Warum sich eine weitere Firma in Neukirchen ansiedeln will

Das Gewerbegebiet Südwest ist Standort für mehrere Unternehmen. Nun soll es um nahezu 40.000 auf rund 370.000 Quadratmeter vergrößert werden. Denn es gibt neue Interessenten.

Neukirchen.

Im Gewerbegebiet Südwest in Neukirchen, das vor einigen Jahren nur ein Feld gewesen ist, sind heute circa 30 Firmen ansässig. Vier Grundstücke sind gegenwärtig noch frei. Allerdings ist etwa nur die Hälfte davon im Besitz der Gemeinde.

"Das Gewerbegebiet soll um etwa zehn Prozent erweitert werden. Die Einteilung der Grundstücke und der Verlauf der Straßen sind noch offen", sagt Neukirchens Bürgermeister Sascha Thamm. Die Ausgestaltung sei von den Interessenten abhängig und deshalb auch ein individueller Zuschnitt möglich, erklärt das Gemeindeoberhaupt weiter.

Die zu erschließende Fläche ist bereits im Besitz der Gemeinde, aber aktuell noch als Bergwerkseigentum eingetragen. Hintergrund dieses Umstandes ist, dass die Firma WMB Bodenverwertungsgesellschaft auf dieser Fläche Tagebau betrieben hat. Der Abbau und die Rekultivierung sind nach Angaben des Bürgermeisters bereits abgeschlossen. Im Herbst soll der Antrag für den Abschlussbetriebsplan der Bergwerksnutzung durch den Betreiber gestellt werden. Anschließend soll das Sächsische Oberbergamt die Bergwerksrechte wieder aufheben. Ab Herbst 2020 sollen nach bisherigem Stand der Bebauungsplan fertig sein und der Bau der Straßen erfolgen. Parallel dazu könnte der Verkauf der Teilflächen beginnen.

Das Gewerbegebiet ist aus Sicht von Thamm sicher für viele Firmen attraktiv, da es sich in der Nähe der Autobahn befindet. Zudem sei es ein idealer Standort für Mitarbeiter, da er sich unweit von Chemnitz befindet. Und der Bürgermeister sieht noch ein Argument, mit dem der Standort Neukirchen punkten kann: Es gibt in der Gemeinde Kindergärten und Schulen.

Diese Aspekte hatte auch die Firma Robotos im Blick, die sich demnächst im Gewerbegebiet ansiedeln will. "Wir beabsichtigen zum Ende des Jahres mit dem Bau zu beginnen. Die Fertigstellung und der Einzug sollen dann Ende 2020 oder Anfang 2021 folgen", sagt Christoph Stolze, zweiter Geschäftsführer der Robotos-Engineering-Gesellschaft. Das Unternehmen hat sich, wie er erklärt, für Neukirchen entschieden, weil eine gute Anbindung zur Autobahn besteht, die Grundstücke günstig sind und das Gewerbegebiet sowie der Standort ein hohes Potenzial haben. Zudem hatte sich der Bürgermeister für die Vermittlung eines Grundstückes und die Erweiterung des Gewerbegebietes eingesetzt. Die Firma plant für den Bau ihrer neuen Betriebsstätte eine Investition von bis zu 1,4 Millionen Euro. Robotos-Engineering arbeitet nach eigenen Angaben im Bereich der Automatisierungstechnik. Die Kernkompetenz der Firma bestehe laut Unternehmen in einer Roboterzelle, die in zwei verschiedenen Standards angeboten wird.

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