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Ein sehr emotionaler Tag in der Vorschule

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Am ersten Tag nach unserer langen Anreise fahren wir nach Mayana Village. Es empfängt uns gleich bei der Einfahrt in großen Lettern der Name der Schule „Ingrid Poike Preschool, Mayana Mpora Foundation“. Es nimmt mir die Luft, uns allen stehen Tränen in den Augen. Die Kinder begrüßen uns mit ihrem Lied „Welcome, welcome our vistas, we are happy to see you today …“.

Die Kinder sind 4- bis 6 Jahre alt. Anfangs noch zaghaft, finden sie schnell Vertrauen zu uns, befühlen unsere weißen Arme und Beine und durchwühlen ungeniert unsere Haare. In ihrem Dorf im Busch treffen sie keine Weißen. Manch Kleinkind schreit los, wenn es andersfarbige Menschen sieht. Mit den Kindern tauschen wir unsere Namen aus. Sie merken sich unsere schneller als wir ihre. Das ist allerdings keine Kunst, wer von uns kann sich so schnell solche Namen merken wie Katutira Maumbo oder Kamati Lamba. Deshalb verlangten die Missionare von den Einwohnern, sich einen zweiten Vornamen aus der Bibel zu vergeben.

Mir schwirren seit Jahren viele Namen in meinem Kopf herum wie zum Beispiel die von Cecilia Kashekere Kalimbwe und Hilaria Theresia Mujatelwa, die inzwischen die 9. Klasse besuchen.

Es kommt in der Kavangoregion nicht selten vor, dass die Familien aus verschiedensten Gründen ihren Kindern neue Namen vergeben. So wurde zum Beispiel Nelimi Sipeku in Haingura Susanna umbenannt. Dies brachte natürlich große Verwirrungen. Inwieweit es später Probleme bei Dokumenten geben wird, soweit wird nicht gedacht. Aber ich schweife ab.

Der Tag in der Vorschule vergeht für uns sehr schnell. Vor dem Mittagessen ziehen sich die Kinder wieder ihre Hauskleider an. Es gibt den traditionellen Mielipap mit Bratensoße. Im Anschluss waschen die Kinder ihre Teller ab und spielen bis der Schulbus abfahrtbereit ist.

Rami, Ute und Tim fahren auf dem Schulbus mit, während ich hinter der singenden fröhlichen Kinderschar herfahre.

weitere Bilder kann man sich in der Galerie anschauen

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