Auf Rund-Tour in Altmittweida und Ottendorf

"Freie Presse" stellt Touren an bekannten Orten vor. Heute: Altmittweida

Altmittweida/Ottendorf.

Es gibt Wanderungen, die durch ständige Richtungswechsel geprägt werden, und dann sind da Touren mit schnurgeraden Abschnitten über mehrere Kilometer. Eine solche Runde ist die in und um Altmittweida. Die Dorfstraße des Ortes und die Verbindung zwischen Ottendorf und Altmittweida können nämlich auf jeden Fall das Prädikat geradlinig bekommen.

Die Wanderung beginnt am Bahnhof Altmittweida und folgt zunächst der Bahnlinie in Richtung Norden. Bald kommt der Stadtwald Mittweida in Sicht. Auch wenn man die alte Torfgrube darin etwas links liegenlässt, kommen die Leute auf Schusters Rappen an einem Teich vorbei, auf dem die Farbe Grün dominiert. Nach dem Wald kann die Bahnlinie passiert werden. Wer hier auf schöne Blicke zum relativ nahen Wasserturm hofft, wird enttäuscht. Das Wahrzeichen von Mittweida ist auf der Strecke nur von ferneren Punkten aus gut zu erkennen. Stattdessen geht es über einen schmalen Weg in einer Gartenkolonie und dann nahe des alten Bahndamms weiter. Teilweise gibt es schöne Blicke auf die Stadtkirche Mittweida.

Auf dem Altmittweidaer Weg kann man wieder auf den gleichnamigen Ort zuwandern. Hier kommt der Wasserturm hinter einem Feld gut ins Blickfeld. Am Wasserwerksweg führt die Tour Richtung Hauptstraße. Diese wird passiert und zum ersten Mal in die Dorfstraße abgebogen. Wenn der Ausgangspunkt der Runde wieder in Sicht kommt, können die Wanderer über den Badweg auf die südliche Parallelstraße wechseln.

Nach dem Friedhof wird Altmittweida vorläufig verlassen. Die Chemnitzer Bahnstrecke kreuzt die Tour durch eine Unterführung. Nach dem Pfarrwald Ottendorf ist man nahe der Staatstraße 200, wendet sich aber nach rechts wieder davon ab. Auf dem Weg Richtung Ottendorf kann man weit nach Süden schauen. Teilweise ist sogar Frankenberg zu sehen.

Im Ort selbst verläuft der Pappelweg leicht ansteigend zum Bahnhof hin. Unterwegs blitzt immer mal die neue blaue Bahnbrücke durch. Die Schienen werden per Straßenbrücke gequert. Unmittelbar danach beginnt der schnurgerade Rückweg. Allerdings ist das Ziel Altmittweida lange verborgen, weil einige ganz sanfte Hügel passiert werden müssen. Das Panorama nach Norden in die Rochlitzer Region sowie nach Mittweida entschädigt aber für die scheinbar unendliche Strecke.

In Altmittweida kann man dann noch ein Stück die schmucken Häuser des Ortes bewundern. Kurz vor den Schienen führt die Hermann-Küttner-Straße wieder in Zielnähe zum Bahnhof. Die gesamte Tour hat eine Länge von 16,9 Kilometer. Der Anstieg hält sich in Grenzen. Insgesamt sind circa 70 Höhenmeter zu bewältigen.


Herkunft des Ortsnamens

Altmittweida hat eine Fläche von 14,08 Quadratkilometern und knapp 2000 Einwohner. Der Ort wurde

1160 gegründet. Der Name ist -

wie wahrscheinlich unschwer

zu erraten sein dürfte - auf eine Ansiedlung mitten auf einer Weide zurückzuführen. Der Zusatz "Alt" wurde notwendig, weil sich die gleichnamige Stadt nebenan entwickelte.

Unser Autor Jens Zeidler ist promovierter Informatiker und arbeitet im Verlag der "Freien Presse" als Controller. In seiner Freizeit geht der 50-Jährige gern wandern und gibt Tipps für Touren. (jz)

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