Abrisse für den Hochwasserschutz

Zwei Flächen an der Würschnitz in Harthau sollen nicht mehr bebaut werden dürfen. Geplant ist aber noch mehr.

Harthau.

Nachdem der Bereich schon mehrmals überflutet war, will die Stadtverwaltung jetzt weiteren Schäden durch Hochwasser vorbeugen. Zwei Flächen an der Würsch- nitz in Harthau, die im Flächennutzungsplan bisher noch als sogenannte gemischte Bauflächen ausgewiesen sind, sollen künftig nur noch als Grünflächen genutzt werden dürfen.

Einem Beschluss, mit dem diese Planänderung in Auftrag gegeben wird, hat der Bauausschuss des Stadtrates einstimmig zugestimmt. Die Umnutzung ist laut Stadtplanungsamtsleiter Börries Butenop auch erforderlich, weil sonst die gemeinsamen Vorhaben der Stadt und der Landestalsperrenverwaltung (LTV) zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich der Schule, des Bahnhofes und der Annaberger Straße in Harthau nicht umgesetzt werden könnten.


Die Arbeiten sollen nach den Planungen der LTV von August 2017 bis Dezember 2019 stattfinden und etwa vier Millionen Euro kosten. Unter anderem ist vorgesehen, die Brücken Klaffenbacher Straße und - mit Beteiligung der Stadt - Am Harthauer Bahnhof durch höher liegende Neubauten zu ersetzen, die mehr Durchfluss zulassen. Etwa in Höhe des Bahnhofs soll das Flussbett auf 240 Metern Länge aufgeweitet werden. Auf insgesamt 520 Metern Länge sind höhere Ufermauern geplant.

Die beiden Flächen, deren mögliche Nutzung jetzt geändert werden soll, sind rund 800 und etwa 500 Quadratmeter groß. Das größere Areal erstreckt sich am westlichen Würschnitzufer und wird teilweise durch die Straße Am Harthauer Bahnhof begrenzt. Auf der Fläche steht ein Gebäudekomplex - laut Stadtverwaltung ein Gewerbeobjekt-, in dem Anwohnern zufolge derzeit mehrere Wohnungen vermietet sind. "Früher produzierte dort die Firma Bemefa Metallstühle", weiß Manfred Walther von der Heimatsammlung Harthau. Der Gebäudekomplex soll vollständig abgerissen werden, erklärt die Stadtverwaltung.

Die kleinere der beiden Flächen wird von der Würschnitz, der Annaberger Straße und der Straße Am Harthauer Bahnhof begrenzt. Darauf befinden sich ein leer stehendes Wohnhaus und der Auto-Stellplatz eines Gebrauchtwagenhändlers. Auch sie sollen besserem Hochwasserschutz und für Ersatzpflanzungen weichen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...