Millionen fließen in Zschopaus Altstadt

Schloss, Gymnasium und Straßen haben profitiert - Neues Förderprogramm

Zschopau.

So wie die DDR am Ende ihrer Tage abgewirtschaftet hat, sah es auch in ihren Städten aus. Zschopau bildete da keine Ausnahme. Aufnahmen aus der Vorwendezeit zeigen graue, bröckelnde Fassaden. Oft wird erst beim Betrachten solcher Bilder deutlich, wie sich die Stadt verändert hat. Das Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" hat wesentlich zur Entwicklung der Altstadt beigetragen. Reichlich 22,1 Millionen Euro sind seit dem Jahr 1993 aus diesem Fördertopf in den historischen Stadtkern geflossen. Zusätzlich hat die Stadt in 25 Jahren einen Eigenanteil von knapp 5,9 Millionen Euro aufgebracht, sodass sich der Gesamtbetrag auf annähernd 28 Millionen Euro summiert.

Der größte Teil (fast 60 Prozent) ist in sogenannte Gemeindebedarfseinrichtungen investiert worden. Dazu zählen etwa Verwaltungsgebäude, Schulen, aber auch kirchliche Einrichtungen. So wurden 4,5Millionen Euro in den Umbau des Gymnasiums gesteckt. In das Neue Rathaus und andere Einrichtungen von Behörden flossen 3,2Millionen Euro. Auch die Ludwig-Würkert-Straße und andere Verkehrsflächen profitierten. 6,1 Millionen Euro sind dort verbaut worden - das entspricht knapp 22 Prozent der Gesamtausgaben. Privatleute haben ebenfalls Geld aus dem Förderprogramm erhalten, wenn auch mit zwei Millionen Euro zu einem geringeren Anteil.

Während die erste Auflage des Bund-Länder-Programms Geschichte ist, läuft seit vier Jahren ein neues Förderprogramm. In das dafür notwendige Konzept hatte der Stadtrat im Sommer 2014 unter anderem die Neugestaltung von Alt- und Neumarkt, die Lange Straße, die Nachnutzung des früheren Stadthallengeländes, die Gestaltung des Verkehrsknotens Schillerplatz sowie des Seminargartens am Gymnasium aufgenommen. Bis 2023 sind für die Kommune Stadtsprecher Uwe Gahut zufolge 16,3 Millionen Euro aus dem Fördertopf beantragt.

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