Es ist kaum zu glauben Im Januar diesen Jahres gab es keine Formulare zum Beantragen des Maismehls für die Schulspeisung, weshalb die Schulen erst zu Beginn des zweiten Terms im April mit dem nötigen Maismehl versorgt wurden.
Und jetzt im dritten und letzten Schulabschnitt, der seit drei Wochen in vollem Gange ist, wird über mögliche Transportschwierigkeiten zur Auslieferung deNahrungsmittel an die Schulen orakelt. Weshalb ist die Schulspeisung gerade für die Kinder in der Kavangoregion so wichtig? Für uns ist dies undenkbar, in den Stammessprachen gibt es keinen Begriff für Frühstück, eher das Wort "mulihako -left over - das vom Abend Übriggebliebene". denn auf den Dörfern hier gibt es nur eine Mahlzeit, die am Abend eingenommen wird. Tagsüber sieht man die schwarze Bevölkerung z.Bsp. auf kleinen Früchten der Palme, auf der Agavenblüte oder auf kleinen Zweigen kauen. Gute Ernährung ist aber sehr wichtig für die Entwicklung der Schüler, weshalb das Bildungsministerium in den armen Regionen die Suppenküche zur Versorgung der Schüler an den Grundschulen für die Unterrichtsstufen von eins bis sieben vorgeschrieben hat.
Leider wird meines Erachtens die erfolgreiche Ausführung ihrer Anweisungen durch das Bildungsministerium nicht kontrolliert. Rückmeldungen müssten ja bearbeitet werden. Ich werde wohl wieder einen Leserbrief an die Allgemeine Zeitung Namibia schreiben.

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