Endspurt bei Bauarbeiten in den Schulen der Region

Viele Bildungsstätten sind während der Sommerferien zu Baustellen geworden. Nicht alle Umbauten können bis zur ersten Unterrichtsstunde beendet werden.

Burgstädt.

Ein Schwerpunkt für die Bauverwaltung in Burgstädt sind laut Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler) die umfangreichen Arbeiten in der Johann-Esche-Grundschule in Taura. Ein neues Klassenzimmer, das derzeit im ehemaligen Speiseraum geschaffen wird, sowie die umgebaute und modernisierte Turnhalle sollen am 19. August in Betrieb genommen werden. Rund 400.000 Euro investiere Taura in das Vorhaben. "Obwohl die Gemeinde mit 270.000 Euro Zuschuss rechnen kann, ist das kein Pappenstiel", sagte Naumann. In den drei Burgstädter Grundschulen laufen kleinere Arbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes. In der Goethe-Grundschule werde zudem die Hausalarmanlage modernisiert und erweitert. Insgesamt 35.000 Euro gebe die Stadt dafür aus, so Naumann.

In Mühlau, dem dritten Ort der Verwaltungsgemeinschaft, wird es nach den Ferien hingegen vermutlich enttäuschte Gesichter geben. Der geplante Sonnenschutz an den Fenstern solle erst in den Herbstferien angebracht werden, erklärte Naumann. "Wir könnten nach den Sommerferien beginnen, aber das würde den Unterricht stören", sagte er. Die unterrichtsfreie Zeit sei ungenutzt verstrichen, weil es in diesem Fall nicht geklappt habe, "Fördermittel und Baufirma auf den Punkt genau zu koordinieren".


In der Förderschule am Taurastein laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Landkreis Mittelsachsen investiere 110.000 Euro in das Haus, teilte ein Sprecher mit. Die Handwerker sorgen nach seinen Angaben für die Klimatisierung von Horträumen und die Sanierung von Rissen, die in den Treppenhäusern an Hauptaufgang und Fluchtweg festgestellt worden waren. Dabei handle es sich um Arbeiten zur Werterhaltung. "Wir erhöhen die Langlebigkeit der Gebäude und halten das Lern- und Lehrumfeld attraktiv", so Landrat Matthias Damm.

Claußnitz: In der Grund- und Oberschule sowie der Sporthalle geben sich die Handwerker ebenfalls die Klinken in die Hand. Nachdem im Mai für die Grundschule ein Anbau mit einem neuen Speiseraum fertiggestellt wurde, entstehe jetzt im ehemaligen Speiseraum ein Klassenzimmer mit Mehrzwecknutzung, sagte Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU). Etwa Ende Oktober 2019 soll die rund 133.000 Euro teure Maßnahme abgeschlossen sein. Einen Großteil der Kosten trage die Kommune, 53.000 Euro gebe es als Zuwendung aus einem Förderprogramm, so der Ortschef. Zusätzlich statte die Kommune ein Klassenzimmer der Grundschule für 3000 Euro mit Jalousien für den Sonnenschutz aus. In der Oberschule werde für rund 26.000 Euro die Sicherheitsbeleuchtung erneuert. Der mehr als 3 Millionen Euro teure und mit rund 1,4 Millionen Euro geförderte Bau der neuen Zweifeld-Sporthalle soll bis Ende September geschafft sein. Schul- und Vereinssport als Nutzer profitierten danach von mehr Kapazität und Qualität, so Hermsdorf

Während die Firmen in den Einrichtungen die aktuellen Aufträge erledigen, gehe es im Claußnitzer Rathaus zudem schon um die nächsten Investitionen. "Für den Anbau an die Grundschule wurde ein Teil der Fläche des bisherigen Schulhofs in Anspruch genommen. Das macht eine Neugestaltung des Spielplatzes und eine Umverlegung des Schulgartens erforderlich", erläuterte Hermsdorf. Die Kosten dafür würden auf 254.000 Euro geschätzt. Dazu brauche der Ort Geld aus einem Förderprogramm. Angestrebt werde ein 50-prozentiger Zuschuss durch ein Leader-Programm für den ländlichen Raum, sagte er. Das Gleiche gilt für die Außenanlagen an der Sporthalle. "Es werden Wege- und Parkflächen, ein Bolzplatz und Grünanlagen geschaffen", sagte Hermsdorf. Die Kommune veranschlagt dafür fast 400.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen bis Jahresende erledigt sein, die Grünflächen sollen im kommenden Frühjahr hergestellt werden. Parallel dazu wird nach Angaben des Ortschefs an einem Projekt zur Digitalisierung beider Schulen im Ort gearbeitet. Die Kommune könne dafür 212.000 Euro aus einem Förderprogramm erhalten, bestenfalls ohne Eigenanteil für die Umsetzung der Maßnahmen. Das solle genutzt und der Antrag noch in diesem Jahr gestellt werden, sagte Hermsdorf.

Hartmannsdorf: Die Gemeinde hat sich im von Grund- und Oberschule genutzten Haus die WC-Anlagen für Jungen vorgenommen. Sie würden auf den drei Etagen erneuert, sagte Bürgermeister Uwe Weinert (CDU). Das koste die Kommune rund 100.000 Euro. Bis 9. August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Lichtenau: nutze die Ferienzeit hauptsächlich, um in den Grundschulen in Auerswalde, Niederlich- tenau und Ottendorf Reparaturen durch den Bauhof und gründliche Reinigungen erledigen zu lassen, teilte Hauptverwaltungsleiter Martin Lohse mit. In Auerswalde seien zudem Elektriker beauftragt, im Speisesaal alles für den Einsatz leistungsstärkerer Geräte durch einen neuen Essenanbieter ab 19. August vorzubereiten. Ein Klassenzimmer in dieser Schule erhalte zudem neue Möbel. In der Grundschule Niederlichtenau werde ein Büro für den Schulhort eingerichtet, so Lohse.

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