Stalker muss 400 Euro bezahlen

Mann verfolgt Exfreundin mithilfe eines Peilsenders

Limbach-O./Hohenstein-E..

Ein Mann aus Limbach-Oberfrohna soll seine frühere Lebensgefährtin nach der Trennung belästigt und verfolgt haben. Deshalb musste sich der Mann am Dienstag vor dem Amtsgericht in Hohenstein-Ernstthal verantworten. Die Anklage lautete auf Nachstellung, auch bekannt unter dem Begriff Stalking.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte im Jahre 2016 seine Exfreundin tagelang mit unzähligen SMS und Whatsapp-Nachrichten bombardiert haben. "Und das, obwohl sich die Frau gegen einen Kontakt ausgesprochen hatte", erläuterte die Staatsanwältin. Aber das war noch nicht alles. Der Mann, ein Softwareentwickler, hatte einen GPS-Sender - auch Peilsender genannt - an dem Auto seiner ehemaligen Lebensgefährtin befestigt, sodass er rund um die Uhr über deren genauen Aufenthaltsort Bescheid wusste.

Allerdings erschien die Frau am Dienstag nicht zur Verhandlung, bei der sie als Zeugin auftreten sollte. Ohne ihre Aussage war nicht zu klären, inwieweit und ob sich die Vorkommnisse auf die Lebensqualität der Geschädigten ausgewirkt hatten. Der Verteidiger des Angeklagten sagte: "Mein Mandant räumt die Fehler ein und er bedauert die Vorkommnisse." Auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft erklärte der Angeklagte, jeglichen Kontakt mit der Geschädigten zu meiden und in einer neuen Beziehung zu leben. Richter Michael Respondek stellte das Verfahren schließlich vorläufig ein. Das Delikt liege bereits längere Zeit zurück. Allerdings muss der Limbach-Oberfrohnaer eine Geldauflage von 400 Euro an einen Verein zahlen. Sollte er dies nicht tun, wird der Prozess wieder aufgerollt. (stsu)

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