Conti-Loch-Bebauung: Räte akzeptieren weniger Läden

Das neue Technische Rathaus bekommt mehr Platz. Das wollte der Bauausschuss eigentlich verhindern.

Innenstadt-Investor Claus Kellnberger kann die Vorbereitungen für einen Neubau im Conti-Loch fortsetzen. In seiner jüngsten Sitzung bestätigte der Bauausschuss des Stadtrates mit großer Mehrheit Änderungen am bisherigen Bebauungsplanentwurf für das Grundstück an der Bahnhof-/Ecke Waisenstraße. In ihrer September-Sitzung hatten die Ausschussmitglieder die Entscheidung darüber noch vertagt.

Auslöser der Kritik war vor zwei Monaten der erhöhte Platz-Bedarf für das Technische Rathaus der Stadtverwaltung, das Ende 2017 von der Annaberger Straße in den Neubau umziehen soll. Die zusätzlichen Büroflächen, die auch im Erdgeschoss untergebracht werden sollen, führen nicht nur zu einer Reduzierung der ursprünglich für Einzelhandel vorgesehenen Räume, sondern auch zu Änderungen bei der Fassadengestaltung. So soll ein Teil der im Parterre ursprünglich vorgesehenen großen Schaufenster durch kleinere Fenster ersetzt werden. Die Stadträte einigten sich schließlich, dass zunächst der Gestaltungsbeirat der Stadt über die gewünschten Planänderungen befinden müsse.

Dieses Gremium aus Architekten, Stadtplanern und Künstlern habe sich im Oktober mit den geänderten Plänen beschäftigt und dazu positioniert, sagte Baubürgermeister Michael Stötzer in der jüngsten Ausschusssitzung. Das Protokoll der Gestaltungsbeiratssitzung wurde nur den Stadträten unmittelbar vor ihrer Abstimmung ausgereicht. Neun von ihnen stimmten den Änderungen zu, zwei enthielten sich.

Lediglich Bernhard Herrmann (Grüne) lehnte die Beschlussvorlage ab. Er forderte die Verwaltung auf, sich mit Kellnberger zu einigen, dass kleinere Fenster in Richtung Bahnhofstraße auch noch nachträglich vergrößert werden können, wenn dort Geschäfte einziehen sollten.

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