Prozess zu totem Syrer im Chemnitzer Stadtpark beginnt mit Geständnis

Chemnitz (dpa/sn) - Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 21 Jahre alten Syrers im Chemnitzer Stadtpark hat der Strafprozess mit dem Geständnis eines der zwei Angeklagten begonnen. Der 25 Jahre alte Mann gab am Montag in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung zu, am 10. September 2017 den Landsmann mit Messerstichen verletzt zu haben. Als Motiv gab er Kränkung und verletztes Ehrgefühl an. Das Opfer war verblutet.

Angeklagt vor dem Landgericht Chemnitz sind zwei 21 und 25 Jahre alte anerkannte Flüchtlinge wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Beide Männer sind gebürtige Syrer. Der jüngere der Beschuldigten gab an, einen Streit mit dem Opfer gehabt zu haben, aber nicht direkt an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Er habe noch immer mit dem Verlust seines besten Freundes zu kämpfen, las seine Anwältin aus der Erklärung vor. Er habe sich mit dem Opfer im Stadtpark verabredet, um einen Beziehungskonflikt zu klären. Die Freundin des Toten soll versucht haben, einen Keil zwischen die einst eng befreundeten Männer zu treiben.

Bis zum 30. Mai sind weitere fünf Verhandlungstage angesetzt.

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