Feuer: Rentner-Paar verliert in einer Nacht zwei Autos

Erneut haben in Markersdorf Fahrzeuge gebrannt. Es gibt Parallelen zu einem Fall vom Wochenende.

Richard Kaczor war noch wach, als er den Knall hörte. "Ich schaute aus dem Fenster und sah unsere beiden Autos brennen", schildert der 69-Jährige das Geschehen in der Nacht zum Mittwoch. Kurz nach Mitternacht war sein drei Jahre alter Hyundai i10 auf einer Parkfläche an der Wilhelm-Firl-Straße in Flammen aufgegangen, die schnell auf den fünf Jahre alten Nissan Micra seiner Frau übergegriffen hatten.

"Wir brauchen zwei Autos, weil wir viel getrennt unterwegs sind: in den Garten, zu den Kindern, zu Arztbesuchen oder Einkäufen", berichtet der Rentner. Für Mittwoch war eigentlich eine Fahrt zum Einkaufen und Tanken nach Tschechien geplant gewesen. Stattdessen beobachteten die Besitzer, wie zunächst Brandursachenermittler der Polizei und anschließend ein Gutachter der Versicherung ihre Autos untersuchten. "Das Feuer war am linken Vorderreifen gelegt worden", hat Richard Kaczor mitbekommen. Erst in der Nacht zum Samstag hatte ebenfalls an der Wilhelm-Firl-Straße in Markersdorf ein Kleinwagen gleichen Typs gebrannt. "Hat es der Täter etwa auf Hyundai i10 abgesehen?", fragt sich der 69-Jährige. Dieses Auto hatte laut Polizei im Bereich des rechten Vorderrades Feuer gefangen und sei vollständig ausgebrannt. Ein weiterer Hyundai und ein Honda, die daneben parkten, seien beschädigt worden.

Seine Frau und er ließen keine Wertsachen mehr in den Autos, seit im vergangenen Jahr Einbrecher Scheiben an beiden Wagen eingeschlagen hätten, berichtet Richard Kaczor. "Höchstens eine Fernsichtbrille ist kaputt." Die Versicherung habe eine schnelle Regulierung versprochen. "Aber wir bekommen ja nur den Zeitwert", sagt er und hat Bedenken, ob das Geld für Reparatur und Neukauf reicht. Denn sein Hyundai sei völlig zerstört.

Die Polizei beziffert den Gesamtschaden mit etwa 16.000 Euro, spricht aber noch nicht von Brandstiftung. Die Kriminalpolizei ermittle zur Brandursache und suche noch Zeugen, erklärt sie. Die Berufsfeuerwehr war um 0.31 Uhr alarmiert worden und mit vier Fahrzeugen sowie 16 Männern etwa eine halbe Stunde lang im Einsatz.

Zeugenhinweise erbittet die Polizei unter Telefon 0371 3873448.

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