Corona zwingt erste Kneipen in die Knie

Auflagen lassen Kultur hauptsächlich noch an größeren Einrichtungen zu. Soziokulturelle Vereine, Clubs und Bars haben das Nachsehen.

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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 21
    5
    MuellerF
    24.10.2020

    "Lasst doch die Nichtrisikoleute wenigstens raus."

    Zur Risikogruppe zählt etwa die Hälfte der dt. Bevölkerung- wollen Sie die einsperren, bis irgendwann alle durchgeimpft sind ?

    Das wäre eine noch schlimmere Situation als vergangene & aktuelle Lockdowns.

  • 15
    8
    GPZ
    24.10.2020

    @lax123: „Lasst doch die Nichtrisikoleute wenigstens raus.“ Die dann infiziert nach Hause gehen und dort die Risikopatienten anstecken? Wurde sich nicht vor kurzem darüber aufgeregt, wie herzlos Besuchsverbote im Altenheim sind? Die sind dann aber notwendig.

    Ist es nun besser, Familien zu trennen, damit ein Teil, der auch noch in 1-2 Jahren feiern kann, das jetzt tun kann? Und es gibt doch kein völliges Kontaktverbot. Nur nicht alle auf einmal, damit man noch weiß, wenn man getroffen hat. Und man kann auch auf 2 Meter Abstand sich unterhalten. Gespräche mit guten Freuden sind eh besser als Party mit Fast-Unbekannten. Gute Gespräche gehen in kleiner Runde meist besser. Ich weiß nicht, was Sie aktuell so extrem vermissen, dass Sie es als Grundbedürfnis bezeichnen. Es gibt kein Verbot eine bestimmte Person zu treffen außer bei Altenheimen. Man kann Leute anrufen.

    Außer Prostitutionsstätten fällt mir nichts ein, was unterbunden wäre. Oder finden Sie keine ONS? Dann kein Mitleid.

  • 18
    10
    GPZ
    24.10.2020

    @lax123: Sie schreiben immer, der Mensch sei ein soziales Wesen. Davon merkt man aber in vielen Kommentaren nichts. Auch vor Corona war an vielen Stellen von einem sozialen Umgang untereinander wenig zu spüren. Sozial heißt nicht nur Treffen/Party/Saufen mit Kumpels/Bekannten.

    Wenn man neu nach Chemnitz kommt und zu Veranstaltungen ging, war Anschluss finden schwer. Auffällig war, dass es oft Wortführer gab, die jedes Gespräch, was andere anfingen, erdrückten. Und sich dann aber bestimmt für total sozial halten...

    Die Lage ist traurig für die Bar- und Restaurantbetreiber. Nur einige ermunterten ja sogar die Gäste zu weniger coronakonformem Verhalten (Lokal im Artikel nicht erwähnt). Und in einer genannten Bar stehen die Leute immer dicht an dicht... Sorry, das geht aktuell nun mal nicht und wenn man das nicht unterbinden will oder kann, muss man mit den Konsequenzen leben. Bei einigen Bars/Lokalen habe ich somit kein Mitleid und werde diese auch in Zukunft nicht mehr aufsuchen.

  • 8
    20
    fpleser
    24.10.2020

    @OlafF
    wer hat schon Geld für ein Gerichtsverfahren, wenn dann noch die Zeit gegen sie läuft, da nützt der Rechtsstaat wenig. Es ist einfach traurig mit offen Augen zu sehen wie hier vieles den Bach runter geht. Und jeder der das vorhergesehen hat/hatte wurde als Spinner oder Nazi beschimpft.

  • 10
    18
    OlafF
    24.10.2020

    Da hilft weder trauern noch betteln, sondern sich gegen Maßnahmen mit geringer Evidenz mit juristischen Mitteln oder f r i e d l i c h e n Protesten zu erwehren. Notfalls per Gericht. Wie man in Berlin, Nord-Ost wie West gesehen hat funktioniert die Judikative noch. Wenn nach der Sperre die Gäste massenhaft den Saal verlassen und sich dichtgedrängt in den Verkehrsmitteln nebeneinander drängen entspricht dies wohl kaum der Agenda der Erfinder. Der Mittelstand war gerade dabeigewesen in Chemnitz so etwas wie eine kulturelle Szenerie zu entwickeln, wo bleibt die Unterstützung von Seiten der Stadtpolitik. Vor der OB- Wahl war man doch angeblich so stolz auf die wachsende Kulturszene ?

  • 7
    19
    lax123
    24.10.2020

    Sie haben Recht, TWe.
    Vielleicht sollte man es statt Grundrechte Grundbedürfnisse nennen. Dazu gehört für den Mensch als stark soziales Wesen die Kommunikation und das Kennenlernen untereinander. Das wird aus meiner Sicht viel zu stark eingeschränkt.
    Lasst doch die Nichtrisikoleute wenigstens raus.

  • 10
    22
    klapa
    24.10.2020

    Liebe FP, erzählen Sie bitte keinem Wirt, Corona zwinge seine Kneipe in die Knie oder wird einen Mittelständler seine Existenz kosten.

    Es sind immer nur undurchdachte, undifferenzierte und wenig effektive, manchmal nicht nachvollziehbare, sich teilweise widersprechende Maßnahmen der Exekutive, die das Leben der so genannten kleinen Leute und des Mittelstandes gefährden und ihre Existenz bedrohen und vernichten.

  • 30
    4
    TWe
    24.10.2020

    @lax123:
    Mir tun die Leute auch leid. Problematisch ist aus meiner Sicht vor allen Dingen, dass den Betreibern von Bars aktuell kaum Perspektiven aufgezeigt werden können. Diese Art von Gastronomie lebt nun mal in viel stärkerem Maß von zwischenmenschlicher Nähe als die übrige Gastronomie. Die Monate, in den die Betreiber auf Freiluftflächen ausweichen konnten, sind jetzt blöderweise ja auch vorbei.

    Grundrechte werden hier jedenfalls per se nicht verletzt. Art. 11 Abs. 2 GG erlaubt eindeutig die Einschränkung von Freizügigkeitsrechten zur Bekämpfung von Seuchengefahr.

    Genau deshalb finde ich es aber auch wichtig, dass die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen immer wieder hinterfragt wird.

  • 18
    41
    lax123
    23.10.2020

    Es ist ein Trauerspiel. Nicht das ich eine der genannten Lokalitäten jemals besucht hätte, mich tut es aber um die Leute leid. Hier werden Existenzen zerstört.
    Fraglich, wie lang diese Maßnahmen noch umsetzbar sind. Hier wird es viele Menschen geben, denen das langsam zu weit geht. Werden hier Grundrechte verletzt?!?