Rathaus plädiert für Waffenverbotszone in der Innenstadt

Die Stadtverwaltung erwägt die Einrichtung einer so genannten Waffenverbotszone in der Chemnitzer Innenstadt. Wie der für Recht und Sicherheit zuständige Bürgermeister Miko Runkel (parteilos) am Freitag vor Journalisten sagte, werde man dies beim dafür zuständigen Sächsischen Innenministerium in Dresden anregen. In derartigen Bereichen sind auch jene Waffen verboten, die nach dem Waffengesetz noch erlaubt sind, so bestimmte Stichwaffen oder auch Baseballschläger, wie Runkel sagte. Hintergrund des Vorhabens ist das Tötungsverbrechen an einem 35-jährigen Chemnitzer Ende August am Rande des Stadtfestes. Der Mann war nach mehrere Messerstichen tödlich verletzt worden. Zwei mutmaßliche Täter, die in den Akten als 22-jähriger Iraker und als 23-jähriger Syrer geführt werden, befinden sich in Untersuchungshaft, nach einem dritten wird derzeit gefahndet. (su)

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 2 Bewertungen
5Kommentare
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  • 2
    0
    Zeitungss
    15.09.2018

    Wer soll denn nun unseren Gästen die Besteckkästen abnehmen, die Maschinengewehre der einheimischen Bevölkerung gehören natürlich auch dazu. Dazu gibt es keine Auskunft. Kleiner Vorschlag, das Übel einmal an der Wurzel packen, es geht hier um die Sicherheit der Bürger, was offenbar inzwischen gewollt total in Vergessen geraten ist. Wem Satire ein Fremdwort ist, einfach weiterblättern. Außer dem einen Stammroten ist noch weiterer Platz vorhanden.

  • 0
    0
    kartracer
    15.09.2018

    @Deluxe, drei Sätze, mehr ist dazu auch nicht zu sagen!

  • 5
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    Hankman
    14.09.2018

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Charme einer Waffenverbotszone: Dort kann die Polizei ohne Anlass jederzeit Personen kontrollieren. @Deluxe: Ja, Sie haben Recht, es müssen genug Polizisten da sein, die diese Kontrollen durchführen. Aber Chemnitz braucht in der Innenstadt ohnehin mehr Polizeipräsenz - egal, ob das die Chemnitzer Polizei nun allein stemmen kann, oder Bereitschafts- bzw. Bundespolizei ihr hier oder ersatzweise an anderen Stellen hilft. Es wäre doch zum Beispiel cool, wenn im unmittelbaren Stadtkern (ungefähr zwischen Bahnhof-, Brücken- und Theaterstraße) tagsüber ständig drei Streifen à zwei Beamte zu Fuß unterwegs wären - und in der Nacht wenigstens zwei. Dazu bräuchte man aber auch noch Zivilbeamte, die sich der Drogenszene widmen.

  • 17
    0
    Deluxe
    14.09.2018

    Eine solche Verbotszone verhindert kein Verbrechen, solange niemand da ist, der dieses Verbot auch kontrolliert.

    Mit anderen Worten:
    Ohne konsequente Personenkontrollen, die eine Leibesvisitation und Taschenkontrolle beinhalten, wird diese Maßnahme zu gar nichts führen.

    Davon abgesehen, daß unsere Polizei personell auf dem letzten Loch pfeift und keinerlei Reserven für solche Dinge vorhanden sind.

  • 8
    0
    392713
    14.09.2018

    Seit August 2017 gibt es eine sächsische Verordnung zum Waffengesetz, die es ermöglicht, Waffenverbotszonen an Kriminalitätsschwerpunkten einzurichten. Es wird höchste Zeit, dass die Stadt Chemnitz hier tätig wird. Probleme mit illegalem Waffeneinsatz gibt es in der Innenstadt doch nicht erst seit ein paar Wochen. Warum hat man die Möglichkeit nicht längst ergriffen? Gibt es Kommunikationsprobleme zwischen Stadt und Land (Polizei)? Es scheint, dass man sich in Chemnitz der Problematik nicht vollumfänglich bewusst ist. Eine Waffenverbotszone gegenüber dem Innenministerium "anzuregen" ist zu wenig. Es sollten schnellstens die Voraussetzungen geschaffen werden, diese einzuführen.



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