Eine Woche weile ich schon in Mayana in der n?Kwazi Lodge. Ich sitze in der Lounge und genieße die untergehende Sonne. Iris und Mike aus München sind heute abgereist. Zur Verabschiedung stehen wir am Morgen an ihrem Leihfahrzeug. Plötzlich kommen alle in der Lodge anwesenden Angestellten und singen ein Dankes- und Abschiedslied in ihrer Sprache Kawango. Unsere Augen werden ganz einfach feucht.

Die Menschen schätzen sehr, was wir hier für ihre Region tun und bedanken sich immer wieder mit ?mpandu mpandu?.

Iris und Mike lernten als Urlauber die n?Kwazi Lodge und die Wirtsleute mit ihrem Mayana Mpora Projekt kennen. Ebenso wie es mir vor reichlich 2 Jahren erging, meinten sie, hierher wollen wir zurückkommen und unsere Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Sie nahmen Kontakt mit mir auf, und wir trafen uns an einem Wochenende zur Vorbereitung unseres Einsatzes in Dresden. Wir schafften es leider nicht, alle Tage gemeinsam in Mayana zu sein. So gab ich den Münchnern einige Aufgaben für ihre erste Woche mit.
Als ganz großen Erfolg hat Mike Bewegung in das Wasserprojekt gebracht. Es gab über die 14 Tage seiner Anwesenheit mehrfach ganz konkrete Beratungen mit allen wichtigen Personen und entsprechende Besichtigungen vor Ort. Der finanzielle und technische Rahmen sind abgesteckt. Mike ist sich sicher, daß das Wasserprojekt im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird. ?Nun kehre ich nach Hause zurück, um das nötige Geld aufzutreiben. Ich erstelle eine Karte mit Google Maps, ich habe alle Höhenangaben. Anfang 2011 bin ich zurück? sagt er. Die namibische Regierung beteiligt sich mit einem hohen finanziellen Anteil, das ist aber nicht ausreichend.

Mit Iris und Marcus waren wir täglich mit ihrem Leihfahrzeug unterwegs, kauften in Rundu Nahrungsmittel, Decken und Schuluniformen ein. Wir wollten Donnerstag Geld abheben, jedoch alle Banken waren abgeschnitten. Es waren keine Leitungen zu den Servern verfuegbar.Am Nachmittag besuchten wir die Familien der Vorschulkinder, die einen Sponsor benötigen, Wir verschafften uns einen Einblick in die Familiensituation und schrieben die Profile der Familien auf. Ich habe es genossen, nicht alle Strecken durch den Sand zu Fuß laufen zu müssen.

Danke Iris und Mike fuer die tolle gemeinsame Zeit mit Hoehen und Tiefen.

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