Geräusch!

Wer wünscht sich nicht eine lebendige Stadt - doch am eigenen Haus sollte es besser still sein. Der Widerspruch ist kein Chemnitzer Phänomen, doch sorgt das Thema hierzulande immer mal wieder für Streit. Ein Plädoyer für mehr Lebendigkeit, Urbanität und - ja - auch mehr Lärm in der Stadt.

14Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    gelöschter Nutzer
    12.09.2013

    Zur Zukunft: Soweit ich weiß liegt auch dieses Projekt auf Grund von Anwohnerprotesten (nur 5 Mann oder so) auf Eis.

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    Interessierte
    12.09.2013

    Außerdem müßte man das Konzert dann in der Stadt auch gehört haben , aber ich kann mich da nicht dran entsinnen !!!

    Aber mir fällt da gerade folgendes ein :
    Ich hatte mal ´Urlaub auf dem Bauernhof ` gemacht !
    Und ich hatte die ganze Nacht kein Auge zu gemacht !
    Nicht eine Stunde !!!
    Da bellten die Hunde , da kamen sich unterhaltende Leute , dann gackerten die Hühner , dann kamen Autos und Laster und dann die Landmaschinen > und die Hunde bellten immer noch !
    Ich war sozusagen ´zugezogen`...
    Das war für mich eine fremde Umgebung !
    Die Einheimischen hatte das nicht gestört , die waren dran gewöhnt und haben das schon gar nicht mehr gehört !!!!

    Also könnten z.B. auf dem Brühl in den teueren Eigentumswohnungen ( denn das sind alles ( teils erst gekaufte ) Privathäuser mit Eigentumswohnungen bis auf die Ecke der GGG )
    auch ´zugezogene´ Leute wohnen wie Rechtsanwälte und Geschäftsleute , die sich abseits von der normalen Chemnitzer Bevölkerung niedergelassen haben und ihre Ruhe haben wollten und diese über Jahre auch hatten mit schönen Grillplätzen im Hof , welche nun vorbei ist !
    Ausziehen können die aber auch nicht , da die vor 10 Jahren eine Wohnung ´gekauft` haben , und das für die Ewigkeit , also pochen die auf ihr ´Vorzugsrecht´! ;-)
    C´est la vie !!!

    Das müssen also somit keine bösen Chemnitzer sein , denn die Chemnitzer sind an sich tolerant , sondern rechthaberische , egoistische Nichtchemnitzer !

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    Interessierte
    12.09.2013

    Jetzt sehe ich , wo das ist : Haus ´Zukunft`um die Ecke
    Was wird denn nun daraus , da hatten wir ja auch schon vor 2 Jahren davon gesprochen !!!!!?

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    Interessierte
    12.09.2013

    Wo ist denn das ? Noch nie gehört !

    Ich habe hier nur mal kurz die Beiträge überflogen ...
    @Hacketoni :
    Die Leute im Rosenhof leben schon 40 Jahre mit dem Springbrunnen und es hat sich in dieser Zeit noch keiner aufgeregt .
    Damit könnte das vielleicht auch ein ´zugezogener` sein !
    Und das muß kein Chemnitzer sein !!!!
    Kannst du dich noch an die Zwickauer Freilichtbühne entsinnen , wo ein Autohändler ein Grundstück im Grünen gekauft hatte und ein Haus drauf gebaut hatte und dann den Abriß der Freilichtbühne gefordert hatte ????
    ( ich weiß gar nicht , was draus geworden ist )

    Und @Pixelghost
    Damals ging das dann wohl noch auf der Freilichtbühne ;-)
    Aber ich glaube nicht , dass der von der CvO-Straße angerufen hatte , das war sicherlich ´erfunden`
    Wobei man das Stadtfest auch in Adelsberg hören soll .
    Das kommt dann wohl auf den Wind drauf an !

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    Tino
    11.09.2013

    Der Artikel spricht mir vom A – Z aus der Seele!!! Ich habe mich schon mehrfach am Thema beteiligt weil auch ich erschüttert über diese unübersehbare, negative Entwicklung in Chemnitz bin!
    Wenn Kommunalpolitiker Entscheidungen falsch treffen und dann über viele Jahre die Fehlentwicklungen übersehen, kann man das nur scheinheilig, selbstherrlich oder auch doof nennen!
    Beispiele von Fehlentwicklungen sind meines Erachtens die geographische Zerrissenheit der Uni und ihrer Studenten in der Stadt. Ich denke die gehören unbedingt in das Zentrum was ja in Chemnitz nicht nur nötig sondern auch möglich gewesen wäre. Diese „Weiche“ wurde jedoch vor vielen Jahren falsch gestellt. Nun soll sich alles kreuz und quer über das Stadtgebiet verlieren!? Und als Krönung wird jetzt noch viel Geld für eine Straßenbahntrasse auf die Reichenhainer Str. ausgegeben. Eine der letzten Baumalleen in der Mitte der Straße muss zu allem Übel auch noch dran glauben! Im gleichen Atemzug soll am anderen Ende des Zentrums der Brühl (auch von Studenten) belebt werden!?
    Alle natürlich gewachsenen Aktivitäten (Kneipen, WGs, alternatives Leben) wurden bisher reflexartig zerstört (z.B. Bernsbachplatz). Dort ist jetzt alles wieder schön neutral und ein menschenleerer Fahrradladen befindet sich im EG.
    Ich denke Gegenden für Junge Leute müssen wachsen und auch tendenziell im Streitfall geduldet werden um den Initiatoren von „Leben“ den nötigen Rückenhalt und Planungssicherheit zu geben. Entscheidungen fallen in Chemnitz jedoch bisher unter dem Motto: verbieten ist einfacher als dulden!
    Ich möchte an dieser Stelle gerne die Reitbahnstraße als eine solch belebte Straße mit Kneipen und Kaffees ins Gespräch bringen, da sie geographisch genau zwischen dem Zentrum und der Uni liegt. Es gab dort auch früher schon viele kleine Geschäfte und diese würde sicher auch angenommen. Nicht umsonst ist das Projekt am Bernsbachplatz genau an dieser Stelle entstanden.

  • 2
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    meusel1
    17.08.2013

    Gratulation für den Mut, Herr Eichhorn! Sie haben viele wahre Punkte aufgegriffen. Ich erinnere mich noch an die Worte meiner Vermieterin, als meine jetzige Frau und ich zur Jahreswende 2009/2010 wegen der Arbeit von Weimar nach Chemnitz gezogen sind: "Da ziehen Sie also von einer Kulturstadt in eine Stadt - sagen wir - nicht ohne Kultur." Nach dreieinhalb Jahren sehr schönem Wohnen auf dem Kaßberg muss ich tatsächlich das ernüchternde Resümee ziehen, dass man in der Stadt aufgrund der Industrie zwar sehr gut arbeiten kann, nicht jedoch entsprechend leben möchte. Gründe dafür haben Sie ausreichend genannt:
    a) die überalterte Bevölkerung, die sich nach dem gescheiterten DDR-Experiment in kleinbürgerliche Spießigkeit zurückgezogen hat und jegliche Ansätze von Individualität und Subkultur ablehnt sowie zu verhindern sucht.
    b) eine meist fehlerhafte und viel zu schleppende Stadtentwicklung seit der Wende - Mensch, macht doch endlich diese unsägliche "Parteisäge" (schon allein aus symbolischen Gründen!) platt, die Brückenstraße zu und baut auf diesen "Flugzeuglandepisten" im Zentrum irgendetwas Schönes (Kleinteiliges) hin, dass man nicht mehr ständig das Gefühl hat, man ist in Moskau!
    c) die Stadtverwaltung, die es nicht schafft, ausreichend neue Impulse zu setzen.
    Alle drei Punkte hängen miteinander zusammen: Die Chemnitzer bestimmen die Stadtverwaltung, und diese die Stadtentwicklung.
    Auch auf dem ständigen Zitieren der vielen Arbeitsplätze in der Stadt würde ich mich nicht ausruhen. Meines Wissens schauen neue Investoren sehr wohl auch nach Lebenskultur in einer Stadt und die ist definitiv in Städten, wie Dresden, Leipzig, Erfurt, Jena, Weimar... besser.

  • 2
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    Pixelghost
    10.08.2013

    Ich kann mich noch gut daran erinnern als die Puhdys in den 80zigern auf der Freilichtbühne spielten. Man rief von der Carl-von-Ossietzky-Str. die Polizei an, dass es so laut sei - aus rund 5 Km Entfernung!!!

    Bereits seit Wochen angekündigte Open-Air-Konzerte - wie viele gab es da schon - können die Leute nicht dazu bringen wenigstens einmal im Jahr - oder in 10 Jahren? - tolerant zu sein und auf die Meckeranrufe bei den Behörden zu verzichten.

  • 1
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    726088
    09.08.2013

    Wenn man die Leserkommentare in der heutigen Printausgabe der Freien Presse liest merkt man sofort, wie Recht Herr Eichhorn hat. Die empörten Chemnitzer Bürger schlagen zurück. Davon soll sich der feine Herr Eichhorn so schnell nicht erholen...

    Wenn die Leserbriefe nicht so traurig wären, könnte man meinen, es wäre Comedy vom Feinsten. Aber so bleibt die schlimme Vorahnung, dass unsere Stadt wohl nie an das leichte Leben anschließen kann, das jeder spürt, der Abends mal durch Dresden oder Leipzig gebummelt ist. Schade...

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    Hacketoni
    09.08.2013

    MOPO heute, bestes Beispiel - Rosenhofbrunnen wird abgestellt, weil er für manche zu laut plätschert. Wie krank ist das denn? 1.Denn Brunnen gibt es wahrscheinlich schon länger als die Mieter, die dort wohnen. 2.Die 70 dezibel direkt am Brunnen sind keinesfalls auch in der Wohnung messbar und 3. wem Wassergeplätscher nervt soll sich auf den Mond verziehen. Aber das wirklich Schlimme ist, das Ordnungsamt und die Stadträte solchen Spinnern recht geben und ihnen eine Plattform für ihre kranke Lebensanschauung bieten. Ich meine, "raus mit den kleinbürgerlichen,veralteten Sesselfurzern im Stadtrat", die unser Streben nach einer lebendigen Stadt stets AUSBREMSEN!!!

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    gelöschter Nutzer
    08.08.2013

    Wertkonsrevatismus ist bei unserer "Jugend" wieder chic "Jetzt muss ein Ruck durch Deutschland gehen"

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    gelöschter Nutzer
    07.08.2013

    genetisch ? Sry, aber das ist Unfug. Es gibt tatsächlich eine Vielzahl von Menschen, die zu unserer Stadt stehen und sie sich auch zwischen den Inseln lebendiger wünschen. Die Frage ist allerdings tatsächlich, wie diese Mehrheit so laut werden kann, dass sie gehört und beachtet wird. Zur Wahl zu gehen, genügt offenbar nicht.

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    Pixelghost
    06.08.2013

    Toller Artikel, der mir auch aus der Seele spricht. Aber es wird sich nichts ändern, denn das ist mittlerweile genetisch.

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    gelöschter Nutzer
    06.08.2013

    Feiner Artikel, dem stimme ich zu.
    In Chemnitz ist allzu oft "tote Hose" angesagt, was nicht sein muss.

  • 5
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    gelöschter Nutzer
    06.08.2013

    Super geschrieben und auf den Punkt gebracht. Jetzt müssen es nur noch die richtigen Menschen lesen. Das Medium ist schon mal richtig.



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