Zuerst möchten wir den vielen Sponsoren danken, die unsere Arbeit am Mayana Mpora Projekt tatkräftig unterstützen. Zu den treuen Sponsoren kamen zu unserer Überraschung Geburtstags-Jubilare hinzu, die auf ihre Präsente zu Gunsten der Kinder in Mayana verzichteten. Ihnen allen gilt unser allerhöchster Respekt und Dank.

Mit einem Teil der Spendengelder konnten wir für weitere Kinder die vorgeschriebenen Schuluniformen und zusätzlich wärmende Pullover für die Winterzeit im Juni bis August kaufen. 
Da das Bildungsministerium in Namibia oder wer dafür verantwortlich ist, es wieder nicht geschafft hatte, rechtzeitig zu Schulbeginn im Januar die Nahrungsmittel für die gesetzlich geregelte Pausenversorgung der Schulkinder zu beschaffen, kaufte ich für zwei Schulen eine Wochenration mit jeweils 150 kg Maismehl, 12,5 kg Zucker, 3 kg Salz, 12 Liter Speiseöl. 

Es ist dringend notwendig, dass die Kinder mittags eine Mahlzeit bekommen. Viele Kinder haben einen mehr als 1-stündigen Schulweg und laufen bereits vor 6 Uhr zur Schule. Sie haben bis zum Abend nichts zu essen. In ihrer Stammes-Sprache gibt es keinen Begriff für "Frühstück". 

In Namibia wird ab der 4. Klasse der Unterricht nur noch in englischer Sprache gelehrt. Die Schüler haben nach wie vor keinen Zugang zu Wörterbüchern. Deshalb kaufte ich 130 Englisch-Englisch-Wörterbücher. Wieso Englisch-Englisch? In Namibia gibt es 15 verschiedene Stammessprachen, allein hier in der Kavango Region sind es 5 verschiedene Stammessprachen. Deshalb ist es faktisch unmöglich, zu jeder Muttersprache ein entsprechendes Wörterbuch aufzulegen und somit sind die Kinder auf die schwieriger handhabbaren Englisch-Englisch Wörterbücher angewiesen.

Etwa 150 Kinder nahmen an unserem Kinderfest auf dem Fußballplatz teil. Die Kinder hatten viel Freude bei diversen Spielen und konnten sich so richtig satt essen. 
Am Nachmittag saß ich anschließend mit 18 Schülern der Klassen 8 - 12 bei Getränken und Kuchen und weiteren für die Schüler "leckeren Knabbereien" zusammen. Die Schüler berichteten über ihre schulischen Leistungen und zählten auf, was sie dringend für die Schule benötigen. Für die gesponserten Schüler übernimmt das Mayana Mpora Projekt die Prüfungsgebühren von N$ 342 in der 10. Klasse und  N$ 540 für die Abschlussprüfung in der 12. Klasse. Ebenso zahlen wir die Schulgebühren zwischen N$ 120 in der Mittelschule und N$ 430 im Gymnasium und die Internatsgebühren von N$ 780.
Die Schulgebühren sollen ab 2016 gänzlich entfallen, hoffen wir es! 
Am Ende der Veranstaltung mit den Schülern der Klassen 8-12 konnten sich die Jugendlichen von Sponsoren gesandte gebrauchte Kleidung aussuchen, und sie bekamen nötiges Schreibmaterial wie Hefte, Kugelschreiber, Blei- und Buntstifte, Radiergummis, Spitzer und Lineale. Dieses Schreibmaterial wird zum Teil von Urlaubern in der Touristenunterkunft abgegeben bzw. ich kaufe diese Sachen in der 20 km entfernten Stadt Rundu.

Sponsoren wie u.a. der UNESCO-Club Wuppertal e.V. und der Rotary Club Stollberg im Erzgebirge und viele treue Sponsoren, ermöglichen uns den Weiterbetrieb der Mayana-Mpora-Vorschule. Für die Vorschule werden im Schnitt monatlich 1000 € benötigt. Das beinhaltet Arbeits- und Gebrauchsmaterial, Sanitärartikel, Nahrung für 40 Kinder, Gehalt und Weiterbildungskosten der Lehrer. 
Die Angestellten stammen alle aus Mayana und ernähren somit ihre Familie.
Für die großartige Hilfe bedanken sich die Wirtsleute der n'Kwazi-Lodge Valerie, Pieter und Wynand Peypers und das n-Kwazi Team und Marcus als Mitglied des Mayana Mpora Projektes

Weitere Blog-Einträge