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In 10 Jahren werden wir einen grossen Schritt vorwaerts geschafft haben

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Bildung ist das hoechste Gut. Mit ihrem Aufbau und der staendigen Unterstuetzung der n'Kwazi- und Mayana-Vorschule und nun auch der "Vorschule unter dem Baum" wollen die Wirtsleute, angefangen bei den juengsten Kindern, den Weg zu einer guten Bildung ermoeglichen. Wynand: "Wir wollen in naechsten den 10 Jahren einen grossen Fortschritt in unserer Region erreichen." Schulkinder der hoeheren Klassen, die sehr gute Resultate erreichen, erhalten Hilfe durch uns.

Letzte Woche kam ein Schueler der 10. Klasse, der als Waise in einer anderen Familie versorgt wird, zur Lodge und zeigte Valerie seine Abschlussnoten der 9. Klasse. Von 42 moeglichen Punkten erreichte er 41 Punkte. Valerie: "Diese Schueler wollen wir foerdern. Die Schueler, die Hilfe von uns erhalten, legen dreimal im Jahr ihre Zeugnisse vor. Wir sprechen auch zwischendurch ueber ihre Ergebnisse und Probleme. Unsere Hilfe geht bis zu den dringend benoetigten Toilettenartikeln."

Dank der Spender Conny und Gabi aus Chemnitz bin ich mit Marcus waehrend meines Namibiaaufenthaltes unterwegs in zwei Schulen und lasse mir vom Direktor der Schulen drei Maedchen der hoeheren Klassen heraussuchen, die sehr gute Leistungen vorweisen und Unterstuetzung benoetigen. Sarah 9.Klasse, Rebecca 8. Klasse und Sophia 7. Klasse koennen ihr Glueck kaum fassen. Ganz stolz laufen sie nach Hause. Auf dem Ruecken eine neue Schultasche (ihre erste!), die gefuellt ist mit der neuen Schulkleidung, einem Taschenrechner und Schreibmaterial. Rebecca wuenschte sich zusaetzlich eine Seife und eine Hautcreme. Die ausstehenden Betraege fuer dieses Jahr - Schulgeld, Computerarbeit, Arbeitsmaterialien - habe ich ebenfalls fuer die Schueler beglichen.

Rebecca berichtet, dass sie einen Schulweg von etwa 6 km hat, morgens 5 Uhr zur Schule geht und 17 Uhr zurueckkommt. Sie hat den ganzen Tag nichts zu essen, trinken kann sie am Wasserhahn auf dem Schulhof. Die Direktorin ergaenzt, Rebeccas Schulweg fuehrt durch einen sehr gefaehrlichen Busch und das morgens bei totaler Finsternis. Rebecca hat 6 Geschwister und muss am Abend der Mutter helfen, Wasser holen und Waesche waschen am 2 km entfernten Fluss.

Peypers berichten stolz von ihren Studenten, die einen guten Bildungsweg erreichen. Elias studiert das erste Jahr in Windhoek. In Kuba, der Ukraine und in Moskau studieren weitere Schuetzlinge (leider habe ich meine Aufzeichnungen darueber verlegt). Johannes hat sein Studium abgeschlossen. Ein Student aus Moskau hat sein erstes Jahr Russischstudium erfolgreich beendet und studiert nun im ersten Jahr Medizin. Er schrieb waehrend meines Aufenthaltes in n'Kwazi eine SMS an Valerie. "Mir geht es gut. Waehrend meiner Sommersemesterferien komme ich zu Euch." Auch Erik, der die elfte Klasse in Rundu besucht und im Internat wohnt, kommt jedes freie Wochenende zu seinen Ersatzeltern in die Lodge. Er ist Vollwaise und besitzt keine Papiere. Der Weg zu seiner Identitaet ist sehr steinig. Ich vergass ihn zu fragen, ob fuer ihn bereits ein Geburtsdatum festgelegt wurde.

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