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Es geht aufwärts - Die Hoffnung stirbt zuletzt (1)

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Eine schwierige Woche mit enttäuschenden Erlebnissen, fern jeglichen Internetzugangs, geprägt von starker Erkältung und Kopfschmerzen ist vorüber. Meine restlichen Notfall-Medikamente habe ich soeben verstaut.
Wo soll ich mit meinem Bericht anfangen? In der vergangenen Woche ist einerseits viel, andererseits auch gar nichts passiert.

 Eine unserer problematischsten Familien habe ich gleich nach meiner Ankunft in Mayana besucht. Ein neu angefangener Zaun um die ärmlichen 3 Hütten versetzt mich positiv in Erstaunen. Hier lebt Bernita, inzwischen 9 Jahre alt, ihre arbeitslosen Großeltern und seit einem Jahr auch ihre kleine Schwester Bellafine. Die erbärmliche Hütte, die sich die Kinder bisher teilten ist abgerissen. Die alte Küche, mit einem neuen Riedgrasdach versehen, wurde zum neuen Schlafraum der Kinder umfunktioniert. Planen unterschiedlichen Materials decken noch fehlende oder löchrige Wände ab. Wie wird es den Kindern während der starken Gewitter ergehen? Sind sie dem schutzlos ausgesetzt oder können sie sich in der Hütte ihrer Großeltern verstecken?  
Um Bernita's zukünftige Entwicklung mache ich mir keine Sorgen mehr. Sie hat mit Hilfe von Sponsoren zwei Jahre die Vorschule besuchen können, hat eine erste Bildungsgrundlage und vor allem regelmäßig Nahrung erhalten. Bernita ist ein positiv agierendes Mädchen und wird nach bisherigen Erkenntnissen die 3. Klasse mit Erfolg abschließen. Ihre kleine Schwester, die Großeltern können mir nicht sagen wie alt sie ist, muss unbedingt im nächsten Jahr die Vorschule besuchen.
Ihre in Angola lebende Mutter bringt sorglos die Kleinen nach Namibia zu ihren Eltern. Sie sorgt sich nicht darum, wie die Familie ohne Einkommen zu viert überlebt. Sie trägt inzwischen ein weiteres Baby auf dem Rücken. Nach den Altersabständen ihrer Kinder zu urteilen, vermute ich, jeweils mit der Geburt eines neuen Kindes bringt Bernitas Mutter ihr vorheriges Kind nach Namibia. Es ist doch so einfach Verantwortung abzugeben.

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