Knatsch um Kertzscher Knoten

Der Umbau der Spitzkehre soll Ende Februar beginnen. Die Bürgermeister der betroffenen Orte Remse und Waldenburg sind allerdings nicht begeistert von der Situation.

Remse/Waldenburg.

Der Kertzscher Knoten nahe Waldenburg hat es in der Region zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Die Stelle, an der sich die Bundesstraßen 175 und 180 kreuzen, ist eine Fehlplanung. Lastwagen, die von Altenburg in Richtung Waldenburg abbiegen, kommen aufgrund des engen Winkels auf die Gegenspur. Seit Jahren regelt dort deshalb eine Ampel den Verkehr.

Ende letzten Jahres wurde schließlich bekannt, dass 2019 mit dem Bau gestartet wird, um die schwierige Stelle zu entschärfen. In den Rathäusern von Waldenburg und Remse fühlt man sich damit jedoch etwas überrumpelt. Denn eine offizielle Information seitens der Planer oder des zuständigen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gab es offenbar nicht. Remses Gemeindeoberhaupt Joachim Schuricht hat laut eigener Aussage aus der Zeitung davon erfahren, sein Kollege Bernd Pohlers in Waldenburg von einem Stadtratsmitglied, der als Bauunternehmer über die Auftragsausschreibung informiert war.

Die Bekanntmachung der Planfeststellung liegt zwar in beiden Kommunen vor, weil sie öffentlich ausgelegt werden muss. Ein Start-termin für den Bau steht darin aber nicht. "Ich bin davon ausgegangen, dass es vorher wenigstens noch mal einen Termin gibt", so Joachim Schuricht.

Dabei ist zumindest aus Waldenburger Sicht noch nicht alles geklärt. Denn die offizielle Umleitung soll durch die Altenburger Straße führen. "Laut Schreiben, die uns vorliegen bis Mai 2020", so Pohlers. Dabei war Ende 2019 eigentlich als Bauende angepeilt, wie das Verkehrsministerium erst im Dezember auf Nachfrage der "Freien Presse" angab.

Die deutliche Mehrbelastung für die Anwohner der Altenburger Straße will die Stadt aber nicht einfach hinnehmen. "Der Ausbau der B 180 zwischen Waldenburg und Callenberg war letztes Jahr auch vor dem Sachsenringrennen abgeschlossen", so Pohlers. In der kommenden Woche gibt es eine Anhörung im Zwickauer Landratsamt mit allen Beteiligten zu den Umleitungsplänen.

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