Erinnerungen an Beethoven und Neefe

Zwei Chöre arbeiten an einem Konzertprojekt

Dem vor 250 Jahren geborenen Komponisten Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827) ist ein musikalisches Projekt gewidmet, an dem zwei Chemnitzer Chöre beteiligt sind. Der Hutholz-Chor und der Projektchor Cantico wollen in vier Konzerten Originalwerke Beethovens als A-cappella-Stücke, Bearbeitungen durch Komponisten seiner und der heutigen Zeit sowie Neukompositionen vorstellen, die an Beethoven anknüpfen. Laut Eveline Schwarzbold, Vorstandsvorsitzende des Hutholz-Chor-Vereins, wollen die Sänger auf diese Weise die Vielseitigkeit des musikalischen Schaffens des Komponisten aufzeigen und an die Verbindung zu seinem Chemnitzer Lehrer Christian Gottlob Neefe (1748 bis 1798) erinnern. Durch das Konzertprogramm werden zwei Chormitglieder führen, gekleidet nach der Mode aus Beethovens Zeit. Die beiden Ensembles werden Werke des Jubilars gemeinsam und im Wechsel zu Gehör bringen. Solisten für Gesang und Klavier sollen das Konzertprogramm bereichern, so Schwarzbold. Nach ihrer Darstellung wurden schon zu Beethovens Lebzeiten seine Neukompositionen in ausgedehnten Konzerten präsentiert, oft in Kombination mit früheren, thematisch unterschiedlichen Werken oder auch nur mit einzelnen Sätzen. "Es war durchaus üblich, geistliche und weltliche Stücke in einem Konzertprogramm zu kombinieren", so die Vorstandsvorsitzende. Für die beiden Chöre, die Beethovens Schaffen auf diese Weise würdigen wollen, sei das eine große Herausforderung. Die Konzerte sollen von Juni bis September stattfinden, drei davon in Chemnitz, eines in Mittweida. (gp)

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