"Man hätte die SED verbieten müssen"

Herbst 89: Der Mediziner Hermann Schnurrbusch über Fehler bei der Wiedervereinigung und die Bedeutung von freien Wahlen

Limbach-Oberfrohna.

Wie denken heute Zeitzeugen und Protagonisten der Wendezeit in Chemnitz und Umgebung über damals und über die Entwicklung seither? Johannes Pöhlandt sprach mit Dr. Hermann Schnurrbusch, der sich 1989 in Limbach-Oberfrohna im Neuen Forum engagierte.

Freie Presse: Herr Dr. Schnurrbusch, im Herbst 1989 waren Sie Ende 40 und traten als Mitbegründer und Sprecher des Neuen Forums in Limbach-Oberfrohna in Erscheinung. Was war diese DDR damals für Sie?

Hermann Schnurrbusch: Die DDR war kein Arbeiter-und-Bauern-Staat, wie sie sich selbst nannte, sondern ein Staat der kommunistischen SED-Funktionäre. Und vor allem ein Staat der Repression und Unterdrückung. Die DDR ließ keine Freiheiten zu: keine Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit, keine Reisefreiheit. Dabei hatte ich als Schiffsarzt gelernt, dass es mehr gibt als die DDR. Ich war unter anderem auf Kuba, in Mexiko und in Afrika gewesen. Insofern war die DDR danach zu klein für mich.

Wann hatten Sie erstmals das Gefühl: Bald wird dieses Land ein anderes sein?

Das war lange vor 1989. Ich hatte mich mit der DDR nie abgefunden. Das begann schon zu Schulzeiten, als eine Bewerbung für ein Studium zunächst abgelehnt wurde, weil meine Eltern weder Arbeiter noch Bauern waren. In meinen Stasiakten ist nachzulesen, dass ich 1978 an die Wiedervereinigung glaubte, auch wenn sie noch fern sei. Die Stasi hat sich jahrelang mit mir beschäftigt, zwölf Inoffizielle Mitarbeiter auf mich angesetzt, mich bespitzelt und mein Telefon abgehört.

Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, die DDR zu verlassen?

Nein. Ich fühlte mich meiner Heimat Oberfrohna zugehörig. Deshalb habe ich keinen Ausreiseantrag gestellt oder andere Anstrengungen in diese Richtung unternommen.

Wie kam es zur Gründung des Neuen Forums in Limbach-Oberfrohna am 1. November 1989?

Einige Gruppen von Unzufriedenen hatten sich schon vorher zusammengetan. Die Gründung des Neuen Forums war dann nur noch eine Formfrage. Neben mir haben auch andere dabei eine wichtige Rolle gespielt - unter anderen Lothar Raschker, der später bei der Besetzung der Stasi-Kreisdienststelle in Karl-Marx-Stadt am 4. Dezember 1989 mitwirkte.

Was haben Sie gedacht, als die Mauer fiel?

Das Neue Forum hatte zuvor die Hoffnung gehegt, die DDR reformieren zu können. Mit dem Mauerfall am 9. November änderte sich aber alles. Kein Mensch interessierte sich mehr für Reformen in der DDR. Vielmehr ging es der Bevölkerung um die deutsche Einheit. Auch ich habe mich dafür eingesetzt und mich an der Gründung der Deutschen Forumpartei beteiligt, um die Wiedervereinigung im Parteiensystem gestalten zu können. Mit der DDR war kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Wann und wo waren Sie das erste Mal im Westen?

Wenn ich mich recht erinnere, war das am Wochenende nach dem Mauerfall. In Hof habe ich mir das Begrüßungsgeld abgeholt.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Das weiß ich nicht mehr. Irgendwelche Kleinigkeiten. Für uns war ja eine Banane schon ein Wunder.

Hatten Sie in den Jahren nach der Wiedervereinigung Existenzängste, so wie viele andere Menschen im Osten?

1994 war ich ungefähr für ein halbes Jahr arbeitslos, nachdem ich als Sozialdezernent in der Stadtverwaltung ausgeschieden war. Die CDU wollte den Posten anders besetzen. Wenn ich mich bewarb, erhielt ich oft die Antwort, dass der Arbeitgeber jemand Jüngeren bevorzuge - ich war damals 52. Das hat mich bedrückt. Aber dann wurde ich von der Bundeswehr als Gutachter und Musterungsarzt angestellt.

Was war Ihrer Meinung nach der größte Fehler bei der Wiedervereinigung?

Aus den neuen Bundesländern ist eine Kolonie Westdeutschlands geworden - sowohl politisch als auch wirtschaftlich und kulturell. Die gesamte Leitungsebene wird von Westdeutschen dominiert. Es gibt kein Dax-Unternehmen mit Sitz im Osten. Kaum eine Universität hat einen ostdeutschen Rektor. Aus westdeutscher Sicht ist das alles kein Fehler, aber aus ostdeutscher Sicht sehr problematisch. Ein Fehler war, dass man die SED mit ihrem gesamten Apparat und Geld weiter bestehen ließ. Aus meiner Sicht hätte man die Partei verbieten sollen. Dass sie sich seit der Wende mehrmals umbenannt hat, ist doch nur Spiegelfechterei.

Haben sich Ihre Hoffnungen aus dem Herbst 1989 erfüllt?

Ja. Heute kann ich sagen, was ich will, ohne bespitzelt zu werden. Das ist ein epochaler Fortschritt. Es herrscht Versammlungsfreiheit und Reisefreiheit. Und die Wahlen sind frei - sie waren in der DDR ja ein einziger Betrug. Heute noch kann ich Menschen nicht verstehen, die nicht zur Wahl gehen. Unsere Demokratie ist gewiss nicht fehlerlos, aber im Vergleich zu einer Diktatur überwiegen zweifelsohne die Vorteile.

Sind Sie heute noch politisch oder zivilgesellschaftlich aktiv?

Neben meinen Forschungen zur Heimatgeschichte bin ich noch immer Mitglied in der FDP, auch wenn ich nicht alle Ziele der Partei teile. Politisch aktiv bin ich nach vielen Jahren im Stadtrat und im Kreistag altersbedingt aber nicht mehr.

Am 1. November - 30 Jahre nach der Gründung des Neuen Forums in Limbach-Oberfrohna - gibt es eine Gedenkveranstaltung in der Stadtkirche und im Rathaushof. Was ist Ihre Rolle dabei?

Keine. Ich und andere damals aktive Personen sind in die Vorbereitungen nicht einbezogen worden. Das hat mich etwas erstaunt. Ich bin deswegen aber nicht ungehalten. Ich muss mich nicht in den Vordergrund spielen. Ich werde zum Gedenken in den Rathaushof gehen, aber nicht in die Stadtkirche. Denn die Kirchen in Limbach-Oberfrohna können sich mit ihrer Rolle, die sie 1989 einnahmen, nicht brüsten.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Die Politik darf nicht mehr von Lobbyisten und Konzernen fremdbestimmt sein. Man denke nur an die Rüstungsindustrie: In Syrien haben sich vor wenigen Tagen Türken und Kurden beschossen, beide mit deutschen Waffen. Außerdem darf der Staat Einrichtungen der Daseinsvorsorge, wie sie in den Bereichen Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege nötig sind, nicht privatisieren. Der Leitsatz, dass der Markt es schon richten wird, hat sich auf diesem Gebiet als falsch erwiesen. Für Limbach-Oberfrohna wünsche ich mir, dass der lange vernachlässigte Stadtteil Oberfrohna Anschluss an die Entwicklung der Stadt erreicht.


Hermann Schnurrbusch

Der Arzt und Heimatforscher wurde 1942 in Chemnitz geboren und wuchs in Oberfrohna auf. Nach einem Medizinstudium war Schnurrbusch unter anderem am Limbacher Krankenhaus und als Schiffsarzt tätig. Nach der Wiedervereinigung saß er für die FDP im Stadtrat und arbeitete parallel als Sozialdezernent für die Stadtverwaltung. Anschließend fand er eine Anstellung als Musterungsarzt bei der Bundeswehr. Seit 1993 veröffentlicht Schnurrbusch, der wegen seiner Meinung etwa zur Erinnerungskultur nicht unumstritten ist, Beiträge zur Heimatgeschichte. (jop)

14Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    OlafF
    31.10.2019

    Verbot wäre für mich keine Aufarbeitung gewesen. Ihre „führende Rolle“ in der Diktatur sollte genauso benannt werden, so wie ihre heutige Rolle in der Demokratie als Linkspartei. Durch Gnade der späten Geburt, müssen sich Viele die Frage nicht stellen, ob sie damals eingetreten wären, und ich konnte ihnen damals auch nur widerstehen, mit dem Satz: „mein politischer Standpunkt sei noch nicht gefestigt."
    Ihr Name zur Anordnung der Hinterteile der Abgeordneten der französischen Nationalversammlung taugt leider nur noch bedingt zur Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Wenn heute „die sogenannte Linke“ sich dafür einsetzt, das Rad der Geschichte für die Wiederkehr zu sozialistischen Verhältnisse zurückzudrehen, so ist das genauso rückwärts gewandt, wie die pauschale Einordnung der von nationalen und europäischen Werten der Freiheit, nationaler Selbstbestimmung und den Widerstand gegen nationale Selbstaufgabe immer öfter mit Nationalismus gleichzusetzen. Wer sich dann noch gleichzeitig im deutschen Bundestag mit ANTIFA-Symbolen schmückt, kann sich nicht allein damit für künftige Aufgaben wappnen, sondern schadet sich nur selbst. Weder antifaschistische Parolen aus der Zeit des spanischen Bürgerkrieges noch die Retorik á la Riefenstahl sind geeignet, die Konflikte zwischen politischen Gegnern auszutragen, zumal diejenigen, welche sie benutzen gar nicht abschätzen können, welche historische Bedeutung diese Vorgehensweise birgt. Die gemeinsame Schnittmenge der aus der frühen Arbeiterbewegung entstandenen Linken mit den Werten des Humanismus, müsste sich endlich wieder den sich entwickelnden Folgen der Digitalisierung und Robotisierung und damit verbunden der Erhaltung sozialer Errungenschaften inklusive der Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen widmen, um auch in breiteren Schichten der Bevölkerung ernst genommen zu werden. Des weiteren sollten sich die „angeblichen Linken“ einmal darüber unterhalten, wie viele Studenten an der UNI aus bescheidenen sozialen Verhältnissen stammen, anstatt die Studenten darin zu bestärken die Meinungsfreiheit zu bekämpfen, auch wenn sie manchmal nicht in das eigene Weltbild passt. Dazu gehört auch das Kümmern um diejenigen Studenten, welche nicht von „finanziell unabhängigen Muttis und Vatis“ mit unbegrenzt Geld ausgestattet, das Studium als Freizeitbeschäftigung zur Überbrückung der ANTIFA-Demo-freien Zeit ansehen, sondern sich mit Zweit-und Dritt-Jobs über Wasser halten müssen. Eigentlich bieten Studentenbewegungen die Plattform für die Basis für den Diskurs und die Meinungsfreiheit und waren der Ausgangspunkt für Veränderungen der Gesellschaft, anstatt den verkrusteten Strukturen in den A... zu kriechen. Den Anreiz für Wettbewerb, Innovation und technologischen Fortschritt sollte dabei jedoch unbedingt erhalten bleiben, denn Chancengleichheit bedeutet Wettbewerb mit gleichen Chancen und nicht Ausruhen auf der Arbeit Anderer oder zu Ungunsten der Ausbeutung Schwächerer. Die vollständige Abschaffung der nationalen Grenzen wird dabei erst möglich sein, wenn überall annähernd gleiche Lebensbedingungen vorhanden sind. Diese daraus resultierende Lebensqualität darf sich hierbei nicht ausschließlich in Geld messen lassen oder an der Aussicht auf unbegrenzte Alimentierung. Wenn dann der überwiegende Teil der Nationen in freier Selbstbestimmung entschieden hat, dass Frieden, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Verteidigung der Menschenwürde alternativlos für den Fortbestand der Menschheit sind, dann sind Ländergrenzen und die Partei des Demokratisch Sozialismus bestenfalls noch für Geschichtsbücher gut.

  • 1
    1
    acals
    31.10.2019

    @cn3...: Ja, ich weiss. Lassen Sie mich bitte aber schreiben das wir durchaus davon sprechen dürfen, dass das wählen von Faschisten in 2019 ein doch größere Schande ist, als deren Aktivitäten bis '45.

    Ich halte nichts von Wählerbeschimpfung und auch nichts von Parteiverboten - aber Ross und Reiter müssen präzise benannt werden (dürfen).

  • 2
    1
    Freigeist14
    31.10.2019

    cn3bO@ ich vestehe Ihr Beweggründe . Doch muss ich einhaken ,daß die "Machtergreifung " keine unmittelbare Schuld der Volkes und Schande war . Seit 1930 taumelte die Weimarer Republik mit den Notverordnungen und Minderheiten-Kabinetten in die Diktatur . Nach der auf Betreiben Franz v.Papens Entmachtung Kurt v.Schleichers und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler war "Das Volk weitgehend außen vor . Großindustrie und -Agrarier sind die Steigbügelhalter Hitlers gewesen .

  • 2
    2
    cn3boj00
    30.10.2019

    @acals ich bin doch bei Ihnen, lesen Sie das nicht? ich wollte nur klarstellen, dass es in unserer Geschichte eine noch größere Schande gab als die Wahlerfolge der Neo-Faschisten heute: die Machtergreifung Hitlers, mit Duldung durch das Volk.
    Leider steuern wir in eine solche Richtung, aber das hat jetzt nicht direkt etwas mit Hr. Dr. Schnurrbusch zu tun. Außer vielleicht, dass sein Beispiel zeigt wie man aus richtigen Erkenntnissen die falschen Schlüsse ziehen kann.

  • 3
    3
    Interessierte
    30.10.2019

    Hier stehts auch : Das Neue Forum hatte zuvor die Hoffnung gehegt, die DDR reformieren zu können. Mit dem Mauerfall am 9. November änderte sich aber alles.

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    acals
    30.10.2019

    Danke @freigeist und @cn3boj00.

    Die Frage nach der Schande --- wem zB Millionen von vergasten Juden nicht genug sind zu begreifen, was diese Ideologie für nachhaltigen Schaden angerichtet hat, der agiert als deren verlängerter Arm. Im Buch von Höcke wird ja auch vom Volkskörper gesprochen, welcher nachdrücklich vor Afrikanisierung, Islamisierung etc geschützt werden muss. Das ist "Mein Kampf" in Neudeutsch. Trotz dieser Kenntnis diesen Jargon aufzurufen - das ist tatsächlich Schande.

    ich würde meinen das auch Sie @cn3 als Physiker sehr gut nachvollziehen können, dass die faschistische Ideologie eben nicht nur Mio von Unschuldigen das Leben gekostet hat, sondern Deutschland auch seiner weltweit führenden Rolle in Wissenschaft und Technik. Wenn diese ideologie also vorgibt etwas schützen zu wollen, dann kann nachweislich darauf verweisen werden das das ganze gegenteil eintreten wird. (So etwas heute noch schreiben zu müssen hätte ich vor 30 jahren tatsächlich nicht ansatzweise erahnen können. Für diese Auseinandersetzung gibt es aber null argumente auf der Seite der Faschisten, und alle auf der Seite deren Gegner. Insofern wird hier nur heisse Luft produziert - es wäre zielführender produktiv nach vorne zu denken. Ramelow und ua Mohring machen das gerade vor ...)

  • 11
    5
    Freigeist14
    29.10.2019

    Dem Herrn sei gesagt ,es ist der Verdienst von Gregor Gysi, Hans Modrow ,Markus Wolfs und Brigitte Zimmermann , trotz des ungeheueren Drucks aus den Wirren im Dezember 1989 die PDS in die Neue Zeit gerettet zu haben um einen geordneten Übergang in die Zeit nach den Freien Wahlen zu ermöglichen . Sonst wäre ab Dezember in allen staatlichen Institutionen das Chaos und bürgerkriegsähnliche Stimmung aufgekommen . Da mal nachzuhaken ,wäre Aufgabe des Reporters gewesen . Aber nein - die tendenziöse Überschrift gefällt besser .

  • 6
    6
    Freigeist14
    29.10.2019

    thomboy@ Ihre Ehr abschneidenden völlige Verdrehungen der Realität verfangen nur bei der Klientel , die eine Partei dufte finden ,die mit dem Grundgesetz hadert und zu Recht unter Verfassungsschutz-Beobachtung liegt .

  • 5
    10
    Malleo
    29.10.2019

    acals..
    So einfach ist Ihre Welt.

  • 10
    3
    cn3boj00
    29.10.2019

    "Die Politik darf nicht mehr von Lobbyisten und Konzernen fremdbestimmt sein. ... Außerdem darf der Staat Einrichtungen der Daseinsvorsorge, wie sie in den Bereichen Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege nötig sind, nicht privatisieren. Der Leitsatz, dass der Markt es schon richten wird, hat sich auf diesem Gebiet als falsch erwiesen" sagt der FDP-Mann(!) und zitiert quasi aus dem Parteiprogramm der Linken, die er verbieten lassen würde. Wie man sieht: entweder sind zu viele Menschen in den falschen Parteien, oder es geht mit zunehmendem Alter das gesunde Urteilsvermögen verloren.
    Und @acals, sagen wir mal so: es ist vielleicht noch nicht die größte Schande, aber zumindest eine Wiederholung derselben. Und dass die Menschen nicht lernfähig sind zeigen die roten.

  • 19
    3
    cn3boj00
    29.10.2019

    "Aus den neuen Bundesländern ist eine Kolonie Westdeutschlands geworden", sagt er, und da muss man ihm Recht geben.
    "Ein Fehler war, dass man die SED mit ihrem gesamten Apparat und Geld weiter bestehen ließ", sagt er, und da muss man ihm widersprechen. Denn das Vermögen der SED wurde eingezogen oder von Privatleuten veruntreut. Das eingezogene Vermögen wurde benutzt, um "Altschulden der neuen Bundesländer" zu begleichen. Es wurde uns quasi doppelt weggenommen. Und vom SED-Apparat ist aber nun gar nichts mehr übrig. Und die Linken sind wohl die einzige Partei, die tatsächlich etwas gegen die Rolle als Kolonie unternimmt, während die Westparteien, die sich die Blockparteien der DDR ohne Scham einverleibt haben, sich in der Rolle der Kolonisten offenbar wohl fühlen. Wie wenig die heutige Linke noch mit der SED zu tun hat sieht man gerade in Thüringen, wo sie sich als durchweg demokratische Partei, die auch Regierungsverantwortung übernehmen kann, "geoutet" hat.

  • 12
    10
    acals
    29.10.2019

    Und heute gibt es eine Partei die in Teilen juristisch als faschistisch-extremistisch eingestuft wird und unter aktueller beobachtung des Verfassungsschutzes steht.

    Das diese AfD gewählt wird ist tatsächlich ein Schandfleck in der 1000 Jahre andauerenden deutschen Geschichte.

  • 7
    12
    Lesemuffel
    29.10.2019

    Der Doktor hat sich bestimmt 1989 nicht ausmalen können, dass 2019 die CDU aus machtpolitischen Gründen "gemeinsame Schnittmengen" mit dem SED - Nachfolger feststellen würde.

  • 6
    17
    gelöschter Nutzer
    29.10.2019

    Genau und heute gibt es wieder Menschen die die SED Nachfolgepartei in Thüringen wählen und einen ehemals vom Verfassungsschutz beobachteten Ministerpräsidenten. Eine Schande.



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