Ex-CFC-Kapitän zieht vor Gericht

Die Kündigung des ehemaligen Stürmers des Fußball-Drittligisten wird ein Fall für die Justiz. Ein erster Termin steht bereits fest.

Der ehemalige Kapitän des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC, Daniel Frahn, hat Klage beim Chemnitzer Arbeitsgericht eingereicht. Nach "Freie Presse"-Informationen geht der 32-Jährige damit gegen seine fristlose Kündigung vor. Ein erster Gütetermin zwischen dem Fußballer und seinem ehemaligen Arbeitgeber soll Mitte September stattfinden.

Der Vertrag des Torschützenkönigs der Vorsaison war am 5. August von der Chemnitzer FC Fußball-GmbH mit sofortiger Wirkung gekündigt worden. Die Verantwortlichen hatten damit nach eigenem Bekunden auf die Ereignisse beim Drittligaspiel in Halle (1:3) reagiert, bei dem Frahn mit CFC-Fans im Stadion gesehen wurde, die mutmaßlich der rechten Szene zugeordnet werden. Die Gesellschafter der Fußball-GmbH hatten als Begründung für die Kündigung vereinsschädigendes Verhalten genannt.

Bewertung des Artikels: Ø 3.5 Sterne bei 10 Bewertungen
20Kommentare
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  • 6
    0
    Haubi40
    26.08.2019

    @FromtheWastelands: Ich frage nur, weil es im Gästeblock in Halle keine Sitzplätze gibt, Herr Frahn also schwerlich dort neben wem auch immer gesessen haben kann. Darüber hinaus stand er mit seinem Kumpel das gesamte Spiel über am Rand des Gästeblocks, und zwar weitestgehend die beiden allein. Also alles, was in der Öffentlichkeit getan wurde, kann ihm an sich nicht angekreidet werden. Nach dem Spiel ist er an den Zaun gegangen und hat die Mannschaft herangerufen, damit ihnen Vertreter der Fans erklären könnten, warum die Unterstützung Mitte der ersten Hälfte eingestellt wurde. Das basierte einzig und allein auf der Informationen hinsichtlich der Kündigungen der Mitarbeiter des e.V. durch Herrn Siemon. Was davon ist denn Ihrer Meinung nach so verwerflich, dass die berufliche Zukunft des Herrn Frahn annähernd pulverisiert wurde?

  • 8
    10
    BlackSheep
    24.08.2019

    Ein Spieler redet mit den Fans des eigenen Vereins, klar vereinsschädigend.

  • 9
    7
    FromtheWastelands
    24.08.2019

    @BlackSheep
    Ich verurteile Frahn nicht, ich stelle fest das die Strafmaßnahme des Vereins wegen vereinsschädigendem Verhalten gerechtfertigt war und seine Chancen vor Gericht gering sind.

  • 9
    11
    BlackSheep
    24.08.2019

    @FromtheWastelands, hat Frahn irgendeine Straftat begangen, jemand zusammengeschlagen, beraubt oder so etwas, wäre mir neu. Vor dem Hintergrund sie Geifern, weil Sie einen Menschen verurteilen der nichts verbrochen hat.

  • 11
    9
    FromtheWastelands
    24.08.2019

    @Haubi40
    Kann man alles in den dazu erschienenen Artikeln nachlesen, sowohl bei der Freien Presse als auch bei anderen regionalen Nachrichtenseiten.

    @all
    Interressant wie die rechte Klientel wieder wild drauflos geifert und in eine gerechtfertigte Strafmaßnahme zur politischen Hexenjagd zurechtfantasiert und jede andere Meinung niederzuschreien versucht.
    Man könnte darüber lachen wenn es nicht so erbärmlich wäre.

  • 6
    16
    gelöschter Nutzer
    24.08.2019

    HHCL: Wer sagt denn das er "zufällig" neben rechten Gesinnungsgenossen gesessen hat? Was ist so schlimm daran? Der eine sitzt neben rechten Gesinnungsgenossen und der andere neben linken. Wo ist dr Unterschied?

  • 8
    12
    gelöschter Nutzer
    24.08.2019

    Die roten Daumen zeigen wohl sehr eindrucksvoll das so manches Klientel "ihre DDR" gern wiederhaben wollen MIT Gesinnungsschnüffel !?

  • 4
    9
    Lesemuffel
    24.08.2019

    Sollte heißen : viel Toleranz

  • 8
    10
    Lesemuffel
    24.08.2019

    Ach, hhcl, Sie tun mir mit Ihrem missionarischen Eifer schon ein wenig Leid. Nichtsdestotrotz wünsche ich ein gerechtes Urteil und keinen Rückfall in die Gesinnungsjustiz, mindestens aber genauso Igel Toleranz, wie sie Vermummte linksautonomen Gewalttäter zugebilligt wird. Ja, es stimmt mit den 70%. Auch die CDU wird nicht von 70% gewählt, ebenso die GRÜNEN nicht, und das ist gut so für den Erhalt unserer Nation in der Familie der demokratischen Nationen.

  • 10
    11
    HHCL
    24.08.2019

    @Lesemuffel: Opferrolle die zweite! Was ist daran brutal und wo ist die Verachtung, wenn man den Kapitän einer Fußballmannschaft an seinen öffentlichen Auftritten misst? Andere Meinung ist für Sie also "brutal" - da muss das Forum ja eine Zumutung für Sie sein. Leute, die nicht ihrer Ansicht sind "verachten" ihrer Meinung nach also andere.

    Es hat auch nichts mit "belehrendem Gutmenschentum" zu tun, wenn man sich hier dahin gehend äußert, dass einem rechtsradikale und menschenverachtende Gesinnung zuwider ist und man der Meinung ist, dass Leute, die sich in diesem Umfeld gern aufzuhalten scheinen nicht Mannschaftskapitän sein sollten.

    Aber genau da liegt wohl das Problem, da man Ihnen damit anscheinend auch auf die Füße tritt. Wenn ich Ihre Kommentare so lese, scheint es mir, dass Sie gern noch mehr Leute mit solcher Gesinnung in der Öffentlichkeit sehen möchten, die sich laut äußern und denen gefälligst auch nicht widersprochen werden darf, denn nur Ihre Meinung ist ja die richtige.

    Mit dieser Meinung und Hoffnung sind Sie aber Gottseidank (auch in Sachsen und Chemnitz!) nicht in der Mehrheit; ca. 70% sind jedenfalls nicht dafür. Daher werden Sie auch weiterhin Gegenwind ertragen müssen und ich wünsche Ihnen reichlich davon.

    Zurück zu Frahn: Es geht hier nicht um eine Privatperson, der man die Privatmeinung verbieten möchte, sondern um eine Person mit einer wichtigen Rolle im Verein. Der Arbeitgeber hatte deutlich gemacht, dass er sich solche Außendarstellung (T-Shirt) nicht wünscht. Er war also vorgewarnt, von "Gesinnungsvorverurteilung" kann also keine Rede sein. Ob das rechtlich in Ordnung war, kann er prüfen lassen. In einem Land, das von Leuten geführt würde, mit denen er sich anscheinend gerne umgibt, wäre das wohl nicht möglich.

    Sollte er wirklich in beiden Fällen naiv T-Shirt und Platz gewählt haben, dann hat er aus meiner Sicht einfach nicht die charakterliche Reife für so eine exponierte Position als Kapitän. Sollte es nicht das Ergebnis von Naivität sein, dann aus meiner Sicht erst recht nicht.

  • 2
    15
    gelöschter Nutzer
    23.08.2019

    Richtig so. Die DDR ist abgeschafft und das ist gut so.

  • 10
    5
    cn3boj00
    23.08.2019

    @Haubi wo war da was ins lächerliche gezogen? Es wurde lediglich die Vermutung ausgesprochen dass es Frahn schwer haben wird. Darf man das nicht?

  • 11
    17
    Lesemuffel
    23.08.2019

    Die Brutalität und Verachtung wie hier einige sich über Herrn Frahn auslassen zeigt die ganze Verlogenheit derer, die sich als die Guten, die Wahren aufspielen. Einfach abstossend dieses belehrende sogenannte Gutmenschentum. Ich hoffe, dass das Gericht dieser Gesinnungsvorverurteilung nicht folgt und die Gesellschaft nicht weiter spaltet.

  • 9
    6
    guenni07545
    23.08.2019

    Die Kündigung kann, aber muss nicht richtig gewesen sein. Das Schlimmste an der Geschichte ist der schriftliche Nachtritt dieser Frau Polster, der quasi einem Berufsverbot gleichkommt. So eine Abschlussbeurteilung ist eine Unverschämtheit, die im normalen Berufsleben niemals durchgeht.

  • 19
    19
    Haubi40
    23.08.2019

    @Distelblüte: Manchmal ist es recht amüsant, wenn vermeintliche Laien hier bereits den Stab brechen und den Experten deren Status auf Grund von Zeitungsberichten absprechen bzw. ins Lächerliche ziehen. Sind Sie vielleicht Rechtsanwalt, idealerweise für Arbeitsrecht? Falls nicht, was befähigt Sie denn zu Ihrer Annahme?

  • 20
    17
    Haubi40
    23.08.2019

    @FromtheWastelands: Woher wissen Sie denn, wer Herrn Frahns Sitznachbar war? Ist damit eigentlich Sitznachbar im Auto, im Stadion, am Imbiss oder was bzw. wo sonst gemeint? Grundsätzlich finde ich es gut, dass ein Gericht darüber entscheiden wird. Ich bin sehr gespannt, wie die Entscheidung ausfällt.

  • 32
    16
    HHCL
    23.08.2019

    Wird es nicht langsam langweilig Lesemuffel, sich immer wieder als Opfer angeblicher politischer Intrigen zu inszenieren.

    Der arme Kapitän, der zufällig neben falschen Leuten saß; schon bei der Hinfahrt. Der arme Kapitän, dem man nicht vorgelesen hat, was auf seinem Shirt stand. Wer so unselbständig ist, sollte vielleicht lieber einen Vormund bekommen und keine Kapitänsbinde. Lächerliche Aktion.

  • 36
    26
    FromtheWastelands
    23.08.2019

    Frahn ist mit diesem "Sitznachbarn" zu dem Spiel zusammen hingefahren, einem vorbestraften Nazihooligan, einem Mitglied von Kaotic Chemnitz das in Chemnitz Stadionverbot hat.
    Definitiv vereinsschädigendes Verhalten, noch dazu vom Mannschaftskapitän, zusammen mit der Aktion mit dem "Support your local Hooligans" - Shirt war die Entlassung absolut gerechtfertigt.

  • 34
    32
    Distelblüte
    23.08.2019

    Es ist natürlich Frahns gutes Recht, die Entscheidung seines ehemaligen Arbeitgebers juristisch anzufechten.Nach der zwischenzeitlichen Sperre im Frühjahr wegen eines ähnlichen Vorfalls sollte er aber nicht allzu optimistisch sein - wenn wiederholt und wider besseres Wissen gegen Vereinsregeln verstoßen wird, muss man mit den Konsequenzen leben.
    Ich frage mich, wer ihn anwaltlich vertritt.

  • 24
    39
    Lesemuffel
    23.08.2019

    Da darf man gespannt sein, wie der deutsche Rechtsstaat, das Arbeitsgericht auf eine politisch inzenierte fristlose Kündigung reagiert. (Wenn das in Russland passiert wäre, würden bestimmte Kreise laut aufschreien...) Man wird auch sehen können, welche Folgen es hat, wenn man nicht sorgfältig prüft, wer der/die Sitznachbar/in ist.



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