Stopp für Chemnitzer Busbahnhof: Freistaat zeigt sich überrascht

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Die Entscheidung des Chemnitzer Stadtrats gegen einen Neubau am Hauptbahnhof hat Folgen für den künftigen Innenstadtcampus der Universität. Für die nächsten Schritte nennt das Land eine Bedingung.

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    macxs
    28.04.2021

    @MuellerF Danke für die Anregung, aber dazu könnte ich doch etwas beitragen:
    Sie haben mit allem Recht, allerdings sehe ich doch Potential. Die ausländischen Studierenden studieren technische Berufe und diese sind im Studentenleben ohnehin "unterrepräsentiert".
    Ich habe mal gehört (ob das stimmt weiß ich leider nicht), dass in der Stadt auf den Busbahnhof eine Mensa + Hörsääle gebaut werden sollen, in die alte Post soll dann die Fakultät der Wirtschaftwissenschaften einziehen. Wenn also die WiWis in die Stadt ziehen, kann ich mir positive Effekte für den Brühl durchaus vorstellen.
    Ebenso kann ich mir vorstellen, dass diese Effekte übergreifen auf die Heimfahrermentalität aus dem Umland.
    Negativ könnte sein, dass der Campus Reichenhain dann ausdünnt. Dessen Neugestaltung könnte man aber auch eher als Asphaltwüste bezeichnen. Von Aufenthaltsqualität haben die Designer scheinbar noch nichts gehört.

  • 1
    4
    MuellerF
    28.04.2021

    Der Einzug "innerstädtischer Belebung" speziell durch Studierende ist meiner Ansicht nach eine vergebliche Hoffnung. Zunächst mal ist die neue Unibibliothek kein Partytempel, sondern ein Ort, wo Studis büffeln bzw. sich Lernmaterial für zu Hause holen.
    Hinzu kommt die Struktur der Chemnitzer Studentenschaft: ein großer Teil kommt aus dem Umland & fährt abends immer wieder dahin zurück, an den Wochenenden erst recht. Ein anderer großer Teil sind ausländische Studierende (v.a. aus Indien, China,..) Die bleiben auch lieber unter sich, sind im Nachtleben eher unsichtbar.

    "Innerstädtische Belebung" wird immer gerne als wohlklingendes "Verkaufsargument" für irgendwelche Projekte präsentiert; oftmals steckt aber wenig Substanz dahinter. Konnte man zuletzt recht gut am angrenzenden Brühl beobachten, wo sehr schnell nach der (Wieder-) Belebung die Interessen von Gastronomen & Anwohnern kollidierten.

  • 1
    1
    Interessierte
    28.04.2021

    Um meine 2 Beiträge von gestern zu ergänzen ...

    Da steht auch noch das ´Kontorhaus` neben dem ehemaligen Polizeigebäude ..
    Und hinauf zum Bahnhof steht noch das ´Gründerzeithaus` an der Ecke , was wohl kaum zu Wohnungen ausgebaut werden kann ..
    Und an der Ecke zur ´Oberen Aktienstraße` steht noch das besonders gebaute ´Eckhaus` , wohl angelehnt an den Bauhausstil , wo mal das Röntgen und das Schillercafé drin waren ...
    Diese Häuser könnten auch noch der UNI zugeordnet werden , bevor man neu baut !

    Es ist wohl auch so , wenn die Pläne haben , die dem 1900-ten Jhd. entsprechen , dann holen die diese ´raus .....
    Aber wenn die Pläne haben , die nicht dem 1900 Jhd. entsprechen und vielleicht sogar einmal ´verboten` wurden , dann lassen die die ganz ruhig stecken` ...
    So , wie man es eben braucht ...

    >
    Aber blöd ist das schon mit den 3 Beiträgen ....

  • 0
    4
    acals
    28.04.2021

    Um das Interesse Interessierter zu befriedigen: "gegen den Erhalt" sprechen doch wir als Bauloewen, die lukrative Bauauftraege floeten gehen sehen.

    Es ist in Schilda ... eh, sry - C natuerlich, voellig unmoeglich das Buerger einfordern das einmal beschlossene Wege auch zu Ende gegangen werden, das investierte Gelder nachhaltig Mehrwert abwerfen, und die nachfragen ob Worte (akkustisch oder schriftl) Schall und Rauch sind oder auch so gemeint.

    Was war doch gleich das aktuelle rosa Schweinchen mit bunten Luftballons am Schwaenzchen? Richtig! Der kanal am Nischel vorbei. Fangen wir jetzt an mit planen und stellen wir 2032 fest das es unzumutbar ist in die Stadtbibo zu fahren und das klein Anton & Lilly auch normgerecht pullern gehen duerfen - und dann ist natuerlich alles auf ein Jahrzehnt geplante nur Schall und Rauch, sprich dieses rosa Schweinchen platzt wie eine schillernde Seifenblase.

    Das nennen genuegend Buerger Seifenoper!

  • 4
    3
    DS91
    28.04.2021

    @kdchirst
    "Wollen wir die nächste Generation mit unseren Schulden belasten?"

    Was nützt eine schwarze Null wenn die Infrastruktur veraltet und an wichtigen Zukunftschancen gespart wird.

    Ich denke das braucht die nächste Generation.

    Ganz davon abgesehen das genug Geld da wäre, wenn besonders die CDU einmal nicht so auf die Bremse gehen würde was Steuerschlupflöcher, Steuerkarussell, und Reichensteuer angeht.

  • 2
    7
    kdchirst
    27.04.2021

    Ein Kind verkündete mit Mal, es benötige ein neues Fahrrad.
    Nach dem Grund gefragt:
    Es ist so dreckig...

    Oder:
    Wir haben die Erde von den Kindern geliehen.
    Also Nachhaltigkeit praktizieren.
    Aber plötzlich soll bestehendes vernichtet werden.

    Wollen wir die nächste Generation mit unseren Schulden belasten?

    Lebendigkeit in der Stadt?
    Aber wehe es ist abends noch Leben auf der Straße. Ruhestörung!

  • 3
    2
    LukeSkywalker
    27.04.2021

    @macxs mit aller Macht erhalten und Sentimental? oder doch evtl. realistisch denkend weil bisher erlebt was versprochen wurde und was davon gehalten?
    oder zweckmäßig denkend?(Entfernung Bus-Bahn Erreichbarkeit der Stadt
    zumal sogar in der FP stand(2020?) das die Uni selbst eine Studie erstellte das Erhalt mit notwendigem Unterhalt billiger ist als Neubau

  • 5
    3
    macxs
    27.04.2021

    @Interessierte: Die "mit der Uni verbunden" sind - klingt irgendwie so vorwurfsvoll!? Das sind allerdings diejenigen, die verstehen, dass in der Innenstadt mal wieder Leben einziehen muss. Und mit der Uni, die verstärkt in die Innenstadt ziehen soll, sollen sich Studenten und damit auch (Nacht-)Leben und Kultur z. B. am Brühl ansiedeln und von dort aus die Stadt beleben.

    Ich persönlich finde den Busbahnhof nicht besonders ansehnlich. Aber so ist das halt - manche blicken voller Sentimentalität zurück auf ihre eigene Jugend und wollen mit aller Macht alles erhalten (nennt man konservativ). Manche suchen eine schönere/bessere Zukunft. Ich glaube, dass uns Pragmatismus hier viel weiter bringt als ängstliches Festhalten an ... einer schwarzen Null im Haushalt?

  • 7
    7
    Interessierte
    27.04.2021

    Das in die Jahre gekommene Busbahnhofsgebäude , das sollte mal saniert werden , ehe es noch mehr verfällt , zumal es ´eh unter Denkmalschutz steht und auf alle Fälle dort stehen bleibt , was immer auch wird ...
    Nicht dass es irgendwann mal so weit kommt , das nichts mehr zu machen ist .

    Dazu gehört auch das Umfeld mit den vermoosten Platten und die Rhododendronbüsche werden auch immer weniger und es sind bald keine mehr da , wenn man nicht nachpflanzt .
    Das muß man doch an sich als "Stadt" mal sehen oder auch das Grünflächenamt , nicht nur Büsche beschneiden bis auf die Stöcke wie am Schloßteich wieder , u.a. gegenüber vom Rummel .

    Und die , die hier so eifrig ´gegen` den Erhalt des Busbahnhofes schreiben , die sind wohl irgendwie mit der UNI verbunden oder sind das nur Unterstützer von sonst woher ?

  • 14
    3
    KMS1983
    27.04.2021

    @ Luke mit einem Kärcher käme man an vielen Stellen in der Stadt voran. Ich sage nur Theatron oder die Skulpturen in der Bahnhofstraße. Aber selbst dafür sind keine Scheine da. Hauptsache immer neu, immer mehr. Fürn Unterhalt wird aber nix zurückgelegt.

  • 22
    3
    jenser100
    27.04.2021

    Chemnitz kann es einfach nicht. Mit dem Freistaat an einem Strang ziehen um endlich studentisches Leben in die Innenstadt bringen muss Priorität haben. Da wird lieber auf Modellregion und App-Entwicklung für Ältere gesetzt. Wenn das die Zukunft ist, dann ist Chemnitz2025 bereits jetzt ein welkes Feigenblatt.

  • 19
    8
    LukeSkywalker
    27.04.2021

    @KMS das Bild zeigt nur das jahrelange Versagen der Stadtverwaltung und wie mit Einzigartigem umgegangen wird
    Laptops für 10 000 sich mausen lassen, aber kein Geld für nen KÄRCHER !!! oder einen Eimer mit Wasser und Lappen
    nochmal diese Konstruktion steht unter Denkmalschutz! in einem anderen Artikel dazu gab es Bilder worauf dies deutlich zu erkennen war

  • 33
    3
    lax123
    27.04.2021

    Wie lächerlich, Herr OB und die Damen und Herren vom Stadtrat.
    Wo bleiben ihre Visionen von modernen Chemnitz? Immer nur streichen, das kann es doch nicht sein. Investieren Sie, und zwar in Bildung, Infrastruktur und ENDLICH auch in Prestige. Und wenn es nur ein neuer BBH ist!
    Ohne Plan, ohne Verstand und ohne Geld geht es nicht weiter. Hr. Schulze öffnen Sie endlich das Geldsäckel.

  • 35
    3
    acals
    27.04.2021

    Wir zitieren gerne nochmal unseren amtierenden OB Ok, es war VOR der Wahl

    " Als OB werde ich diese Gespräche weiterführen und dabei auch gezielt die Unterstützung der Stadt, beispielweise beim Erwerb oder Tausch notwendiger Flächen, anbieten. Aktuell wird durch die Stadt Chemnitz die Verlagerung des Busbahnhofes vorbereitet, welche weitere Entwicklungsmöglichkeiten für die TU Chemnitz schaffen würde. Diese Bemühungen unterstütze ich als Finanzbürgermeister. Eine maßgebliche Voraussetzung für die Umsetzung dieses Vorhaben ist allerdings eine finanzielle Beteiligung des Freistaates "

    kennt sich unser OB in unser Stadt aus, so ist ihm sicherlich auch folgendes bekannt, sprich eine wohlwollende Prüfung bzw sogar Zusage zur Umgestaltung Achse in die Innenstadt:

    https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/3157
    Dieser Artikel datiert aus 2010.

    https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/unsere-stadt/stadtentwicklung/innen
    aus 2013.

    Was machen Strruunz eh Schulze?

  • 44
    7
    Logistiker
    27.04.2021

    war klar, dass mit den "eingefahrenen" Schläfern im Stadtrat nichts wird :(
    es stagnieren: der Südring, der Innenstadtring, nun der Busbahnhof...

  • 24
    24
    Mike1969
    27.04.2021

    Oh Gott, offensichtlich hat Herr Schulze seinen Laden nicht im Griff. Er ist noch nicht mal offiziell berufen und schon "fängt der Fisch an zu stinken" (nach dem Sprichwort). Dieser Stadtrat - der seinen Namen nicht verdient hat - und dieser "neue" Bürgermeister - sollen bitte Chemnitz verlassen, da dies Menschen ohne Visionen sind. Schulze und Ludwig sind doch SPD. Konnten die sich nicht Leiden, dass Schulze nun alles mit seinem Stadtrat kaputt machen will? Bitte zieht nach Auerbach, da könnt Ihr nicht so viel Schaden anrichten.

  • 7
    25
    fnor
    26.04.2021

    "Wer bestellt, der bezahlt" meinte der Verkehrsminister zur Bahnstrecke nach Marienberg. Das Land Sachsen bestellt eine Verlegung des Busbahnhofs, die Stadt solls bezahlen.

  • 81
    4
    DS91
    26.04.2021

    Das Rathaus, der OB und der Stadtrat haben scheinbar keine Vision für Chemnitz. Es wird sich von einer kleinen Entscheidung zur nächsten gehangelt. Plan? Fehlanzeige!

    Chemnitz muss mutiger gedacht werden! Projekte müssen vor 2025 realisiert werden.
    Und es braucht eine nachhaltige Strategie für die Entwicklung für Chemnitz.

    Leider sehe ich diese Entwicklung trotz Kulturhauptstadt eher nicht...

    Dennoch sehe ich eine Chance... das Pylonendach muss erhalten bleiben und in der Umfeldgestaltung eingebunden werden!
    Etwas frische Farbe, eine neue Beleuchtung und der Wiederaufbau des Klapperbrunnen lassen eine Architekturikone und ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt neu erblühen.

    Ostmoderne ist eine Chance und keine Last mehr!

  • 73
    5
    KMS1983
    26.04.2021

    Das Foto zeigt sinnbildlich, was uns dieses Ensamble wert ist. Nichts! Die Pylonen versifft, links fallen die Buchstaben von den Ladenbeschriftungen, wenn sich der Fotograf umdreht sieht er einen leeren Brunnen. Das Pflaster völlig überalltert, die Lampen defekt, die Scheiben kaputt oder beschmiert. Wenn wir bis 2025 keinen neuen Busbahnhof brauchen, sollte der Eigentümer bis dahin den alten wenigstens halbwegs vorzeigbar herrichten, da der BBH ja jetzt bis mindestens 2026 in Betrieb bleibt.

  • 60
    12
    chris1405
    26.04.2021

    Der Kulturhauptstadt Titel scheint die Stadt Chemnitz und Ihre politischen Entscheider bei der Umsetzung von Infrakstrukturprojekten wie den Verlauf der Strassenbahn auf der Theaterstrasse, Verlegung Busbahnhof, Strassenbahnbau 1. Etappe nach Limbach zu lähmen bzw. um Jahre Verzögerungen nach sich zu ziehen. Das kann doch nicht im Sinne des Schopfers sein. Gerade in diesen Zeiten sind Investitionen in Infrastruktur, Belebung und urbane Gestaltung des Zentrum von herausragender Bedeutung. Keines der genannten Veranstaltungen in 2025 wird eine riesige überregionale Hype auf Städtereisen nach Chemnitz auslösen. Dafür bietet auch die Innenstadt keine entscheidene historische Anziehungskraft durch Gebäude noch schöner Plätze mit Aufenthaltqualitat. Man sollte die geplanten Ideen sofort umsetzen und sich nicht hinter dem Kulurhaupstadtjahr 2025 verstecken oder es als Ausrede nutzen.