Köthensdorfer eröffnen sanierte Turnhalle

Die Sportstätte an der Johann-Esche-Grundschule wurde in den vergangenen Monaten erneuert und nun in Betrieb genommen. Umbauten gab es aber auch im Schulgebäude.

Taura.

Jubel, Trubel, Heiterkeit - diese Devise galt für ein nichtalltägliches Weihnachtscafé in Taura. Am Schulstandort in Köthensdorf bereiteten sich die Einheimischen mit einem Aktionstag am Donnerstag selbst ein lang ersehntes Geschenk: die Eröffnung der modernisierten Turnhalle der Johann-Esche-Grundschule.

Die Grundschüler nahmen zusammen mit den Rasselbande-Kindergartenkindern mit einer von ihnen selbst gestalteten Bühnenshow die Sport- und Freizeitstätte in Besitz. Um jeden Zentimeter des neuen Hallenparketts wurde dabei von den Zuschauermassen gerungen: Eltern und Großeltern, Geschwister und Verwandte, aber auch Planungs- und Bauleute, Gemeinderäte und Vertreter der Vereine waren samt Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt der Einladung gefolgt.

Bürgermeister Robert Haslinger eröffnete die Feierrunde mit einer Fotoschau, die kompakt sowohl den Start der Baumaßnahme und den danach folgenden Bauverlauf dokumentierte. Schnappschüsse von brüchigem Mauerwerk, kaputten Toilettenanlagen und morschem Dachgebälk quittierten gerade die in den ersten Reihen sitzenden Knirpse mit Staunen und ungläubigem Lachen. Für sie kaum vorstellbar, dass sich ihre Turnhalle vor reichlich einem halben Jahr noch in diesem maroden Zustand befand.

Beifall kam vom Publikum, als nachfolgende Fotos die Arbeitsschritte der Bauleute herausstellten. Mauer, Maler, Trockenbauer, Elektriker, Sanitärexperten und Fußbodenbauer zeigten sich als in einem Team auf ihren Berufspositionen agierende Akteure.

In seiner Ansprache sah sich der Gemeindechef zusammen mit Gemeinderat und Bauverantwortlichen angesichts der Anerkennung der Gäste darin bestätigt, das Projekt auch unter dem Gesichtspunkt der Budgetüberschreitung weiterverfolgt zu haben. Auf seine eher rhetorische Frage hin, wie viel wohl die Modernisierung gekostet haben möge, spekulierten Anwesende, dass es vielleicht eine Million Euro sein könnten.

Doch damit lagen sie ziemlich falsch. Denn die Gemeinde Taura investierte für Modernisierung nach Angaben des Bürgermeisters weit weniger. "Ursprünglich waren 390.000 Euro veranschlagt. Und sobald noch im Gange befindliche Restarbeiten ausgeführt sind, stehen 480.000 Euro zu Buche", so Haslinger.

Die 90.000 Euro Mehrkosten begründete er mit einer Reihe von Fakten. "Unser seit Juni 2019 andauerndes Projekt umfasst nicht nur die Turnhallensanierung, die uns in jeweiligen Abschnitten auch immer wieder vor nicht absehbare Aufgaben stellte", erklärte der Bürgermeister. Teuer seien auch Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes gewesen. Auch die zusätzliche Schaffung eines neuen Klassenzimmers, für das zwei Räume in der Schule zusammengelegt wurden, und der zugleich erfolgte Umbau des Speisesaales und Hortbereiches hätten sich als aufwendig erwiesen. "Hier wurden von Behörden weitergehende Auflagen, etwa speziellere Türen, aufgemacht", erklärte Haslinger.

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung hat das Gremium bereits die Kostenübersicht vorgelegt und verschiedene Entscheidungen getroffen, damit auch die zusätzlichen Investitionen aus in diesem Jahr nicht umgesetzten Projekten, wie etwa einem Brückenbau, finanziert werden können. "Insgesamt 260.000 Euro Fördermittel wurden uns vom Freistaat Sachsen zuerkannt. Die stammen aus dem Programm "Brücken in die Zukunft bauen", so Robert Haslinger.

In dem Turnhallenprojekt sieht der Gemeindechef auch einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Ziel verwirklicht, die Ausbildungs- und Betreuungsbedingungen am Schulstandort nachhaltig zu verbessern.

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