Wissenswertes zu Mumien, Modellbahnen und Schlössern

Das Naturalienkabinett in Waldenburg richtet den sachsenweiten Auftakt für den Internationalen Museumstag aus. Auch in Limbach und Wolkenburg gibt es Sonderaktionen.

Waldenburg.

Am Sonntag, 19. Mai, ist es so weit. Das Naturalienkabinett in Waldenburg richtet die offizielle Eröffnung des 42. Internationalen Museumstages in Sachsen aus. Für Fanny Stoye, Museumsleiterin des Naturalienkabinetts Waldenburg, ist das eine große Ehre: "Wir wurden persönlich angefragt. Für uns ist das ein Ritterschlag. Es passiert nicht alle Tage, dass so ein kleines Haus wie wir eine solche Veranstaltung ausrichten darf." Die Begleitausstellung, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde, zeige ihre Wirkung. Erwartet werden neben Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, auch die Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Katja Margarethe Mieth, und Joachim Breuninger, Vorsitzender des Sächsischen Museumsbundes.

Mieth erklärt, dass die Sächsische Landesstelle für Museumswesen das besondere Engagement des Teams belohnen möchte. Mit Waldenburg als Ausrichtungsort wolle man den Fokus auf ein Museum im ländlichen Raum richten. "Die kleine Stadt Waldenburg hat sich eindrucksvoll zu ihrem Museum bekannt. Die innovative Begleitausstellung wurde von einem kleinen Mitarbeiterstab gestemmt und hat Maßstäbe in Sachsen gesetzt." Das Vermittlungsangebot für Kinder und Erwachsene sei auf einem hohen Niveau und habe Vorbildcharakter. "Durch den pädagogischen Ansatz wird jeder Besucher angesprochen", betont die Fachfrau.


Die Eröffnung des Museumstages im Naturalienkabinett soll mit einem Familienfest gefeiert werden. So gibt es im Museum eine Entdecker-Rallye. Ein Mineraloge begutachtet mit Lupe und Säuren mitgebrachte Steine. Und ein Präparator berichtet aus seinem Berufsalltag und gießt Objekte aus Gips, die anschließend bemalt werden können. Zudem will ein Mitglied des Vereins Origami Deutschland Exponate in Papier nachbasteln.

Gleichzeitig nimmt Stoye die Veranstaltung zum Anlass, den neuen Audioguide vorzustellen. Neben der Begleitausstellung werde dieser künftig dem großen wie auch dem kleinen Besucher eine zusätzliche Information bieten. Das heißt: Anhand von 20 nummerierten Exponaten soll der Audioguide dem Hörer spannende Einblicke in die Herkunftsgeschichte der Exponate liefern. "Wir spüren der Herkunft unserer Objekte nach, wann immer es möglich ist. Die Gegenstände sollen einen vielfältigen Blick auf die Sammlung bieten und Objekte sichtbar machen, an denen der Besucher vorbeigehen würde", sagt die Museumsleiterin. Per Audioguide werden auch Hintergründe zur ägyptischen Mumie erläutert, die 1846 von Fürst Otto Victor I. für das Kabinett angekauft wurde.Der Besucher wird anhand der Mumie etwas über das Leben im alten Ägypten und über den Totenkult erfahren.

Auch die städtischen Museen Limbach-Oberfrohna bereiten den Museumstag seit Langem vor. Im Esche-Museum werden von 10 bis 17 Uhr Sonderführungen angeboten. Diese befassen sich mit der Modelleisenbahnsammlung im Schaudepot, dem Modell eines Flüchtlingszugs im Zweiten Weltkrieg und mit der Fahne der Limbacher Strumpfwirkinnung aus dem Jahr 1798. Zudem wird das Färben von Wolle auf traditionelle Weise demonstriert. Auch im Schloss Wolkenburg gibt es von 10 bis 17 Uhr besondere Aktionen. Bei Führungen gibt es Erläuterungen zum Schloss selbst, aber auch zu dessen Umgebung. Ein Kunstkenner beantwortet Fragen zur aktuellen Ausstellung "Die Einsiedels und die Vogels - Mäzene und Künstler". (mit jop)

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