Ehrenpreis für einen Unternehmer und Mäzen

Hans J. Naumann ist mit dem Richard-Hartmann-Preis ausgezeichnet worden. Die Festrede hielt ein Kommunalpolitiker, der auch schwierige Zeiten in dessen Laufbahn miterlebt hatte.

Seit mehr als 20 Jahren eröffnet in Chemnitz der vom Richard-Hartmann-Verein organisierte Mittelstandsball die jährliche Ballsaison. Seit 2007 wird dort der vom Verein gestiftete Mittelstandspreis verliehen. Nach Roland Haas vom Betonelemente-Hersteller Railbeton im vergangenen Jahr und Immobilien-Investor Claus Kellnberger im Jahr davor wurde am Samstagabend im Hotel "Chemnitzer Hof" der Chemnitzer Unternehmer Hans J. Naumann mit der Auszeichnung geehrt.

Der in Sachsen geborene US-Amerikaner hatte den einstigen "Großdrehmaschinenbau 8.Mai" 1992 erworben und unter dem Namen Niles-Simmons weitergeführt. Heute ist Chemnitz Sitz der Niles-Simmons-Hegenscheidt-Gruppe, mit 1500Mitarbeitern einer der größten Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands.


In seiner Festrede würdigte Ex-Oberbürgermeister Peter Seifert(SPD) den Unternehmer Naumann als einen Menschen, "der heute noch wie kaum ein anderer die selten gewordenen Tugenden des Chemnitzer Fabrikbürgertums verkörpert". Seine Unternehmensgruppe mit 15 Standorten weltweit beteilige nicht nur die Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg, so Seifert. Naumann sei auch ein Mäzen, der jährlich einen hohen sechsstelligen Betrag bereitstelle, um in Chemnitz Kunst, Kultur, Sport und Bildung zu fördern. Von seinen Zuwendungen profitierten Vereine, Schulen, das Theater, die Kunstsammlungen und vor allem die Technische Universität. Naumann habe die TU-Stiftung maßgeblich mitfinanziert, er fördere zudem Studenten mit Stipendien und Universitätspreisen.

Zugleich erinnerte Seifert an schwierige Zeiten Anfang der 1990er-Jahre. Damals habe das von der Treuhand übernommene Werk an der Zwickauer Straße erhebliche Verluste eingefahren, für die Naumann persönlich gebürgt habe. Er habe in neue Anlagen, neue Produkte und in die Erschließung neuer Märkte investiert. Heute gehöre die Gruppe zu den 30 größten Werkzeugmaschinenherstellern der Welt - "eine herausragende Lebensleistung des Unternehmers Naumann".

Naumann erklärte, die Verleihung des Richard-Hartmann-Preises mache ihn stolz. Die Auszeichnung, fügte er hinzu, sei für ihn etwas ganz Besonderes, "weil sie aus meiner Heimatstadt Chemnitz kommt".

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