Am 25.3.2013 starte ich wieder nach Namibia. Im Vorfeld habe ich viel Unterstützung erfahren. Freundinnen und Bekannte haben festgestellt, vor dem Fernseher zu stricken ist besser als davor zu schlafen. Ich danke allen fleißigen Helfern, stellvertretend Bärbel, Martina und Ines. Anlässlich meines Vortrages am 26.2. diesen Jahres in der Frauen- und Begegnungsstätte EVA wurden mir für die kalten Winternächte Mützen und Socken, Babygarnituren und -decken und Quadrate übergeben. Die gestrickten oder gehäkelten Quadrate häkeln die Frauen später in Namibia zu bildschönen Patchwork-Decken zusammen. 

Im Bürgerhaus Rosenhof in Chemnitz ist fleißig für Namibia gestrickt worden. Besonders rührend, die Frauen haben neben ihren Strickarbeiten eine Sparbüchse aufgestellt, um sich an dem hohen Porto nach Namibia zu beteiligen.
Die Begegnungsstätte in Chemnitz/Einsiedel hat Interesse an einem Vortrag über meinen Einsatz in Namibia angemeldet. Sie möchten ebenso mitarbeiten.

Da mein Reisegepäck limitiert ist, habe ich bereits vor drei Wochen ein 10-kg-Paket für den stolzen Preis von 59€ nach Namibia geschickt, ein weiteres Paket werde ich diese Woche noch absenden müssen. Ich hoffe, dass auch dieses noch während meines Aufenthaltes in der Kavangoregion ankommt.

Warum Stricksachen für das heiße Afrika, fragen sich viele. Manch einer erinnert sich vielleicht an die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wo die Gäste sehr froren. Nach Sonnenuntergang kühlt es sich im Winter sehr schnell ab. Namibia liegt auf einem Hochplateau, durchgängig über 1000m üNN. Es werden nachts teilweise Kältegrade erreicht.

Die Menschen im Dorf Mayana wohnen in riedgrasgedeckten Lehmhütten auf nacktem Sandboden. Die wenigsten Menschen besitzen für die Nacht eine Matratze, sie haben höchstens eine Bastmatte oder schlafen auf Altkleidern. Wie schön ist es doch, nachts sich in der Kälte in eine Decke einwickeln zu können! Morgens vor Sonnenaufgang gehen die Erwachsenen ihrer Arbeit auf dem Feld nach oder holen Wasser am Fluss. Die Kinder, häufig barfüßig und mit dicken Schnupfennasen, laufen kilometerweit zur Schule. Wie sehr haben sich letztes Jahr die 44 Kinder unsrer Vorschule in Mayana über ihre Mützen aus Chemnitz gefreut! Dieses Jahr nehme ich Mützen für Kinder der Grundschule von Mayana mit. Zu Winterbeginn Ende Juni werden wir den Kindern damit eine große Freude bereiten.


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