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Liebe Freunde,

 

ein schweres Jahr liegt hinter uns, und auch die Zukunft sieht weltweit leider nicht rosig aus.

Das bekräftigte nachdrücklich erst am 10. Dezember 2022 in seiner Botschaft zum Tag der Menschenrechte der UN-Generalsekretärs António Guterres: „Die Welt steht vor nie dagewesenen und ineinandergreifenden Herausforderungen für die Menschenrechte. Hunger und Armut nehmen zu, was einen direkten Angriff auf die wirtschaftlichen und sozialen Rechte von Hunderten von Millionen Menschen darstellt". Einen Tag zuvor schreibt dazu auch die Allgemeine Zeitung Namibia: „… Namibia vernachlässigt die grundlegenden Menschenrechte seiner Bürger in großem Umfang aufgrund des hohen Maßes an Armut und Ungleichheit. …  58% der namibischen Bevölkerung ist von Ernährungsunsicherheit betroffen, das bei einer Einwohnerzahl von 2,586 Millionen Menschen etwa 1,5 Millionen hungernden Menschen entspricht. Unterernährung ist die häufigste Todesursache bei Kindern unter 5 Jahren in Namibia.“

Deshalb ist Eure großartige Hilfe, liebe Freunde, gerade jetzt so besonders wertvoll und unverzichtbar. Das habe ich bei meinem diesjährigen Aufenthalt in der Kavangoregion Namibias im März erneut sehr eindrucksvoll gespürt. Unsere Unterstützung geht weiter. Im Februar 2023 plane ich zum 24. Mal ins Dorf Mayana aufzubrechen, in Begleitung meiner Tochter Ute und ihrem Sohn Tim sowie unserer Freundin Ramona Schneider. 

Piet Jacobs, der Administrator der Mayana Mpora Foundation MMF, hat vor Ort zusammen mit seiner Frau Desiré und Tochter Amelia die volle Verantwortung für MMF übernommen. Wir stehen in regelmäßigem schriftlichen und telefonischen Kontakt. Für unsere Weiterarbeit hat sich Carolin Drechsel aus der Schweiz seit 2020 erfolgreich und mit neuen Ideen unserem Projekt angeschlossen. 

Piet Jacobs findet in der Region immer mehr Anerkennung unter den Kavangos, den fünf Stämmen, die in der ländlichen Region des Kavangogebietes leben. Piet pflegt engen Kontakt mit den Schulen, dem Dorfältesten mit seinen Beratern und den Einwohnern von Mayana. 

Die Vorschule besuchten in diesem Jahr 44 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Unsere drei Vorschullehrer bekamen unerwartete Verstärkung durch den Engländer und Weltreisenden Carl Burton, dem ich seit 2009 immer wieder einmal in Namibia begegnet war. Corona geschuldet fand Carl bei uns eine feste Unterkunft, und wir verfügten somit über einen guten Englischlehrer für die Kinder. Mit Glück und Verstand wurde Carls Visum vorläufig bis Februar 2023 verlängert. Unsere Vorschullehrer profitierten zusätzlich von Carls Anwesenheit, denn sie konnten so ihre Kenntnisse der englischen Sprache vertiefen.

 

Am 3.12.2022 haben wir 22 sechsjährige Kinder auf einem großen Abschlussfest in Mayana in die Grundschule verabschiedet. Viele geladene Gäste, unter anderem Schuldirektoren oder ihre Stellvertreter, nahmen an der Feier teil. Die Festansprache hielt der Dorfälteste Berthold. Ms Mateya, die Direktorin für alle ländlichen Schulen im Shambyu Bezirk, überreichte die Abschlusszeugnisse an die Kinder und gratulierte ihnen zu ihren Erfolgen. 

An unseren durch MMF unterstützten drei Schulen förderten wir 108 bedürftige Schüler in den Klassenstufen eins bis zwölf. Im März dieses Jahres traf ich an der Mayana Grundschule den neuen Schuldirektor, der mir berichtete, dass diese Bildungseinrichtung zur kombinierten Schule bis zur Klasse Neun erweitert wird. Die feierliche Namensgebung fand am 28.10.2022 statt. Für unsere Kinder aus Mayana ist dies ein enormer Fortschritt. Bisher mussten die Schüler nach Beendigung der Grundschule zur Kombinierten Kayengonaschule oder auf das Maria Mwengere Gymnasium wechseln. Das bedeutete einen zusätzlichen weiten Weg, da viele Kinder täglich bereits zur Mayanaschule bis zu acht Kilometer laufen. Auf Bitten einiger Schüler konnte Piet Jacobs sich durchsetzen, dass zu Winterbeginn im Juni unsere gesponserten Schüler der 9. Klasse im Internat wohnen konnten. Die zusätzlichen Gebühren haben wir durch MMF übernommen.

Die Unterstützung der ärmsten Bevölkerung mit Nahrungsmitteln war auch in diesem Jahr wieder eine unserer wichtigsten Aufgaben. Dabei halfen uns die Vorschullehrerinnen Martha und Engelbertha, die die Stammessprache sprechen und die Wege zu den Hilfsbedürftigsten kennen. 

Liebe Freunde, wir werden auch weiterhin tun, was wir können. Eure Unterstützung für unsere Mayana Mpora Foundation motiviert uns, nicht aufzugeben und vor Ort zu helfen. Mit unserer Vorschule, die durch Valerie und Wynand Peypers am 17. 3. 2008 gegründet wurde und leider keine staatliche Unterstützung erhält, haben wir gemeinsam viel erreicht. Wir helfen, dass die Kinder rechtzeitig einen guten Zugang zur Bildung bekommen, dass sie während der Schulzeit nicht hungrig ins Bett gehen müssen und sie später ihren Lebensweg in die eigenen Hände nehmen können. 

 

Wir möchten Euch hiermit sehr herzlich für all Eure Spenden danken. Es ist so wertvoll, dass Ihr vielleicht trotz eigener schwieriger Situationen unsere Mayana Mpora Foundation weiterhin unterstützt. 

Wir vertrauen dem Afrikanischen Sprichwort:

Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern 

Ich danke Euch im Namen der Mayana Mpora Foundation
gemeinsam mit Desiré und Piet Jacobs als Hauptverantwortliche von MMF,

ebenso im Namen von Bertha Kwandu als Vertreterin des Stammes der Shambyus
Carolin Drechsel, Lehrerin in der Schweiz
Ute und Tim Stubenrauch 

Ramona Schneider 

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnacht und ein gutes Jahr 2023 in Frieden,  bleiben optimistisch, bleibt gesund.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Poike

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