Wahlen: Zwei Claußnitzer treten nicht mehr an

27 Bewerber von CDU, SPD, Freie Wähler und WVC für 16 Sitze im Rat

Claußnitz.

In der Gemeinde Claußnitz wird Beständigkeit groß-geschrieben. Zu dieser Erkenntnis kommt man, wenn man die Wahlvorschläge für die diesjährige Kommunalwahl betrachtet. Für den Gemeinderat mit 16 Sitzen bewerben sich 27 Kandidaten. Zugelassen wurden vier Wahlvorschläge: Freie Wählervereinigung, CDU, SPD und Wählervereinigung Chemnitztal (WVC). Ähnlich sah es vor fünf Jahren aus: 2014 traten 27 Bewerber für fünf Parteien und Wählervereinigungen an. Damals gab es noch einen Kandidaten der Linken, der es aber mit 185 Stimmen nicht in den Gemeinderat schaffte.

Zur Kontinuität gehört aber auch, dass Kinder von Gemeinderäten und ehemaligen Kandidaten das Zepter übernehmen wollen. So tritt Rentner Günter Donner mit 73 Jahren für die Freien Wähler nicht mehr an. "Ich will jetzt das Rentnerdasein genießen", sagt der jetzige Gemeinderat. Seit 1990 ist er in der Kommunalpolitik aktiv, erst in Markersdorf und dann mit der Eingemeindung in Claußnitz. Nur während einer Legislaturperiode gehörte er nicht dem Gemeinderat an. Sein Sohn Falk tritt erstmals bei einer Wahl an. Der 45-Jährige ist selbstständiger Bausachverständiger. Bei der Freien Wählervereinigung treten zudem der jetzige Gemeinderat Wolfgang Delling vom gleichnamigen Straßenbauunternehmen und sein Sohn Enrico an, der inzwischen einer der beiden Geschäftsführer des Familienbetriebes ist. Auch bei der CDU soll es eine Vater-Kind-Nachfolge geben. Der selbstständige Handelsvertreter Eberhard Strangfeld wurde 2014 nominiert und schaffte es aber nicht ins Gremium, Tochter Gabi Strangfeld will es fünf Jahre später wissen.


Von 16 derzeitigen Gemeinderäten treten nur zwei nicht wieder an: Michael Bergt (CDU) und Günter Donner. Der Altersdurchschnitt der Bewerber liegt bei knapp 50 Jahren. Jüngster ist Verwaltungsbetriebswirt Andreas Heinig (Jahrgang 1988) und älteste Kandidatin ist Susanne Thurm mit 69 Jahren, beide Freie Wähler. Thurm sitzt seit 1990 im Gemeinderat und will es erneut wissen. "Ich fühle mich fit", sagt die selbstständige Fuhrunternehmerin.

Die gute Mischung von erfahrenen Gemeinderäten und jungen Leuten, die erstmals in die Kommunalpolitik wollen, lobt Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU). Der 67-Jährige geht dieses Jahr in Rente. Deshalb wird der Bürgermeister am 1. September neu gewählt.

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