Schüler sollen Journalismus im Unterricht entdecken

Wie entsteht eine Tageszeitung und wie arbeiten Journalisten? Diesen Fragen gehen Schüler beim Projekt "Zeitung im Unterricht" auf den Grund.

Nachrichten, Reportagen, Kommentare - das sind typische Begriffe für einen Journalisten. Um die aber auch schon Schülern näherzubringen, damit sie die Arbeit von Zeitungen, Verlagen und anderen Medienhäusern besser verstehen, bietet die "Freie Presse" auch in diesem Schuljahr das Projekt "Zeitung im Unterricht" an. Schulklassen, die sich für das Projekt anmelden, bekommen für einen Monat kostenlos Zeitungen zugeschickt oder die digitale Version auf dem Tablet-Computer zur Verfügung gestellt, um sie im Unterricht zu lesen, zu besprechen und zu verstehen.

Die Georg-Weerth-Oberschule nahm in den vergangenen Jahren mehrmals an dem Projekt teil - und auch in diesem Schuljahr werden sich 20 Schüler der zehnten Klasse für einen Monat mit Journalismus beschäftigen. Aus der Sicht des stellvertretendens Schulleiters Erik Schulze ist das ein guter Weg, um auch die Medienkompetenz der Schüler zu stärken. "Sie nutzen vor allem das Fernsehen oder soziale Medien, aber mit der gedruckten Zeitung sind sie wenig vertraut", sagte Schulze, der seit 2014 an der Oberschule tätig ist.

Für den Anfang des Projekts hilft laut Schulze auch das zur Verfügung gestellte Unterrichtsmaterial, das Informationen und Aufgaben rund um die Themen Zeitung und Journalismus enthält. Gemeinsam schaffen sich die Schüler so einen Überblick über Bestandteile, Aufbau und Themen einer Zeitung. Auch werden zum Beispiel Zeitungstexte von den Schülern noch einmal zusammengefasst und dann der Klasse präsentiert.

Schulze schätzt auch die Flexibilität, die das Projekt bietet: "Man ist da total frei und kann sehr viel aus diesem Monat machen", sagt er. So gehen seine Schüler zum Beispiel auch der Frage nach, wie ein Verlag Geld verdient und welche Berufe neben dem des Journalisten in einem Medienhaus gebraucht werden. Aus der Theorie wird an der Oberschule aber auch Praxis: So schreiben die Schüler ebenfalls an eigenen Texten oder recherchieren zum Beispiel für Kommentare. So sollen die Schüler laut Schulze herausfinden, wo ihr eigener Standpunkt bei bestimmten Themen liegt, damit sie sich auch kritisch mit der Berichterstattung in Zeitungen auseinandersetzen können. Für Schulze ist das Projekt ein Gewinn: "Die Schüler können so selbstständig arbeiten, ihren Horizont mit Blick auf den Journalismus erweitern und so auch zu mündigen Bürgern werden", sagt er.


Wie das Projekt Zeitung im Unterricht funktioniert

Das Projekt "Zimu - Zeitung im Unterricht" gibt Schülern der Klassenstufen 7 bis 10 die Gelegenheit, vier Wochen lang die gedruckte Ausgabe der "Freien Presse" zu lesen - und das kostenlos. Die Schülerinnen und Schüler können so einen Einblick in die Zeitung bekommen. Hauptprojektpartner ist der Energieversorger Envia M. Der Weg durch die Medienwelt kann auch mit Tablet-Computern begleitet werden. Die Komsa-Gruppe Hartmannsdorf stellt dafür mehrere Klassensätze an Tablets zur Verfügung. Anmeldungen für das Projekt, speziell von Tabletklassen, werden noch angenommen.

Derzeit beteiligt sich zum Beispiel die Außenstelle Zeisigwald der Grundschule Rottluff an dem Projekt. Weitere Anmeldungen von Schulen sind online möglich unter folgendem Link: www.freiepresse.de/zimu

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.