Auszeichnung für Initiative "Buntmacher"

Aktion Lichterwege mit Anerkennung gewürdigt

Zum zweiten Mal war die Aktion "Lichterwege" am Wochenende Bestandteil der Veranstaltungen anlässlich des 9. November. Nur mit Kerzen ausgestattet, ohne Transparente und Sprechchöre waren die Teilnehmer am Samstagabend vom ehemaligen Kaßberggefängnis über das Veranstaltungszentrum Luxor zum Stefan-Heym-Platz gezogen. Um gleichermaßen zu erinnern an die Opfer der judenfeindlichen Pogrome 1938 als auch an die Friedliche Revolution 1989 in der DDR.

Drei Tage danach sind die Initiatoren der Aktion, die Chemnitzer Initiative Buntmacher/innen, für ihre Aktion "Lichterwege" bei der diesjährigen Verleihung des Sächsischen Förderpreis für Demokratie in Dresden mit einem Anerkennungspreis bedacht worden. Der Preis wird seit 2007 von mehreren politischen Stiftungen vergeben. Mit ihm soll herausragendes Engagement gegen Rechtsextremismus, für Menschenrechte und eine demokratische Kultur in Sachsen gewürdigt werden. Laudator des Festakts war Grünen-Politiker Cem Özdemir.

Das Preisgeld in Höhe von 1000Euro soll in neue Projekte investiert werden, sagte ein Sprecher der Initiative. Die nächste Veranstaltung sei bereits für Freitag dieser Woche geplant. Dann ist im Filmclub "Mittendrin" in Bernsdorf der Spielfilm "Wir sind jung, wir sind stark" über die ausländerfeindlichen Ausschreitungen 1992 in Rostock-Lichtenhagen zu sehen. Zu einer anschließenden Diskussion ist unter anderen der damalige Rostocker Migrationsbeauftragte Wolfgang Richter eingeladen. (micm)

Der Filmabend beginnt am Freitag, den 15. November, um 19Uhr im Filmclub "Mittendrin" Reichenhainer Straße 35-37.

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