Kritik wegen Transparenz bei Sparkasse

Linke: Schließung von Filialen nicht angekündigt

Freiberg/Claußnitz.

In der Debatte um die angekündigte Schließung von 16 Filialen der Sparkasse Mittelsachsen, darunter auch im Claußnitzer Ortsteil Markersdorf, haben die Linken-Kreisräte Jana Pinka und Peter Krause fehlende Transparenz kritisiert. "Ich glaube, dass diese Entscheidung einer in Hinterzimmern beschlossenen Strategie folgt", urteilt die Freibergerin. "Gäbe es in diesem und dem vormaligen Kreistag Offenheit und Transparenz, dann würden sich nicht plötzlich alle die Augen reiben, als hätten sie nichts gewusst, allen voran CDU-Landrat Damm und sein Verwaltungsrat. Im Kreistag jedenfalls wurden diese Schließungen nicht mit einer Silbe angekündigt!" Um den ländlichen Raum nicht weiter "so sträflich zu vernachlässigen", müsse darüber im nächsten Kreistag öffentlich diskutiert werden.

Ihr Fraktionskollege Peter Krause aus Roßwein berichtet, dass er als Verwaltungsrat der Kreissparkasse Döbeln mindestens viermal jährlich über aktuelle Geschäftszahlen und daraus nötige Konsequenzen ausführlich informiert werde. Die Kreissparkasse Döbeln schüttet jedes Jahr einen Gewinn im sechsstelligen Bereich an den Landkreis aus. "Die Bilanzen hat jeder Kreisrat vor der Beschlussfassung zur Kenntnis erhalten und muss dies bestätigen." Von der Sparkasse Mittelsachsen dagegen erfahre der Kreistag keine Bilanzzahlen. Auf Nachfrage werde gesagt, "man könne sich ja im Bundesanzeiger informieren und die notwendigen Zahlen herauslesen, um eigene Schlüsse zu ziehen". (jan)

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