Neue Autos: Feuerwehren brauchen Geduld

Lieferzeit von bis zu zwei Jahren - Limbach und Kaufungen profitieren

Zwickau/Limbach-O..

Zahlreiche Feuerwehren im Landkreis Zwickau können ihren Fuhrpark verjüngen. Für die Anschaffung von 18 neuen Fahrzeugen gibt es in diesem Jahr eine Finanzspritze. Kreisbrandmeister Thomas Wende hat in den vergangenen Tagen die Fördermittelbescheide verschickt. Er verteilt - in Abstimmung mit Landrat Christoph Scheurer und dem Städte- und Gemeindetag - die Mittel des Freistaates. 2018 stehen rund 2,35 Millionen Euro und damit doppelt so viel Geld wie im Vorjahr zur Verfügung. "Dadurch kann ein Teil des Investitionsstaus, den es in den Feuerwehren gibt, abgebaut werden", sagt Wende.

Auf dem "Einkaufszettel" stehen unter anderem 13 Mannschaftstransportwagen. Dabei gibt es eine Besonderheit: Unter Regie der Stadtverwaltung Glauchau ist eine Sammelbestellung geplant. Zwei Fahrzeuge sind für Limbach-Oberfrohna bestimmt, nämlich für die Ortswehren Limbach und Kaufungen. Auch Glauchau erhält zwei Fahrzeuge. Zudem beteiligen sich Lichtenstein, Kirchberg, Waldenburg, Oberlungwitz, Schönberg, Crinitzberg und Hartenstein. Die Stadtverwaltung in Hohenstein-Ernstthal kümmert sich in Eigenregie um die Bestellung von zwei neuen Mannschaftstransportwagen. Die Fahrzeuge verfügen jeweils über neun Plätze. Aus den Fördertöpfen gibt es einen Zuschuss von mindestens 23.000 Euro pro Mannschaftstransportwagen.

Die Investitionsoffensive hat offenbar auch Auswirkungen auf die Situation bei den Herstellern. Thomas Wende geht davon aus, dass die Mannschaftstransportwagen wahrscheinlich erst im zweiten Quartal 2019 geliefert werden können. "Bei Spezialfahrzeugen kann es sogar zu Lieferzeiten von bis zu zwei Jahren kommen", sagt der Kreisbrandmeister. Thomas Wende berichtet, dass sich der Landkreis Zwickau selbst nicht um Sammelbestellungen von Fahrzeugen kümmern kann. Zudem verweist er auf die unterschiedlichen Anforderungen. "Die Mannschaftstransportwagen verfügen weitgehend über eine ähnliche Ausstattung. Drehleitern und Tanklöschfahrzeuge müssen dagegen an die örtlichen Besonderheiten angepasst werden", sagt Wende. Die Fahrzeuge, die aktuell angeschafft werden, sollen in den nächsten 15 bis 20Jahren zum Einsatz kommen.

Neben dem Kauf von Feuerwehrautos fließen die Zuschüsse auch in die Erneuerung von Brandlösch-Technik, Sirenen und Zisternen. Insgesamt 53 Fördermittelanträge haben die Kommunen im Landkreis gestellt. Die Bearbeitung wird wahrscheinlich bis August dauern.

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