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Diese Woche am Dienstag - In Rundu wurde die städtische Wasserversorgung eingestellt. Die Schulen haben deshalb eigenverantwortlich entschieden zu schließen. Die Abschlussarbeiten in allen Klassenstufen stehen ab Anfang November an. Die Absolventen der Klasse 10 und 12 und die Studenten schreiben diese Woche noch ihre letzten Prüfungen. Ein guter Zeitpunkt das Land unter Druck zu setzen. Allgemein war noch nicht bekannt weshalb NamWater den Wasserhahn abgedreht hat, es gibt vielerlei Gründe dafür. Ich erinnere mich an ein Jahr, da hatten die Verbraucher ihr Geld eingezahlt aber es wurde von der Behörde nicht an NamWater weitergeleitet, da das Gehalt der Angestellten nicht gezahlt wurde. So leitete man das eingenommene Wassergeld nicht an NamWater weiter sondern teilte es unter den Mitarbeitern als „Gehalt“ auf.  Das Hospital verfüge über einen großen Wassercontainer, der vermutlich vom Fluss gespeist wird, werde ich beruhigt. Ähnliches vermute ich auch in den Lodges entlang des Okavangoflusses, sodass die Touristen nicht auf das kostbare Wasser verzichten müssen. Sie werden wohl kaum etwas von der Not der Einwohner mitbekommen. Am Mittwoch besuche ich Luthe, Schülerin der 10. Klasse, in ihrem Kraal. „Den dritten Tag sind wir ohne Wasser“ beklagt sich Luthe ganz vorsichtig. Wir leihen uns etwas vom Nachbarn. Vor Jahren sei sie 10 Kilometer für eine Strecke gelaufen, um Wasser vom Fluss zu holen. In ihrer 8 Kilometer entfernten Schule hätte sie für jeden Wasserkanister bezahlen müssen. Inzwischen ist von Rundu aus eine schmale Wasserleitung entlang der Bundesstraße B8 gezogen worden. Nun ist Luthe's Familie gleichfalls Nutznießer vom öffentlichen Wassernetz aber auch abhängig wie die entlang der Nationalstraße B8 wohnende schwarze Bevölkerung in der immer weiter wachsenden Ndama Siedlung. 
Ich könnte mir bei dem Erfindergeist der Menschen hier gut vorstellen, dass in der neuen Siedlung das Wasser schwarz gezapft wird. 

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