Kita-Beiträge in Limbach-Oberfrohna vergleichsweise hoch

Eltern müssen ab diesem Monat mehr bezahlen. Die Kommunen in der Region gehen bei der Festsetzung der Summen unterschiedlich vor.

Limbach-Oberfrohna.

In jedem Jahr zu Beginn des Sommers gibt für Eltern von Kindern im Kita-Alter eine schlechte Nachricht: Die Beiträge, die Mütter und Väter für die Betreuung ihres Nachwuchses in Einrichtungen in Limbach-Oberfrohna bezahlen müssen, werden erhöht. Das liegt daran, dass die Beiträge von den Betriebskosten abhängen, also etwa von den Aufwendungen für Personal und die Gebäude. Wenn Gehälter und Energiekosten steigen, schlägt sich das also auch in den Elternbeiträgen nieder. Die Veränderungen treten in der Stadt jeweils zum 1. Juli in Kraft.

Die Erhöhung für Krippe und Kindergarten fällt dieses Mal prozentual mit jeweils etwa 7,5 Prozent fast identisch aus. Für eine täglich neunstündige Betreuung in der Krippe muss ab sofort monatlich 210,60 Euro gezahlt werden. Für neun Stunden im Kindergarten sind es 133,53 Euro. Im Hort fällt der Preissprung mit 4,6Prozent geringer aus. In diesem Fall müssen Eltern für eine sechsstündige Betreuung nun 72,11 Euro aufbringen.

Ein Vergleich mit anderen Kommunen der Region macht deutlich: Die Elternbeiträge in Limbach-Oberfrohna gehören zu den höchsten im Chemnitzer Umland (siehe Tabelle). Eine Erklärung dafür ist, dass die Stadt die Eltern im größtmöglichen Rahmen zur Kasse bietet. Das Kitagesetz des Freistaates sieht vor, dass im Krippenbereich zwischen 20 und 23Prozent der Betriebskosten auf die Eltern umgelegt werden dürfen, für Kindergarten und Hort gilt eine Spanne von 20 bis 30 Prozent. Der Limbach-Oberfrohnaer Stadtrat hat bereits im Jahr 2005 die Werte auf 23Prozent (Krippe) bzw. 30 Prozent (Kindergarten und Hort) festgelegt. Mehr geht also nicht.

Die Nachbarstadt Hohenstein-Ernstthal macht es ebenso, entsprechend liegen die Beiträge dort ähnlich hoch. Burgstädt hat angekündigt, dass die Eltern ab 1. September mehr zahlen müssen. Werte wie in Limbach-Oberfrohna werden aber nicht erreicht, weil sich der Stadtrat auf die geringeren Prozentsätze 21,5(Krippe) bzw. 25 (Kindergarten und Hort) geeinigt hat. In Chemnitz müssen Eltern deutlich weniger zahlen, weil dort etwa im Krippenbereich die Grenze von 20Prozent der Betriebskosten sogar unterschritten wird - obwohl das laut Gesetz nicht vorgesehen ist.

Limbach-Oberfrohnaer Eltern haben sich an die jährliche Erhöhung offenbar bereits gewöhnt. "Das ist als Problem bei uns nicht hochgeploppt", sagt Christin Seifert. Sie ist Elternratsvorsitzende in der Kita Am Hohen Hain, die etwa 120Kinder besuchen. Seifert erklärt, ihre persönliche Meinung sei, dass eine Erhöhung der Beiträge in Ordnung gehe, wenn die Erzieherinnen davon in Form von gesteigerten Gehältern profitierten. (mit bj/tz)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
1Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    1
    cn3boj00
    19.07.2018

    Ich glaube nicht, dass das alle einfach so in Ordnung finden. Viele nehmen es einfach nur hin, weil es ja keine Alternative gibt, außer wegzuziehen. ich glaube aber, wenn Herr Vogel junge Familien nach L-O locken will, wird das zu einem Problem. Etwas für Kinder und junge Familien zu tun sollte einfach deutlich mehr Priorität erhalten. Denn letztlich profitieren die Kommunen davon.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...