Neue Schilder mit besonderer Botschaft am Lessingplatz

Mithilfe von selbst gestalteten Aufstellern soll der Spielplatz auf dem Sonnenberg schöner und bunter werden.

Sonnenberg.

Müll und Raucher hatten dafür gesorgt, dass sich Kinder auf dem Lessingplatz mitunter nicht mehr wohlgefühlt haben. Deshalb wollten Jugendliche des Sonnenbergs auf das Problem aufmerksam machen. Allerdings wollten sie nicht einfach Verbotsschilder aufstellen, wie Frank Pothe von der mobilen Jugendarbeit des Alternativen Jugendzentrums (AJZ) berichtet, sondern eine positive Botschaft sollte vermittelt werden.

Aus diesem Grund haben Besucher des Jugendclubs des Don-Bosco-Hauses und Kinder vom AJZ-Bauspielplatz bunte Motive gemalt, die nun jeweils an der Nord- und Südseite des Lessingplatzes kaum zu übersehen sind. Die mehr als zwei Meter großen Aufsteller seien in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt entstanden, erläutert Pothe. Das Amt haben die Rahmen gestellt, während die Motive - jeweils eines auf der Vorder- und Rückseite - von den Kindern beigesteuert wurden.

Auf einem der Aufsteller sind ein Regenbogen und die Aufschrift "Miteinander statt gegeneinander" zu sehen. Die andere Seite zeigt Zweige, die vom Rauch einer Zigarette umhüllt werden und deren Form an eine menschliche Lunge erinnert. Diese Bilder wurden von 16- bis 20-Jährigen im Jugendclub des Don-Bosco-Hauses gestaltet, erklärt die Teamleiterin der offenen Arbeit der Einrichtung an der Ludwig-Kirsch-Straße, Katharina Schnabel. In dem Club werden verschiedene Aktivitäten für Jugendliche wie Tanzabende, Plätzchenbacken oder Weihnachtsfeiern veranstaltet. Zehn Jugendliche haben an der Gestaltung der Schilder mitgewirkt, darunter Anna Pößel und ihre Schwester Marie. Erst habe man Ideen gesammelt, danach habe einer der Jugendlichen die Motive vorgezeichnet und alle malten gemeinsam das Bild aus, erzählt Marie.

Spontaner ging es bei den Vier- bis Neunjährigen des Bauspielplatzes zu, die das andere Schild gestaltet haben. Wie Timo Groß erklärt, der die Kleinen vom Bauspielplatz an der Sophienstraße betreut, habe er die Platten auf den Boden gelegt und jedes Kind konnte eigene Elemente zum Bild beisteuern. So auch die drei Geschwister Sami, Amena und Sarim. Der sechsjährige Sami hat ein buntes Auto gemalt, während seine vierjährige Schwester Amena ein Baumhaus hinzufügte. Der fünfjährige Sarim malte einen Marienkäfer. Die drei hatten nach eigenen Worten großen Spaß an der Aktion.

Laut Groß waren die Bilder in zwei Tagen fertig. Es gehöre zum Konzept des Bauspielplatzes, dass die Kinder ihre Umgebung selbst gestalten können und zum Beispiel eigene kleine Hütten bauen, sagt er. Daher freue er sich, dass die Kinder auf diese Weise auch auf Probleme im Viertel hinweisen können.

Finanziert wurden die Aufsteller über die Aktion "Tat-Ort Nikolaus" des Bonifatiuswerks, teilt Schnabel mit. Dieses habe dem AJZ und dem Don Bosco Haus 750 Euro zur Verfügung gestellt.

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