Was zwei Frauen mit der Herrenmühle vorhaben

Zwei einheimische Künstlerinnen wollen in Neukirchen ihre Werke präsentieren. Dabei verbinden sie mit der Schau aber nicht nur die Hoffnung auf möglichst viele Besucher.

Neukirchen.

Kunst einmal nicht nur an weißen sterilen Wänden zeigen, sondern in einem speziellen historischen Ambiente, das ist das Ansinnen der beiden Künstlerinnen Gabi Sonntag und Ines Burkhardt. Ihre Bilder werden daher in der Neukirchener Herrenmühle ausgestellt, einem bedeutenden technischen Denkmal.

Zur Vernissage von "Kunst in der Mühle" am 28. September haben sich auch Neukirchens Bürgermeister Sascha Thamm sowie der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Neukirchen, Jürgen Beyer, angekündigt. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 14 Uhr.


Die Idee einer Kunstschau in der Herrenmühle stammt von Ines Burkhardt. Die 57-Jährige trat deshalb zuvor an den Heimat- und Geschichtsverein heran und fragte, ob eine Möglichkeit besteht, ihre Idee umzusetzen. Nachdem die Formalitäten dazu geklärt waren, wurde auch noch Gabi Sonntag dazu eingeladen, ihre Bilder auszustellen. Die 66-Jährige hat bereits seit vielen Jahren einige ihrer Werke in der Mühle hängen. "Zu Hause habe ich keinen Platz mehr für sie", gesteht sie.

Rund 23 Jahre lang kümmerte sich Sonntag um das Bühnenbild für den Carnevalsclub Klaffenbach. "Teilweise habe ich auch Kostüme geschneidert", berichtet sie. Nachdem sie vor etwa elf Jahren dort aufhörte, richtete sich Gabi Sonntag zu Hause eine kleine Malecke ein. Für die Künstlerin ist die Schau in der Herrenmühle nicht die erste öffentliche Ausstellung ihrer Arbeiten. Bereits zweimal konnte sie ihre Bilder öffentlich ausstellen. Ines Burkhardt gelangte hingegen 2006 zur Malerei. "Ich fing mit Bildern von Pferden an", sagt sie. Mit dem Wunsch, sich weiterzuentwickeln, probierte sie sich nach einiger Zeit auch an anderen Motiven. 2014 trat sie dann der Künstlergruppe "Donnerstagsmaler Chemnitz" bei. "Größtenteils male ich zu Hause in meinem 50 Quadratmeter großen Atelier", so Burkhardt. In der Vergangenheit nahm sie bereits an Gemeinschaftsausstellungen teil.

Die Schau "Kunst in der Mühle" wird anschließend am 29. September sowie am 3. und 5. Oktober jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Gezeigt werden um die 80 Werke der beiden Neukirchenerinnen. "Darunter befinden sich auch neue Bilder, die in der Öffentlichkeit bislang noch nie gezeigt wurden", sagt Gabi Sonntag. Die Bildmotive reichen von Figuren und Tieren über Blumen bis hin zu Landschaften. Die eingesetzten Techniken sind vielfältig: So wurden für die Bilder Acryl, Ölfarbe, Ölkreide, Pastellkreide, Bleistift oder Tusche verwendet.

"Die Ausstellung soll den Startschuss darstellen, die Herrenmühle zu einem kulturellen Zentrum zu machen", erklären die beiden Frauen. Im Mai dieses Jahres wurden zum Beispiel bereits Toiletten für Besucher eingebaut. Bis zum nächsten Mühlenfest am Pfingstmontag 2020 ist zudem die Einrichtung einer Heimatstube geplant.

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