Familientag soll dem Publikum viele Neuerungen bieten

Mehr Service für die Besucher und ein Wechsel bei der Hauptorganisation sind zwei von mehreren Veränderungen bei einer Großveranstaltung in Limbach-Oberfrohna.

Limbach-Oberfrohna.

In gut einer Woche startet in Limbach-Oberfrohna die größte Veranstaltung des Jahres in der Innenstadt - der Familientag. Um die 50 Händler und Vereine präsentieren sich am 14. September ab 9 Uhr auf der Helenenstraße, beginnend ab Paul-Seydel-Straße, hinunter bis zum Johannisplatz, zur Hechinger Straße, der Bachstraße und der Moritzstraße.

Traditionelles trifft dabei auf Neues. "Bewährt hat sich zum Beispiel der Bauernmarkt, der parallel stattfindet", erklärt Oberbürgermeister Jesko Vogel. 13 Händler werden dort regionale und saisonale Lebensmittel anbieten. Neu sind in diesem Jahr ein Klettermobil aus Chemnitz, das auf dem Simmel-Parkplatz stationiert werden soll, der Auftritt von kostümierten Elfen und Trollen, ein Karussell neben dem Spielplatz und ein erweitertes Bühnenprogramm, das von 9 bis 19 Uhr durchgängig Musik und Shows bietet. Erstmals am Familientag beteiligt sich die Drogerie Rossmann, bei der es für Kinder Glitzer-Tattoos geben soll. Neu im Service für die Besucher ist eine WC-Container-Anlage, die am Parkplatz an der Albertstraße aufgebaut wird, und eine Übersichtskarte mit allen Händlern und Aktionen, die am 14. September in der Innenstadt mitwirken bzw. veranstaltet werden. Die Karte soll direkt am Festtag in der Innenstadt ausliegen. Neu ist in diesem Jahr auch die Organisation des Familientages. Lag die in der Vergangenheit immer in den Händen des Limbacher Handels- und Gewerbevereins (HGV), so ist diesmal die Stadt selbst der Hauptausrichter des Spektakels. "Der Verein ist auf uns zugekommen, weil er zu wenig Kapazitäten in der Organisation hatte", erklärt Claudia Rudolph vom Veranstaltungsmanagement der Stadtverwaltung, die nun die Fäden für den Familientag in der Hand hält. Zudem sei es einfacher und praktischer, was Genehmigungen in der Innenstadt betrifft, wenn die Stadtverwaltung selbst der Veranstalter ist, ergänzt sie.

Ganz raus aus der Organisation ist der HGV aber nicht. "Wir haben nur die Position gewechselt", sagt Carmen Eckebrecht, Vorsitzende des Vereins. Bisher hat die Stadt beratend und unterstützend zur Seite gestanden bei der Festvorbereitung, nun habe der Verein diese Rolle übernommen. "Wir haben uns nach wie vor bei der Standplanung und dem Bühnenprogramm eingebracht. Aber die komplette Vorbereitung war uns dieses Mal einfach nicht möglich", erläutert Eckebrecht. Der 50 Mitglieder zählende Verein habe dazu keine Zeit aufbringen können.

Oberbürgermeister Jesko Vogel wünscht sich künftig generell mehr Engagement von Händlern, Gewerbetreibenden, Vereinen oder auch Schulen, um das Event auf die Beine zu stellen. "Der Familientag ist für alle da, um sich zu präsentieren. Die Chance sollten auch alle nutzen", sagt er. Das tut etwa der Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna in der nächsten Woche. Der Verein ist zum ersten Mal beim Familientag dabei und will ein Zelt aufbauen, in dem Märchen vorgelesen sowie Bastel- und Schminkaktionen angeboten werden sollen.

Das Gegenstück zu neuen Teilnehmern bildet der Wegfall bisheriger Händler und Aktionen. Nicht am Familientag beteiligen werden sich zum Beispiel das Fotostudio Käppler, der Handarbeitsladen "Nadel und Faden" und der Optiker Grundmann. "Ich habe einfach keine Kapazitäten im Personal", begründet Optikermeister Thomas Hermann den Entschluss. Er stehe am 14. September selbst hinter der Verkaufstheke seines Geschäftes und könne dadurch keine weiteren Aktionen anbieten. Mit dem Ausscheiden dieses Händlers fällt allerdings auch eine Traditionsveranstaltung während des Familientages weg - die Modenschau aus dem Modestudio Barkli an der Albert-Einstein-Straße. Zu der Schau versammelten sich in der Vergangenheit immer zahlreiche Besucher um einen roten Teppich, der als Laufsteg auf der Straße fungierte. "Für mich allein ist die Organisation nicht zu stemmen", sagt Inhaberin Heike Barthel, die das bisher mit dem Optiker und auch mit dem Blumenhaus Welzel gemeinsam organisierte. In der kommenden Woche soll es nun eine abgespeckte Version geben: Eine Mode-Präsentation im Geschäft selbst. "Wenn das Wetter schön ist, werde ich die Tür offen lassen und die Besucher des Familientags können gern bei der Modenschau zusehen", so Barthel. Das Blumenhaus Welzel beteiligt sich diesmal nicht an der Organisation der Modenschau, weil es ein zu großer Aufwand sei, wie Inhaberin Kerstin Welzel informiert. "Wir setzen dieses Mal aus, weil wir einfach auch zu wenig Personal haben", ergänzt sie. Mit ihrem Geschäft nimmt sie dennoch am Familientag teil - die traditionelle Pflanzenlotterie sowie Bastelaktionen für Kinder werden dort angeboten.

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