führt Pandemie als möglichen Grund an

Zwickau.

Das Aufkommen an Restmüll im Landkreis Zwickau ist von Januar bis Juni gestiegen. "Im ersten Halbjahr 2019 wurden 19.297 Tonnen und dieses Jahr im gleichen Zeitraum 19.908 Tonnen entsorgt", sagt Landkreissprecherin Ilona Schilk auf Anfrage. Das bedeutet eine Erhöhung um gut drei Prozent. Diese Entwicklung sei wahrscheinlich auf die Auswirkungen der Coronapandemie zurückzuführen, erklärt Schilk. Denn infolge von Kontaktbeschränkungen, Kurzarbeit und Homeoffice hätten sich die Bürger länger zu Hause aufgehalten als sonst. Ob sich auch der Gebrauch von Gesichtsmasken und Einweghandschuhen in der Müllstatistik niederschlägt, bleibt offen. Denn der Anteil des Restabfalls, der aufgrund der Hygieneregeln anfällt, könne nicht einzeln ermittelt werden, heißt es aus dem Landratsamt. In den Gelben Tonnen, in denen Verpackungen entsorgt werden, sei im ersten Halbjahr nicht mehr Müll gelandet als im Vorjahreszeitraum.

Dass sich wegen der Entwicklung beim Restmüll die Gebühren erhöhen, müssen die Einwohner des Landkreises nicht befürchten. Eine neue Kalkulation und damit eventuell eine Gebührenanpassung sei erst wieder für 2023 vorgesehen, erläutert Schilk. (vim/jop)

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